European Journal of Nutrition (v.31, #3)

Keywords: pathogenicity; epidemiology; food as a vehicle; prevention and control; animal production; food processing; Pathogenese; Epidemiologie; Vorkommen in Lebensmitteln; Prävention und Kontrolle; Tierische Lebensmittel; Lebensmittelverarbeitung

Citrinin by H. K. Frank (164-177).
Citrinin, a nephrotoxic mycotoxin, has been of growing importance also for the “International Agency for Research on Cancer”, ever since its presumable role in the occurrence of Balcan endemic nephropathy (BEN) was discussed at the congress on “Mycotoxins, Endemic Nepthropathy and Urinary Tract Tumours” held in Lyon in June 1991 (12). In late 1991, citrinin was therefore also included in the list of toxins to be examined by the screening subcommittees on natural toxins of the International Live Science Institute, European Branch.Es wird eine Übersicht zu dem Mykotoxin Citrinin gegeben. Dabei werden die Citrininbildner und ihre Begleittoxine, Bildungsbedingungen, das natürliche Vorkommen, der Einfluß der Be- und Verarbeitung sowie die Kinetik und die Toxikologie berücksichtigt. 106 Literaturzitate.
Keywords: mycotoxins; citrinin; citrinin producers; biological effects; natural occurrence; Mykotoxine; Citrinin; Citrininbildner; biologische Wirkung; natürliches Vorkommen

In einem Modellversuch mit 8 nichtgraviden, nichtlaktierenden Sauen wurde eine alternierende Mangel- und Überfütterung an Energie über 8 Wochen im Vergleich zur Fütterung auf Erhaltungsniveau durchgeführt. Das Experiment war in Form eines changeover-Plans angelegt. Energiemangel wurde mit einer Basisration realisiert, die 45 % des energetischen Erhaltungsbedarfs lieferte, alle anderen Nähr- und Wirkstoffe aber bedarfsdeckend enthielt. Normalzufuhr an Energie und Energieüberschuß wurden durch Zulage von Stärke hergestellt. Die Zufuhr an Bruttoenergie war in der Summe von Energiemangel und Energieüberschuß exakt gleich der Fütterung auf Normalniveau. Von jedem Tier wurde in jeder Rationsperiode eine vollständige Messung der C-, N- und Energiebilanz durchgeführt. Zusätzlich wurde der Bilanzstatus aller Sauen unter Normalfütterung vor und nach den change-over-Perioden ermittelt.Die alternierende Energiezufuhr hatte keine oder nur minimale Effekte auf die C- und Energieausscheidung in Kot, Harn und CH4. Dagegen war die Wärmeproduktion bei Energiemangel signifikant um 4,1 % erniedrigt und bei Energieüberschuß um 15,1 % erhöht. In der Summe lag die Wärmebildung bei alternierender Versorgung um 5,4 % höher als bei Normalfütterung. Dies hatte eine Mobilisation von täglich 1,1 MJ Körperenergie zur Folge und erklärte auch die Abnahme der Lebendmasse der Tiere um 2,0 kg. Die Wirkungsgrade der ME beliefen sich auf 88 % bei Energiemangel und auf 75 % bei Energieüberversorgung. Die Bilanzdaten nach der Versuchsbehandlung waren gegenüber den vor Versuch ermittelten Werten nicht verändert.Unter den vorliegenden Bedingungen des Energieüberschusses konnte kein Hinweis auf eine diätinduzierte regulatorische Komponente der Thermogenese gefunden werden. Die beobachteten Effekte ließen sich vollständig durch die Theorie der obligatorischen Wärmebildung bei Nährstofftransformation erklären. Im Energiemangel war dagegen eine Adaptation der Stoffwechselrate festzustellen.In a model experiment eight adult sows were used to examine the effect of successive periods of under- and oversupply of energy (MÜMÜ) on thermogenesis and efficiency of energy utilization in comparison to a constant maintenance supply (NNNN). Each treatment sequence was assigned to each animal according to a change-over design over 8 weeks. Before and after the treatment periods all the animals were fed at maintenance level (N). Energy deficiency (M) was performed by use of a basal diet with 45 % of maintenance energy requirements and values for all the other nutrients sufficient for requirements. Normal (N) and excessive (Ü) intakes of energy was provided with supplements of starch. The total intake of gross energy during the periods MÜMÜ was exactly the same as during NNNN. Complete energy balances were performed for each animal and period as well as during the pre- and post-experimental phase.There was no or little response of altered energy intake on carbon and energy excretion in faeces, urine and methane. However, heat production was significantly decreased by 4.1 % on energy deficiency, and increased by 15.1 % during energy oversupply. Summed up over the total sequence the animals produced 5.4 % more heat on MÜMÜ than during NNNN. This response was associated with a mobilization of 1.1 MJ/d tissue energy and a decrease in body weight by 2.0 kg. The efficiency of utilization of ME was 88 % with energy undersupply and 75 % during overnutrition. Criteria of energy balance did not differ between the pre- and post-treatment periods.It could be demonstrated that the increase in energy expenditure at oversupply was entirely explainable by the so-called obligatory thermogenesis. At the energy deficiency periods the efficiency of energy utilization reflected both energy costs of ingestion and processing of nutrients as well as a slight reduction in metabolic rate. Finally, there were no residual effects of the treatment on the energy expenditure of the animals at the end of the experiment.
Keywords: Thermogenese; Adaptation; Energiebilanz; Unterernährung; Überernährung; thermogenesis; adaptation; energy balance; underfeeding; overfeeding

