European Journal of Nutrition (v.35, #4)

Vitamin B6 spielt bei der Biosynthese der Neurotransmitter GABA, Dopamin und Serotonin als Coenzym eine wichtige Rolle und ist somit für die gesunde perinatale Entwicklung des Zentralnervensystems von Bedeutung. In Studien mit Ratten konnte gezeigt werden, daß neugeborene Tiere von Müttern mit einem Vitamin-B6-Mangel biochemische und morphologische Anomalien im Gehirn (reduzierte GABA- und Dopaminkonzentrationen, verminderte Dendritenverzweigungen und reduzierte Zahl der myelinisierten Axone und Synapsen) aufwiesen, was Verhaltens- und motorische Störungen, wie epilepsieartige Krampfanfälle und Bewegungsstörungen zur Folge hatte. Bei menschlichen Neugeborenen mit einem schweren Vitamin-B6-Mangel wurden ähnliche Störungen beobachtet. Neugeborene, die marginal mit Vitamin B6 unterversorgt waren, wiesen ein niedrigeres Geburtsgewicht auf und zeigten ein unreiferes reaktives und adaptives Verhalten als richtig ernährte Säuglinge. Es ist zwar noch nicht möglich, die für eine optimale Gehirnentwicklung benötigte Menge an Vitamin B6 genau zu definieren; man sollte aber schwangeren und stillenden Frauen empfehlen, Vitamin-B6-reiche Nahrung auszuwählen.Vitamin B-6 is an important coenzyme in the biosynthesis of the neurotransmitters GABA, dopamine and serotonin and is therefore required for the normal perinatal development of the central nervous system. In rat studies, biochemical and morphological abnormalities (decreased dendritic arborization and reduced numbers of myelinated axons and synapses) in the brains of pups from vitamin B-6 deficient dams were associated with behavioral changes such as epileptiform seizures and movement disorders. In severely vitamin B-6 deficient human infants, similar behavioral abnormalities have been described. Marginally deficient neonates were found to have a lower birthweight and to display less mature reactive and adaptive behavior in the Brazleton Neonatal Assessment Scale than well-fed infants. While it is not yet possible to define the exact amount of vitamin B-6 required to support optimal brain development, pregnant and lactating women should be encouraged to consume a diet that is rich in vitamin B-6.
Keywords: Vitamin B6 ; Schwangerschaft; Laktation; Gehirnentwicklung; Dendriten; Neurotransmitter; Krampfanfälle; Rattenmodell; Mensch; Vitamin B-6; dietary; intake; pregnancy; lactation; brain development; dendrites; neurotransmitter synthesis; seizures; animals; humans

Die vorliegenden Untersuchungen dienten dazu, Ergebnisse zur praecaecalen Verdaulichkeit von nativem Thiamin, Riboflavin und Pantothensäure aus Mais, Weizenkleie und Magermilchpulver zu liefern. Die praecaecale Verdaulichkeit, als quantitatives Maß für die Verfügbarkeit, wurde an ileorectostomierten Schweinen ermittelt. Dazu wurden bei 6 wachsenden weiblichen DL-Schweinen beim Lebendgewicht von etwa 30 kg auf chirurgischem Weg Ileorectalanatomosen in Form der End-zu-Seit-Anastomosen mit Erhalt der Ileocaecalklappe hergestellt. Die Stoffwechselversuche mit quantitativer Chymussammlung wurden ab etwa der 3. Woche bis 9 Wochen nach der Operation im Gewichtsbereich der Tiere von 40–70 kg durchgeführt.Die praecaecale Verdaulichkeit aus Mais, Weizenkleie und Magermilchpulver betrug für Thiamin 87 %, 91 % und 96 % (jeweils signifikant verschieden), für Riboflavin 67, 62 und 94 % und für Pantothensäure 20, 47 und 90 %. Damit war die „Verfügbarkeit“ von natürlichem Thiamin deutlich höher als von Riboflavin; Pantothensäure wies mit etwa 50 % den signifikant schlechtesten Wert auf. Das tierische Produkt stellte im Vergleich zu den pflanzlichen Komponenten die Vitamine deutlich am besten zur Verfügung. Die Eignung der Methodik für Verfügbarkeitsstudien wird diskutiert.The aim of the present investigations was to produce results about precaecal digestibility of naturally occurring thiamin, riboflavin and pantothenic acid from corn, wheat bran and dried skimmilk. Precaecal digestibility is used as a quantitative measure for availability and was determined in ileorectomized growing pigs. Therefore, 6 female DL-pigs with a liveweight of about 30 kg were fitted with ileorectalanastomosis as end-to-side-anastomosis with preserved ileo-caeco-colic valve. The metabolism trials to collect the chymus quantitatively with these animals were carried out from the third week until 9 weeks after surgery in the liveweight range of about 40–70 kg.Precaecal digestibilities from corn, wheat bran and dried skimmilk were for thiamin 87, 91 and 96 %, respectively, with all values being significantly different. Riboflavin was 67, 62 and 94 % precaecally digestible, the significantly different values for pantothenic ranged from 20 to 47 and 90 %. “Availability” of native thiamin was higher than of riboflavin and pantothenic acid, which showed the lowest value of about 50 %. The availability of the vitamins from the animal product was significantly higher than from vegetable products. The suitability of the method is discussed.
