European Journal of Nutrition (v.35, #2)

Zink — Update eines essentiellen SpurenelementsZink — Update of an essential trace element by G. Rimbach; A. Markant; Prof. Dr. J. Pallauf; K. Krämer (123-142).
Seit der Entdeckung der Essentialität des Zinks für Mensch und Tier ist der wissenschaftliche Erkenntnisfortschritt experimenteller Zinkforschung auf den Gebieten der Ernährungsphysiologie, Biologie und Medizin drastisch angestiegen. Im vorliegenden Übersichtsartikel werden historische Meilensteine der Zinkforschung, homöostatische Regulationsmechanismen der Zinkabsorption sowie Einflußfaktoren und Interaktionseffekte auf die Bioverf:ugbarkeit des Nahrungszinks beschrieben. Weiterhin wird die biochemische und molekularbiologische Bedeutung des Zinks in der Enzymregulation, Genexpression, Endokrinologie, Immunologie und bei oxidativem Streß behandelt. Neben der klinischen Bedeutung von Zinkmangel und -toxizität werden auch nationale und internationale Empfehlungen zur Zinkzufuhr und potentielle Diagnosekriterien zur Beurteilung des Zinkstatus angesprochen.Since the recognition of zinc as an essential trace element in man and animals there has been a remarkable progress in our knowledge of the role of zinc in nutritional physiology, biology and medicine during the last few decades. Highlights in zinc research, mechanisms and homeostatic regulation of zinc absorption, sources of zinc intake, dietary factors and mineral interactions affecting zinc bioavailability are reviewed in the present paper. This is followed by an overview of the biochemical functions of zinc in enzymes, gene expression, endocrinology, immunology and oxidative stress. General signs and metabolic consequences of zinc deficiency as well as excessive intake and toxicity of zinc are summarized. Furthermore, national and international dietary zinc recommendations and different methods to determine the zinc status are discussed.
Keywords: Zink-Absorption und Homöostase; Bioverfügbarkeit des Nahrungszinks und Interaktionseffekte; Zink und Enzymregulation, Genexpression, Endokrinologie, Immunologie und oxidativer Streß; Zinkmangel und -toxizität; Empfehlungen zur Zinkzufuhr und Diagnose des Zinkstatus; Zinc absorption and homeostatic regulation; zinc bioavailability and mineral interactions; zinc and enzymes, gene expression, endocrinology, immunology and oxidative stress; dietary zinc recommendations and diagnosis of zinc status

Im Auftrag des Schulreferats der Stadt München wurden an der Technischen Universität München-Weihenstephan insgesamt 83 Kinder sowie deren Eltern und 23 Erzieherinnen in 5 Münchner Kindergärten zu ihren Nahrungspräferenzen befragt und ihre sozial-kulturellen Einflüsse untersucht. Die Ergebnisse zeigten, daß die Staatsangehörigkeit und Religion der Mutter wesentlich zur Entstehung und Festigung der Verzehrsgewohnheiten von Kindern beitragen. Als weitere wichtige Einflußfaktoren erwiesen sich die Kindergartengruppe, der Beruf des Vaters, das Geschlecht und das Alter der Kinder.Beim Vergleich der Nahrungspräferenzen von Kindern und ihren Bezugspersonen zeigte sich, daß die Vorlieben und Abneigungen von Kindern und ihren eigenen Müttern/Erzieherinnen/Gruppenkameraden ähnlicher waren als die von Kindern und Müttern/Erzieherinnen/Gruppenkameraden anderer Kindergartenkinder. Daraus wird der Schluß gezogen, daß die eigene Mutter und Bezugspersonen einen hohen Einfluß bei der Ausprägung von Nahrungspräferenzen haben.This study was conducted by the Technical University of Munich-Weihenstephan on behalf of the Department of Education of the city of Munich.A total of 82 children as well as their parents and 23 kindergarten teachers in five Munich kindergartens were questioned about their food preferences, and their sociocultural data were gathered. The results showed that the nationality and the religion of the mother were fundamental to the origin and consolidation of the eating habits of the children. Other important und influencing factors were: the peer group and the teachers in the kindergarten, the father's job, the sex and the age of the children.When comparing the food preferences of the children and their role models, it was found that the preferences and aversions were more similar to those of their own mothers/teachers/members of the peer group than to those of children of other peer groups, other parents or other teachers.
Keywords: Nahrungspräferenzen; Verzehrsgewohnheiten; Lieblingsspeisen; Ernährungserziehung; sozial-kulturell; Food preferences; eating habits; favorite foods; nutritional education; sociocultural data