Keywords: Thiamin; Riboflavin; Pantothensäure; praecaecale Verdaulichkeit; Verfügbarkeit; Ileorectalanastomose; Thiamin; riboflavin; pantothenic acid; precaecal digestibility; availability; ileorectalanastomosis

Eicosanoids are involved in the mediation of inflammatory and allergic processes in the gut. In order to evaluate a potential beneficial effect of the diet, the effect of mediators of inflammation and of a sensitization against egg albumin on anion secretion across the colon was tested using rats fed on a diet containing 15 % fish oil as compared to 15 % olive oil as donor animals.Feeding on a fish oil diet significantly reduced the response to bradykinin or phospholipase C, known agonists of prostaglandin-induced secretion, by about 50 %. The increase in short-circuit current (Isc) induced by the phospholipase A2 stimulator, melittin, or by distension of the gut wall were only insignificantly inhibited by 15–30 %. Administration of egg albumin to the mucosas from animals sensitized against egg albumin induced an indomethacin- and tetrodotoxin-sensitive increase in Isc. This response was, however, only insignificantly (30 %) reduced by the fish oil diet.In conclusion, the effect of fish oil diet depends on the stimulus used for activation of prostaglandin release. This suggested that different pools of arachidonic acid are differentially affected by the diet or that certain stimuli for phospholipases are strong enough to overcome the effect of a reduced substrate availability. Consequently, a diet rich in polyunsaturated n-3 fatty acids may only play an adjuvant role for the therapy of inflammatory or allergic intestinal diseases.Eicosanoide sind an der Entstehung entzündlicher und allergischer Darmerkrankungen beteiligt. Um die Möglichkeit einer diätetischen Beeinflussung dieser Erkrankungen zu untersuchen, wurde die sekretorische Wirkung verschiedener Entzündungsmediatoren und einer Sensibilisierung gegen Hühnereialbumin am Kolon von Ratten in vitro getestet, die eine Diät mit 15 % Fischöl erhielten. Als Kontrolle dienten Ratten, die eine Diät mit 15 % Olivenöl erhielten.Die Fütterung mit der Fischöldiät hemmte signifikant die prostaglandinvermittelte Sekretion, die durch Bradykinin oder Phospholipase C hervorgerufen wurde, um circa 50 %. Der Anstieg des Kurzschlußstroms (Isc), der durch Melittin, einem Stimulator der Phospholipase A2, oder Dehnung der Darmwand induziert wurde, war dagegen nur geringfügig (um 15–30 %; nicht signifikant) vermindert. Zugabe von Hühnereialbumin zu den Schleimhautpräparaten von Tieren, die gegen dieses Protein sensibilisiert worden waren, rief einen Indomethacin-und Tetrodotoxin-sensitiven Anstieg des Isc hervor. Auch diese Antwort wurde nur in nicht signifikantem Ausmaß (30 %) durch die Fischöldiät vermindert.Diese Ergebnisse legen den Schluß nahe, daß die Wirkung einer Fischöldiät von der Art des Stimulus abhängig ist, der die Prostaglandinsynthese anregt. Dies weist möglicherweise auf die Existenz verschiedener Arachidonsäurepools hin, die von verschiedenen Stimuli aktiviert und unterschiedlich durch die Diät beeinflußt werden. Dementsprechend kommt einer Diät mit n-3-mehrfach ungesättigten Fettsäuren höchstens eine Rolle als Adjuvans bei der Therapie entzündlicher oder allergischer Darmerkrankungen zu.