Eine von Ende 1990 bis Ende 1991 in Potsdam durchgeführte Modellstudie an anfangs 222 Personen wurde unter dem Aspekt von Veränderungen der Energie- und Nährstoffaufnahme ausgewertet. Die für 1991 ermittelten Trends — dargestellt durch 2 spezifische Trendparameter — wurden unter Beachtung von Ergebnissen über die Ernährungssituation in der ehemaligen DDR diskutiert. Ansätze zu einer Verbesserung der Ernährungssituation wurden sichtbar (z.B. Verzehrszunahmen bei Vitamin A, Vitamin C und Calcium sowie -abnahmen bei Energie und Cholesterin).A nutritional model study was carried out in Potsdam from December 1990 until December 1991 involving 222 persons at the beginning. Changes of the energy and nutrient intake were evaluated. The trends established in 1991 — demonstrated by means of two specific trend parameters — have been discussed with regard to the results of the nutritional situation in the former GDR. First signs for an improvement of nutritional situation were visible (e.g., increase of consumption of vitamin A, ascorbic acid and calcium as well as decrease of consumption of energy and cholesterol).
Keywords: Energie- und Nährstoffaufnahme; Trends; Bedeutung einzelner Lebensmittel-gruppen; Modellstudie; neue Bundesländer; Intake of energy and nutrients; trends; importance of several food groups; model study; new German States

Historische Entwicklung von Empfehlungen zur NährstoffzufuhrHistorical development of dietary recommendations by Dipl. oec. troph U. Hauber; Prof. Dr. M. Neuhäuser-Berthold (157-162).
Die Entdekkung der präventiven Wirkung von Zitronensaft gengen Skorbut führte 1753 zu einer ersten Empfehlung zur Nährstoffzufuhr. In den wirtschaftlich angespannten Jahren des folgenden Jahrhunderts und vor dem Hintergrund der Wirtschaftskrise nach dem 1. Weltkrieg entwikkelten sich mehrere Konzepte zu Empfehlungen für die Nährstoffzufuhr, welche primär der Erhalt der Arbeitsfähigkeit der Männer und die Bekämpfung des Hungers zum Ziel hatten. Mit zunehmenden Erkenntnissen zum Bedarf des Menschen an essentiellen Nährstoffen kam es zu einer deutlichen Unterscheidung zwischen bisherigen Empfehlungen und Empfehlungen auf der Basis gesundheitspolitischer Erwägungen. Insbesondere das amerikanische Food and Nutrition Board lenkte mit seiner ersten Ausgabe der Recommended Dietary Allowances 1941 die Ansprüche an die Empfehlungen zur Nährstoffzufuhr in Richtung der Verbesserung und Aufrechterhaltung des Gesundheitszustandes der gesamten Bevölkerung. Seit den 70er Jahren erfolgt eine verstärkte nationale und internationale Arbeit auf dem Gebiet der Nährstoffempfehlungen. Vor dem Hintergrund der wachsenden Anforderungen an die Empfehlungswerte werden derzeit neue Direktiven für die Revision der amerikanischen Recommended Dietary Allowances diskutiert.The discovery of the preventive action of lemon juice against scorbut led to a first recommendation on dietary intake in 1753. During the tight economic situation of the following century and in face of the economic crisis after the World War I, several concepts of dietary recommendations developed, all of which primarily served to relieve starvation and hunger and to maintain the ability to work of males. Increasing knowledge of human requirements for essential nutrients led to a clear distinction between dietary standards and health policy recommendations. With their first set of Recommended Dietary Allowances in 1941, especially the American Food and Nutrition Board directed concepts towards the improvement and maintenance of health of all people. National and international work on dietary recommendations took place to an increased extent in the 1970s. In face of currently expanding demands on dietary recommendations at present new directives for the revision of the American Recommended Dietary Allowances are discussed.
Keywords: Empfehlungen zur Nährstoffzufuhr; historische Entwicklung; Recommended Dietary Allowances; historical development