Keywords: Rat colon; secretion; fish oil; n-3 polyunsaturated fatty acids; prostaglandins; Kolon; Ratte; Fischöl; n-3-mehrfach ungesättigte Fettsäuren; Prostaglandine

Der Einfluß eines alimentären Bleimangels auf die Knochenmarksmorphologie und verschiedene Hämolysemarker im Serum wurde in zwei Wachstumsversuchen und einem Generationenversuch mit weiblichen Sprague Dawley Ratten untersucht. Die Tiere erhielten eine halbsynthetische Diät auf Caseinbasis, die sich nur in der Konzentration an zugelegtem Blei in Form von Pb-II-acetat-3-hydrat unterschied (0 ppb Pb bis 800 ppb Pb). Die Knochenmarksuntersuchungen ergaben einen völlig unauffälligen Befund und zeigten keine Unterschiede zwischen den unterschiedlichen Blei-Zulagestufen. Bei den Hämolysemarkern deutete sich im Bleimangel eine Erhöhung des freien Hämoglobins im Plasma sowie der Aktivität der Laktatdehydrogenase im Serum und eine Erniedrigung der Konzentration des Haptoblobins im Serum an. Weiterhin war die Aktivität der Glutathionperoxidase und die Konzentration des Glutathions in den Erythrozyten in den bleiarm versorgten Gruppen erhöht. Insgesamt zeigt die Untersuchung, daß die in einer früheren Untersuchung bei Bleimangelratten aufgetretene Panzytopenie nicht auf eine Störung der Blutzellbildung zurückzuführen sein dürfte, während sich aufgrund der gemessenen Hämolysemarker ansatzweise Anhaltspunkte für eine vermehrte periphere Hämolyse ergaben.The effects of an alimentary lead deficiency on bone marrow morphology and several laboratory parameters of hemolysis were examined in two growth- and one generation-experiments with female Sprague Dawley rats. The animals were fed a semisynthetic casein-based diet supplemented with 0 ppb up to 800 ppb lead as Pb-II-acetat-3-hydrate. The evaluation of the bone marrow did not show differences among the groups with different lead supply in the diet. Concerning the laboratory parameters of hemolysis it has been shown that the hemoglobin concentration of plasma and the lactate-dehydrogenase activity of serum were increased and the haptoglobin concentration of serum was decreased in the groups fed the diets poor in lead relative to lead-adequate animals. The activity of glutathione peroxidase and the glutathione concentration in red blood cells were increased in the groups fed the lead-deficient diet compared to lead-adequate groups. In conclusion, the study shows that the pancytopenia observed recently in lead-deficient rats is not caused by disturbed hematopoesis, whereas some parameters measured suggest that there exists increased hemolysis in lead-deficient rats.
Keywords: Alimentärer Pb-Mangel; Ratte; temporäre Panzytopenie; Knochenmarksuntersuchung; Hämolysemarker; Lead deficiency; rat; temporary pancytopenia; evaluation of bone marrow morphology; laboratory parameters of hemolysis

A digestion experiment with growing rats was conducted to study the effect of native and broken pollen of Chinese Masson Pine (Pinus massoniana) on fecal composition and digestibilities of dry matter, crude protein and crude ash. For that issue each 10 of 30 animals were fed a semisynthetic diet containing either no pollen or an addition of 6 % native or broken pollen for 17 days at restricted amounts. In a second experiment each 6 of 12 growing rats received a semisynthetic diet containing either no or 5 % broken pollen. At day 4, 11 and 18 samples of the feces were collected and analyzed for mesophilic aerobic bacteria. The pollen contained large amounts of cell wall constituents (26–30 % lignin and 10–15 % cellulose, 2–13 % hemicellulose) with higher values found in native pollen. The contents of crude protein, crude fat, total lipids, available carbohydrates (starch and sugars), crude ash, gross energy and metabolizable energy were 13 %, 2–10 %, 8–10 %, 17–18 %, 3.1–3.5 %, 21–22 kJ/g and 5.7–9.0 kJ/g. The addition of native pollen to the diet increased the total amount of feces by 71 % as compared to the control level. The fecal contents of dry matter and of crude protein and crude ash in fecal dry matter changed by −5, +4 and −5 percentage units. The apparent digestibilities of dry matter and crude protein decreased by 3 and 5 percentage units, respectively, while the apparent digestibility of crude ash remained unchanged. Broken pollen acted in the same direction, however the effects were about 20 % less pronounced as compared to native