Nährstoffgehalt in Tagesverpflegungen ausgewählter hessischer Altenheime by Dr. A. Stelz; S. Winter; C. Gareis; H. Taschan; E. Muskat (163-171).
Die Verpflegung von zwanzig hessischen Altenheimen wurde an sieben aufeinanderfolgenden Tagen gesammelt. Kalorienfreie Getränke wurden nicht miterfaßt. Die Komponenten der einzelnen Mahlzeiten wurden gewogen und protokolliert und zu je sieben Tagesproben zusammengefaßt. Der Energie-, Protein-, Fett-, Kohlenhydrat- und Ballaststoffgehalt der Tagesproben wurde zum einen analytisch bestimmt, zum anderen mit Hilfe der Nährwerttabellen des Bundeslebensmittelschlüssels rechnerisch ermittelt. Außer bei den Ballaststoffen lagen im Durchschnitt die berechneten über den analysierten Gehalten. Verglichen mit den Empfehlungen der Deutschen Gesellschaft für Ernährung für die Nährstoffzufuhr von Senioren waren der Energie-, Fett- und Proteingehalt der angebotenen Kost zu hoch. Die Empfehlung, 50 % der Energiezufuhr durch Kohlenhydrate abzudecken, wurde nicht erreicht. Bemerkenswert war, daß der Ballaststoffgehalt den empfohlenen Wert von 30 g pro Tag überschritt. Eine ähnliche Studie wurde in Hessen bereits 1982 durchgeführt. In bezug auf den Energie-, Protein-, Fett- und Kohlenhydratgehalt hat sich seit der ersten Untersuchung wenig verändert.Daily diet from 20 nursing homes for the elderly in the German state of Hessen was collected over a period of 7 days. Caloric free beverages were not included. After weighing and protocoling, the components of the meals were combined to one sample per day. Energy, protein, fat, carbohydrate and dietary fiber content was determined by analytical methods and by calculation using the nutrient table Federal Foodstuffs Key (Bundeslebensmittelschlüssel). Mean calculated contents exceeded analytical determined data except for dietary fibre. In comparison to the recommendations of the German Association for Nutrition (Deutsche Gesellschaft für Ernährung) concerning nutrient intake of the elderly, energy, fat and protein content of the daily diet were too high. Carbohydrate content did not reach the recommendations, being at least 50 % of energy intake. It is remarkable that dietary fibre content exceeded the recommendations of 30 grams per day. In Hessen a similar study was already done in 1982. Regarding energy, protein, fat and carbohydrate content, only negligible changes could be stated since that time.
Keywords: Tagesverpflegung; Altenheime; Energie; Nährstoffe; Daily diet; nursing homes for the elderly; energy; nutrients

In vorliegender Arbeit wird der Versuch einer Möglichkeit zur quantitativen Einschätzung von Verzehrsmengen ausgewählter, präventiv bedeutungsvoller Nahrungsmittelgruppen auf der Grundlage einer Methodenkombination von Häufigkeits- und 3-Tage-Ernährungsprotokollen dargestellt. Grundlage ist ein 3-Tage-Protokoll der MONICA-Stichprobe 1984/85 der damaligen DDR.Für die dargestellten Produktgruppen wird diese Mcthodenkombination für große ernährungsepidemiologische Studien (z.B. Krebsoder Herz-Kreislauf-Kohorten-Studien) zur quantitativen Einschätzung von Ernährungsgewohnheiten vorgeschlagen. Weitergehende Untersuchungen zu Korrekturfaktoren für möglicherweise auftretende Verzerrungen bei sehr geringer oder hoher Verzehrshäufigkeit sind notwendig.With this paper we attempt to present a possible way of making quantitative estimates of the quantities of selected, preventively important food stuff groups consumed using a food frequency questionnaire together with a 3-day dietary protocol. The 3-day dietary protocol used in the 1984/85 MONICA survey of the former GDR is used as the standard.For large nutritional/epidemiological studies (e.g., cancer or cardiovascular cohort studies) this combination of methods is suggested as a means of arriving at quantitative estimates for nutritional habits in relation to the product groups presented here. Further investigations regarding correction factors are necessary where the food frequency is either very low or very high to detect potential inaccuracy.
Keywords: Ernährungsepidemiologie; food frequency questionnaire (FFQ); quantitative, individuelle Ernährungserhebung; Methodenvergleich; Nutritional epidemiology; food frequency questionnaire (FFQ); quantitative, individual nutritional questionnaire; comparison of methods