pollen. The pollen feeding reduced the fecal germ contents ofProteus mirabilis andEscherichia coli, while the amounts of α-hemolysing streptococci was increased. In total, the observed effects of an addition of native broken or pollen to the diet seemed to be based mainly on the increased intake of cell wall constituents.In einem Verdauungsversuch mit wachsenden Ratten wurde die Wirkung von nativem oder gemahlenem Pollen der chinesischen Masson Pinie (Pinus massoniana) auf die Zusammensetzung des Kots und die Verdaulichkeit von Trockenmasse, Rohprotein und Rohasche geprüft. Dazu erhielten je 10 von 30 Tieren 17 Tage lang restriktiv eine semisynthetische Diät entweder ohne Pollen oder mit einem Zusatz von 6 % nativen oder gemahlenen Pollen. In einem weiteren Experiment wurde an je 6 von 12 wachsenden Ratten eine semisynthetische Diät verfüttert, die entweder keine oder 5 % gemahlene Pollen enthielt. Nach 4, 11 und 18 Tagen wurden Kotproben gezogen und deren Gehalte an mesophilen aeroben Bakterien analysiert. Die Pollen enthielten hohe Mengen an Gerüstsubstanzen (26–30 % Lignin und 10–15 % Cellulose, 2–13 % Hemicellulose), wobei die nativen Pollen die jeweils höheren Werte aufwiesen. Die Gehalte an Rohprotein, Rohfett, Gesamtfett, verwertbaren Kohlenhydraten (Stärke und Zucker), Rohasche sowie Brutto- und umsetzbarer Energie betrugen 13 %, 2–10 %, 8–10 %, 17–18 %, 3,1–3,5 %, 21–22 kJ/g bzw. 5,7–9,0 kJ/g. Der Zusatz nativer Pollen zur Diät erhöhte die fäkale Ausscheidung an Frischmasse um 71 % gegenüber der Kontrollgruppe. Der Trockenmassegehalt des Kots und die Konzentrationen an Rohprotein und Rohasche in der Kottrockenmasse veränderten sich gegenüber dem Kontrollniveau um −5, +4 und −5 Prozentpunkte. Die scheinbaren Verdaulichkeiten der Trockenmasse und des Rohproteins sanken um 3 bzw. 5 Prozentpunkte, während die scheinbaren Verdaulichkeiten der Rohasche unverändert blieben. Gemahlene Pollen hatten die gleiche Wirkungsrichtung wie native Pollen, der Gesamteffekt war jedoch im Mittel um etwa 20 % schwächer ausgeprägt. Die Verfütterung von Pollen reduzierte die fäkalen Keimzahlen vonProteus mirabilis undEscherichia coli, während die Gehalte an α-hämolysierenden Streptokokken zunahm. Insgesamt dürften die beobachteten Effekte des Zusatzes von nativen und gemahlenen Pollen zur Diät weitgehend auf die erhöhte Zufuhr von pflanzlichen Gerüstsubstanzen zurückzuführen sein.
Keywords: Pollen; Chinese Masson Pine; nutritive value; feces; digestibility; Pollen; Chinesische Masson Pinie; Nährwert; Fäzes; Verdaulichkeit

Food allergies in birch pollen allergic patients have been shown to be due to cross-reactivities of specific IgE antibodies which are directed against birch pollen allergens with related proteins in fruit, nuts and vegetables. We identified a new cross-reactive structure of 35 kDa in birch pollen and some plant food extracts by Enzyme Allergosorbent Test (EAST) and immunoblot inhibition studies. The 35 kDa birch pollen protein is a minor allergen to which approximately 10–15 % of birch pollen allergic individuals have specific IgE. Our data demonstrate that there is cross-reactivity of this protein with proteins of comparable size from lychee, mango, banana, orange, apple, pear and carrot. While the 35 kDa protein is immunologically independent of the major birch pollen allergen Bet v 1, we also observed IgE binding to a 34 kDa structure which appears to be a Bet v 1 dimer.Viele Studien belegen, daß das Phänomen der birkenpollenassoziierten Nahrungsmittelallergie auf spezifische IgE-Antikörper zurückzuführen ist, die primär gegen Birkenpollenallergene gerichtet sind und mit verwandten Proteinen in Obst, Nüssen und Gemüse kreuzreagieren. Wir haben ein neues Muster der Kreuzreaktivität identifiziert, das auf einem 35 kDa - Protein aus Birkenpollen beruht. Es handelt sich um ein Minorallergen der Birke, gegen das ca. 10–15 % der Birkenpollenallergiker spezifische IgE-Antikörper aufweisen. Inhibitionsstudien mit dem Enzymallergosorbens-Test (EAST) und mittels Immunoblot zeigen die Kreuzreaktivität dieses Proteins zu Proteinen vergleichbarer Größe aus Litschi, Mango, Banane, Orange, Apfel, Birne und Karotte. Das 35 kDa-Protein ist immunologisch unabhängig von Bet v 1, dem Hauptallergen der Birke. Dagegen haben wir auch ein Protein mit einer Größe von 34 kDa beobachtet, bei dem es sich vermutlich um ein Bet v 1-Dimer handelt.