The nutritional value of a micro-encapsulated fish oil product has been investigated. Three groups of 10 male Wistar rats each were fed diets containing 20% (w/w) of fat, and only the type and form of the fat added was different. In the test groups 5% (w/w) of fish oil either as such or in a micro-encapsulated form was incorporated in the diets. The remaining fat was lard supplemented with corn oil to a dietary content of linoleic acid at 10% (w/w). The control group received lard and corn oil only. A mixture similar to the dry matter in the micro-encapsulated product was also added to the diets not containing this product.The uptake of marine (n-3) polyunsaturated fatty acids (PUFA) from both types of fish oil supplement was reflected in the fatty acid profiles of liver phosphatidyl cholines (PC), phosphatidyl ethanolamines (PE), triglycerides (TG) and cardiolipin (CL). A suppression of the elongation of linoleic acid leading to a higher concentration of this fatty acid in liver PC and PE was also observed.The concentration of total lipids, triglycerides, cholesterol and phospholipids in liver was similar in all groups. Supplements of long chain (n-3) PUFA did not influence the concentration of plasma TG but lowered the level of plasma cholesterol.No change in the oxidative status, measured as glutathione peroxidase activity and cytochrome P450 concentration in the liver, was found after feeding with fish oil either directly or in the micro-encapsulated form. Intake of (n-3) PUFA lowered the concentration of vitamin E in plasma while the content of vitamin E in the liver was unchanged.Overall, fish oil and micro-encapsulated fish oil resulted in the same fatty acid pattern in the major lipid classes and the same concentrations of liver and plasma lipids. Furthermore, supplementation of fish oil or micro-encapsulated fish oil did not induce oxidative stress when the diets were supplemented with ambient concentrations of antioxidants. It is concluded that micro-encapsulated fish oil is suitable for increasing the intake of (n-3) PUFA by fortification of normal daily food ingredients.Der ernährungsphysiologische Wert eines mikroverkapselten Fischölprodukts wurde untersucht. Drei Gruppen mit je zehn männlichen Wistar-Ratten erhielten isokalorisches Futter mit 20 Gew. % Fettanteil. In den beiden Testgruppen wurde 5 Gew. % Fischöl entweder in der freien oder in der mikroverkapselten Form der Nahrung beigemischt. Der restliche Fettanteil bestand aus Schmalz und Maisöl mit einem Anteil von 10 Gew. % Linolsäure. Die Kontrollgruppe erhielt nur Schmalz und Maisöl. Die fettfreie Matrix des mikroverkapselten Produkts wurde dem Futter der Kontrollgruppe beigemischt, so daß sie in jedem Futter vorhanden war.Die Aufnahme von marinen, (n-3) mehrfach ungesättigten Fettsäuren (PUFA) aus den beiden unterschiedlichen Fischöldiäten spiegelt sich im Fettsäureprofil der Phosphatidylcholine (PC), Phosphatidylethanolamine (PE), Triglyceride (TG) und Cardiolipin (CL) der Leber wider. In diesen Gruppen wurde auch eine Hemmung der Elongation von Linolsäure beobachtet, was zu höheren Werten dieser Fettsäure in Leber-PC und -PE führte.Die Konzentrationen an Gesamtlipiden, Triglyceriden, Cholesterin und Phospholipiden in der Leber waren in allen Gruppen gleich. Zusätze von langkettigen (n-3) PUFA beeinflußten die Konzentration der Plasma-TG nicht, erniedrigten jedoch den Plasma-Cholesterinspiegel.Die Bestimmung der Glutathion-peroxidase-Aktivität und Cytochrom-P450-Konzentration in der Leber zeigte keine Veränderung des oxidativen Zustands nach Fütterung von freiem bzw. mikroverkapseltem Fischöl. Die Aufnahme von (n-3) PUFA verringerte die Vitamin-E-Konzentration im Plasma, während der Gehalt an Vitamin E in der Leber unverändert blieb.Zusammengefaßt kann gesagt werden, daß die Fütterung von Fischöl und mikroverkapseltem Fischöl zum gleichen Fettsäuremuster in verschiedenen Lipidklassen (TG, PC, PE, CL) und zu vergleichbaren Konzentrationen von Leber-und Plasmalipiden führt. Außerdem führen Zusätze von Fischöl oder mikroverkapseltem Fischöl zu keinem oxidativen Stress, wenn dem Futter Antioxidantien in ausreichender Menge zugesetzt wurden. Daraus kann man schließen, daß Zusätze von mikroverkapseltem Fischöl zu Lebensmitteln geeignet sind, die tägliche Aufnahme von (n-3) PUFA zu erhöhen.
Keywords: Fish oil; micro-encapsulation; lipids; rats; fatty acids; oxidative status; vitamin E; Fischöl; Mikroverkapselung; Lipide; Ratten; Fettsäuren; oxidativer Zustand; Vitamin E