Keywords: Pollenallergene; Lebensmittelallergence; exotische Früchte; Kreuzreaktivität; IgE-Immunoblotting; Food allergens; pollen allergens; cross-reactivity; exotic fruit; IgE-immunoblotting

The effects of four equienergetic breakfasts with varying fiber and macronutrient contents on hunger and satiety ratings, on subsequent lunch intake, and on postprandial carbohydrate and fat metabolism were investigated in normal weight male subjects in two experiments, in which lunch was offered at a predetermined time (Experiment 1) or in which the subjects were free to choose when to eat lunch (Experiment 2). Consumption of either a commercially available high fiber cereal (HFC, 10 % fiber), a medium fiber cereal (MFC, 7 % fiber), a low fiber cereal (LFC, 3 % fiber), or a standard continental breakfast (0 % fiber) on nonconsecutive days did not differentially affect hunger and satiety ratings, the size or microstructure of the subsequent lunch, and the breakfast to lunch intermeal interval (in Experiment 2). Plasma concentrations of glucose, lactate, and insulin increased more after the LFC breakfast than after the other breakfast varieties. A reactive postprandial hypoglycaemia occurred after the LFC breakfast, shortly before lunch. The plasma concentrations of fat metabolites (triglycerides, free fatty acids, β-hydroxybutyrate) and of glucagon were not differentially affected by the breakfast varieties. The results are consistent with the assumption that energy content of a meal is the major determinant of subsequent energy intake in man and that fiber content and macronutrient composition have only a modulating effect.Der Einfluss von 4 isoenergetischen Frühstücken mit unterschiedlichem Nahrungsfaser-und Makronährstoffgehalt auf Hunger und Sättigung, auf das nachfolgende Mittagessen sowie auf den postprandialen Kohlenhydrat-und Fettstoffwechsel wurde an normalgewichtigen, männlichen Probanden in 2 Experimenten untersucht, in denen das Mittagessen entweder zu einem vorbestimmten Zeitpunkt angeboten wurde (Experiment 1), oder in dem die Probanden selbst den Zeitpunkt des Mittagessens bestimmen konnten (Experiment 2). Der Verzehr eines handelsüblichen Müslis mit hohem (10 %), mittlerem (7 %) und niedrigem (3 %) Fasergehalt (HFC, MFC und LFC) oder ein Standard-Frühstück (0 % Fasern) hatten keinen unterschiedlichen Einfluß auf Hunger und Sättigung, Grösse und Mikrostruktur des folgenden Mittagessens und auf die Zeitspanne zwischen Frühstück und Mittagessen (in Experiment 2). Die Plasmakonzentrationen von Glucose, Lactat und Insulin stiegen nach dem LFC-Frühstück stärker an als nach den anderen Frühstücksvarianten. Eine reaktive postprandiale Hypoglykämie trat nach dem LFC-Frühstück kurz vor dem Mittagessen auf. Die Plasmakonzentrationen von Metaboliten des Fettstoffwechsels (Triglyceride, freie Fettsäuren, β-Hydroxybutyrate) und von Glucagon wurden durch die Frühstücksvarianten nicht unterschiedlich beeinflusst. Die Resultate stehen im Einklang mit der Annahme, daß der Energiegehalt einer Mahlzeit die wichtigste Determinante für die nachfolgende Energieaufnahme ist. Der Faser- und Makronährstoffgehalt scheinen diesbezüglich nur einen modulierenden Effekt zu besitzen.