Butter weist einen hohen Anteil an Laurin-, Myristin-und Palmitinsäure auf, die als hypercholesterämisch gelten. Ein Austausch des üblichen Nahrungsfettes durch Rapsöl bewirkt beim Menschen einen Abfall des Serumcholesterols.Durch Verfütterung verschiedener Mengen von Vollfettraps und ölreichem Rapskuchen an Milchkühe sollte geprüft werden, inwieweit das Fettsäurenspektrum der Milch qualitativ zu verbessern ist. Die Ergebnisse zeigen einen signifikanten Anstieg der Jodzahl und damit der Streichfähigkeit des Butterfettes. Die Anteile an Laurin-, Myristin-und Palmitinsäure (LMP) verminderten sich um etwa 18 % der Gesamtfettsäuren. Signifikante Anstiege ergaben sich besonders für die Stearin- und Ölsäure, aber auch für dietrans-Vaccensäure.Es kann gefolgert werden, daß durch den erhöhten Anteil an cholesterolsenkenden Fettsäuren (C18 und C18:1) sowie die Abnahme der cholesterolsteigernden Fettsäuren (LMP) eine Butter mit verbesserten ernährungsphysiologischen Eigenschaften zur Verfügung steht.Butter is rich in lauric, myristic, and palmitic acids which are assumed to be hypercholesterolemic. The replacement of usual dietary fat by rapeseed oil induces a serum cholesterol decrease.The objective of the study consisted in measuring the influence of feeding different amounts of full-fat rapeseed or oil-rich rapeseed cake to dairy cows to improve the fatty acid composition of milk fat.The results demonstrate a significant increase of iodine number and spreadability of butter. The percentage of lauric+myristic+palmitic acid (LMP) decreased by about 18 % of whole fatty acids. Stearic and oleic acid increased significantly but the percentage oftrans octadecenoic acid increased too.It can be concluded that the special butter has a nutritionally improved fat characterized by an increase of cholesterol-lowering fatty acids (C18 and C18:1) and a decline of cholesterol-elevating fatty acids (LMP).
Keywords: Butterfett; Rapsöl; trans-Fettsäuren; Laurin-, Myristin- und Palmitinsäure; Stearin- und Ölsäure; Butterfat; rapeseed oil; trans fatty acids; lauric, myristic and palmitic acid; stearic and oleic acid

Im Rahmen einer offenen, prospektiven Studie wurden 20 Dyslipoproteinämiepatienten der Typen IIa, IIb und IV mit nachgewiesener Koronarsklerose mit einem standardisierten Omega-3-Fettsäurekonzentrat behandelt. Es galt, die bisher in der Literatur dargestellten Effekte von Omega-3-Fettsäuren auf den Lipidstoffwechsel auch bei täglicher Verabreichung von Dosismengen unterhalb der Grammgrenze in ihrer Gültigkeit zu überprüfen und gleichzeitig den Versuch einer Schwellendosisbestimmung vorzunehmen. Es wurden sequenziell ansteigende Omega-3-Fettsäuredosierungen von 0,18 bis 1,1 Gramm pro Tag über vier Untersuchungszeiträume von jeweils zwei Wochen supplementiert. Im Vordergrund stand eine gruppenübergreifende Reduktion der Gesamt-Triglyzeridfraktion, während die Fraktionen von Gesamt-Cholesterin und LDL-Cholesterin, mit Ausnahme einer leichten Erhöhung der LDL-Fraktion beim Hyperlipoproteinämietyp IV, keinen Veränderungen unterlagen. Im Bereich der HDL-Cholesterinfraktion reagierte vorzugsweise der Typ IIb mit einem signifikanten Anstieg, der sich im wesentlichen auf Veränderungen der HDL3-Subfraktion zurückführen ließ. Die niedrigste effektive Wirkdosis täglich zu supplementierender Omega-3-Fettsäuren, die sogenannte Schwellendosis, ist nach den vorliegenden Ergebnissen im Bereich zwischen 0,18 g und 0,35 g zu erwarten. Obgleich die gewonnenen Ergebnisse der Bestätigung durch randomisierte, plazebokontrollierte Untersuchungen bedürfen, geben sie in ihrer tendenziellen Qualität die in früheren Studien gefundenen Lipidveränderungen wieder. Dabei bestätigt sich die als atheroprotektiv einzuschätzende Reduktion der Plasma-Triglyzeride und Erhöhung des HDL-Cholesterins unter der Applikation hoch ungesättigter Omega-3-Fettsäuren an Dyslipoproteinämiepatienten bestimmter Fettstoffwechselstörungstypen selbst in Dosierungsstufen unterhalb der Grammgrenze.In a prospective study, 20 patients (aged 48–67 years) with primary hyperlipoproteinaemia of phenotypes IIa, IIb, IV and with proven coronary sclerosis received four different doses of long-chain polyunsaturated omega-3 fatty acids. 0.18 to 1.1 g per day were administered in the form of fish oil capsules over four 2-week periods. The aim was to study the effect of different low dose supplementations of n-3 fatty acids on the plasmalipid- and lipoprotein composition and to determine a threshold of effectiveness. Significant reduction of the triglyceride level was registered in all subjects with the greatest decrease in those patients who presented with the highest base levels. The cholesterol and LDL-cholesterol values on average remained almost unchanged, apart from a significant increase of LDL-cholesterol in patients with type IV hyperlipoproteinaemia. The HDL-cholesterol fraction also showed a significant increase in type IIb patients which was related to alterations of the HDL-3 subfraction. The minimal effective dose of a daily administration of omega-3 fatty acids can be expected between 0.18 g and 0.35 g. The observed changes of plasmalipids and lipoproteins reflect the beneficial effect of long-chain polyunsaturated omega-3 fatty acids in respect to plasma-triglyceride reduction and HDL-cholesterol increase as seen in other studies, despite the use of supplementations far below 1 g per day.
Keywords: Omega-3-Fettsäuren; Fischöl; Hyperlipoproteinämie; Fettstoffwechsel; Schwellendosis; Omega-3 fatty acids; fish oil; hyperlipoproteinemia; lipid metabolism; threshold of effectiveness