Keywords: Microstructure of eating; dietary fiber; macronutrients; mechanisms of satiety; cereals; metabolites; Mikrostruktur des Essens; Nahrungsfasern; Makronährstoffe; Mechanismen der Sättigung; Müslis; Metabolite

In einer experimentellen Langzeitstudie erhielten 70 Frauen (40
Keywords: Energieregulation; Fettaufnahme; Kompensation; Adipositas; Gewichtsreduktion; Energy regulation; fat intake; compensation; obesity; weight

Im Hinblick darauf, ob Jugendliche zu übermäßigem Konsum bei den neuartigen Erfrischungsgetränken neigen, sollte geprüft werden, wie diese seit einiger Zeit in Deutschland verfügbaren, neuartigen Coffein-Drinks (NCD) von Jugendlichen angenommen und konsumiert werden. Im Sommer und Herbst 1994 wurden drei Umfragen in verschiedenen Schulen in Deutschland (Aachen, Köln, Wuppertal, Berlin-West und Berlin-Ost) durchgeführt. Gefragt wurde bei 1 265 Schülerinnen und Schülern nach demBekanntheitsgrad der NCD (Befragungsmodul I) und bei 875 von ihnen nach demKonsum (Befragungsmodul II). Bei 727 Schülerinnen und Schülern wurde darüber hinaus eine Vergleichsbefragung (Konsum an NCD im Vergleich zu herkömmlichen Cola-Getränken) vorgenommen (Befragungsmodul III).Bei den verschiedenen Fragen gaben insgesamt 93,6 % der Jugendlichen an, die NCD zukennen, 53,3 % sie schon einmalprobiert zu haben; 23 % der Jugendlichen tranken diese Getränkegelegentlich (häufiger (1–7 Dosen/Woche). Es zeigte sich eine klare Abhängigkeit des Konsumverhaltens vom Geschlecht und Alter. Dabei ist bemerkenswert, daß auch in der jüngsten getesteten Gruppe (10–13 Jahre alt) 30,7 % der Mädchen bzw. 50 % der Jungen die NCD schonprobiert haben und sic zu 5,2 bzw. 23,1 %gelegentlich konsumieren.In der Vergleichsbefragung mit dem Modul III gaben 9,5 % der befragten Jugendlichen an, Cola-Getränkenicht zu trinken, 36,6 % „gelegentlich“, 30,9 % „häufiger“, 8,6 % „oft“ und 11,6 % „sehr oft“ bzw. ‚sehr viel“ (letztere Kategorie entspricht mehr als 2 Dosen pro Tag). Für die NCD lagen die entsprechenden Häufigkeiten bei 69,9 % (Nicht-Trinker), 23,3 % ‚gelegentlich“, 3,3 % ‚häufiger“, 0,3 % ‚oft“ und 0,6 % ‚sehr oft“ bzw. ‚sehr viel“.Aus den Ergebnissen läßt sich schließen, daß fast alle Jugendlichen in Deutschland die NCD kennen und überwiegend maßvoll mit diesen neuartigen Getränken umgehen. Sie bevorzugen Cola-Getränke. Da offensichtlich einige wenige Jugendliche zu extremem Konsum neigen bzw. schon in relativ jungem Alter zu den NCD greifen, sollte die Entwicklung der Verzehrsgewohnheiten weiterhin aufmerksam verfolgt werden.It was the aim of the present study to evaluate how adolscents in Germany accept and consume the new caffeineated drinks (NCD), which can now be legally marketed in Germany. In summer and fall 1994, three surveys were carried out at different schools in Germany (Aachen, Cologne, Wuppertal, Berlin-West and Berlin-Ost). 1 265 boys and girls were asked foracquaintance with NCD (module I) and 875 of them aboutconsumption (module II). With 727 pupils a third question (module III) was applied by which consumption of Cola drinks compared to that of NCD could be quantified.In total, 93.6 % of the young people indicated toknow about the NCD, and 53.3 % to havetasted these new drinks. Consumption was reported assometimes (<1 can/week) from 23 % and asrepeatedly (1–7 cans/week) from 3 %.Acquaintance andconsumption were clearly related to age and gender, but even the youngest group (10–13 years old) indicated to havetasted the NCD (30.7 % in females and 50 % in males) and to drink themsometimes (5.2 % in females and 23.1 % in males). In the series with question module III 9.5 % reportednot to drink cola, 36.6 % to drink cola“sometimes“, 30.9 %“repeatedly”, 8.6 %“often” and 11.6 %“frequently” (>2 cans/day). The corresponding figures for the NCD were 69.9 % (non-drinkers), 23.3 %“sometimes”, 3.3 %“trepeatedly”, 0.3 %“often” and 0.6 %“frequently”.The results suggest that all young people in Germany know about the NCD but actually consume these new drinks moderately. They prefer cola drinks. The observation, however, that a small group may consume extreme amounts and that even very young pupils consume the NCD regularly should give rise to have a close look at the consumption pattern in the near future.
Keywords: Erfrischungsgetränke; Energy Drinks; Coffein; Taurin; Caffeine; energy drinks; refreshing drinks; taurine