Aus Roggenmehl und Roggenkleie der Sorte „Clou“ werden der Protein-Inhibitor der α-Amylase und das lösliche Arabinoxylan isoliert. Die Anreicherung des α-Amylase-Inhibitors erfolgt durch Extraktion von Roggenmehl in wässriger CaCl2-Lösung (2 × 10−3M) unter Zusatz des Hemizellulasepräparates Veron HE (2 g/100 g Mehl), anschließende Dialyse und Lyophilisierung (Präparat I). Durch weitere Ammonsulfatfraktionierung und Aufarbeitung der Fraktion 20–50 % Sättigung wird Präparat II gewonnen. Das Arabinoxylanpräparat wird durch Extraktion von Roggenkleie in 80 % Ethanol bei 80 °C, Zentrifugation, wässrige Extraktion des Sedimentes, Dialyse und Lyophilisation gewonnen (Präparat I). Aus dem Extrakt wird Präparat II durch Ethanolfraktionierung und Aufarbeitung der Fraktion 20–50 % isoliert. Das durch Ammonsulfatfraktionierung gereinigte α-Amylase-Inhibitor-Präparat und das durch Ethanolfraktionierung angereicherte Arabinoxylanpräparat werden mit einem Testfutter, bestehend aus Weizenstärke und Casein, an diabetische und stoffwechselgesunde Ratten appliziert und im Blut der postprandiale Glucoseanstieg bestimmt. Es wird nachgewiesen, daß dieser sowohl durch den Inhibitor als auch durch das lösliche Arabinoxylan des Roggens im Vergleich zur Kontrolle nicht beeinflußt wird. Dagegen führte der α-Amylase-Inhibitor des Weizens zu einer signifikanten Verminderung des Glucoseanstiegs. Nach Verzehr einer Testmahlzeit mit zugesetztem α-Amylase-Inhibitor aus Roggen durch Stoffwechselgesunde und Typ-II-Diabetiker kann ebenfalls keine Veränderung der Blutglucosewerte nachgewiesen werden. Somit läßt sich die Senkung des Glucoseanstiegs durch das lösliche β-Glucan aus Hafer mit dem löslichen Arabinoxylan des Roggens nicht bestätigen. Daraus ergibt sich sowohl beim α-Amylase-Inhibitor als auch beim löslichen Pentosan/Glucan die Notwendigkeit, die Wirksamkeit bei jeder Getreideart zu prüfen.The protein inhibitor of the α-amylase (D-type) and the soluble arabinoxylan of rye (Var. Clou) were isolated from flour and bran, respectively. The isolation of the α-amylase inhibitor involves the extraction of rye flour in aqueous CaCl2-solution (2 × 10−3M) containing the hemicellulase preparation Veron HE (2 g/100 g flour), dialysis and lyophilization (preparation I) and further fractionation with ammonsulfate, using the fraction 20–50 % for isolation (preparation II). The arabinoxylan isolation is carried out using extraction of rye bran in 80 % ethanol (80 °C), centrifugation, aqueous extraction of the sediment, dialysis and lyophilization (preparation I). The further purification using the precipitate of the fraction 20–50 % leads to preparation II. The α-amylase inhibitor preparation II and the arabinoxylan preparation II were applied in a diet containing wheat starch and casein and fed to diabetic and healthy rats (Levis and Wistar). The postprandial increase of glucose was determined. It was detected that the postprandial increase of glucose is influenced neither by the α-amylase inhibitor nor by the soluble arabinoxylan in comparison to the control experiments. However, the α-amylase inhibitor of wheat significantly decreases the postprandial increase of glucose. The application of a test meal with α-amylase inhibitor of rye to health and diabetic of type-II-volunteers showed no variation of the blood glucose values. The reduction of the increase of glucose by the soluble β-glucan of oat cannot be confirmed for the soluble arabinoxylan of rye. We conclude that the effect of the α-amylase inhibitor as well as the soluble pentosan or glucan has to be examined for each cereal species.
Keywords: α-Amylase Inhibitoren; lösliches Arabinoxylan; Roggen; postprandiale Glykämie; diabetische Ratten; Type-II-Diabetiker; α-amylase-inhibitors; soluble arabinoxylan; rye; postprandial glycemia; diabetic rats; type-II-diabetics

Professor Dr. Dr. med. Peter Fürst, zum 60. Geburtstag by Prof. Dr. Peter Stehle (206-207).

Günther Wolfram zum 60. Geburtstag by Nepumok Zöllner (208-209).

Mitteilungen (210-211).