1989 wurden in der ehemaligen DDR letztmalig repräsentative Ernährungserhebungen in Haushalten durchgeführt. Tendenzen der energetischen Überernährung bestanden fort; sie resultierten vor allem aus dem überhöhten Fettverbrauch. Der Anteil der Außer-Haus-Verpflegung lag bei Berufstätigen relativ hoch. Die Verfütterung von Lebensmitteln war in Haushalten von LPG-Mitgliedern beträchtlich.The last representative nutritional surveys in households of the former GDR date back to 1989. Trends towards excessive energy intake have continued, resulting, above all, from high fat consumption. A considerable proportion of employed persons have their meals outside the home. The proportion of food used as animal feed was high in households of members of agricultural cooperatives.
Keywords: Ernährungssituation; Haushaltserhebung; Außer-Haus-Verpflegung; DDR; Nutritionalsituation; householdsurveys; GDR

Die Aufnahme von trans-Octadecensäuren in der Bundesrepublik Deutschland (alte Bundesländer) wird anhand der nationalen Verzehrsstudie abgeschätzt. Sie beträgt für Frauen 3,4 g/Person und Tag und für Männer 4,1 g/Person und Tag. Die Aufnahme ist in den letzten Jahren aufgrund veränderter Verzehrsgewohnheiten und verbesserter Technologien zurückgegangen. Hauptquellen der trans-Fettsäureaufnahme sind neben den teilgehärteten Pflanzenfetten, das Fett und die Milch der Wiederkäuer.The intake of trans octadecenoic acids is estimated by a national consumption assay. The daily intake in West Germany differs between 3,4 g for women und 4,1 g for men. The consumption of trans fatty acids decreased in the last years, due to the progress in food technology and changes in nutritional habits. The main sources of trans fatty acids are partially hydrogenated vegetable fats just as well as ruminant and dairy fats.
Keywords: trans-Fettsäuren; Fettverzehr; nationale Verzehrsstudie; Bundesrepublik Deutschland; trans fatty acids; fat intake; consumption assay; Federal Republic of Germany

Die Elektronen-Spin-Resonanz-Spektroskopie kann zum Nachweis der Bestrahlung diverser Lebensmittelgruppen eingesetzt werden. In diesem Bericht werden die Ergebnisse des Bundesgesundheitsamtes bei der Entwicklung von ESR-Meßverfahren zur Identifizierung von strahlenbehandeltem Fleisch, Fisch und Frischobst sowie bestrahlten Trockenfrüchten, Gewürzen und Nüssen zusammengestellt.Bei Fleisch und Fisch sind die ESR-Spektren der enthaltenen Knochen untersucht worden. Die Ergebnisse von zehn verschiedenen Tierarten haben zur Entwicklung einer amtlichen Routinemethode nach § 35 LMBG für knochenhaltiges Fleisch geführt. Nach Durchführung eines zur Zeit laufenden Ringversuches unter Beteiligung der Lebensmittelkontrollämter wird eine solche Methode auch für Fisch erstellt werden können.Bestrahlte Trockenfrüchte können in der Regel leicht erkannt werden, da unbestrahlte Proben keinerlei ESR-Spektrum geben, während bestrahlte Proben ein partiell aufgelöstes Spektrum zeigen, das durch Zuckerradikale hervorgerufen wird. Interessanterweise ist die Struktur der Spektren unterschiedlich. Bei den untersuchten Fruchtarten wurden drei verschiedene Spektrentypen gefunden.Bei Nußschalen ist der eindeutige Nachweis einer γ-Bestrahlung durch das Auftreten zweier zusätzlicher Linien im ESR-Spektrum gegeben. Auch für diese Lebensmittelgruppe wird nach Abschluß eines z.Z. laufenden Ringversuches eine Routinemethode formuliert werden.Die wahrscheinlich durch die Bildung von Cellulose-Radikalen hervorgerufenen Signale in den ESR-Spektren bestrahlter Nußschalen können bei geeigneter Einstellung des Meßgerätes auch bei frischem Obst und einigen Gewürzen beobachtet und zum Nachweis herangezogen werden. Die Mehrzahl der untersuchten bestrahlten Gewürze und Kräuter zeigte diese Linien jedoch nicht, so daß in diesen Fällen mit Hilfe der ESR kein Nachweis der Bestrahlung erfolgen konnte.Electron spin resonance spectroscopy can be used for the detection of irradiation of various groups of foodstuffs. The results of ESR-measurements on irradiated meat and fish and fresh fruit, as well as dried fruit, spices and nuts as performed by the food irradiation laboratory of the German Federal Health Office are summarized in this report.For the detection of irradiated meat and fish, we examined the bones. Using the results from 10 different animal bones, we were able to develop an official method according to the German law § 35 LMBG. A similar routine method for fish will be established in 1992 (at the moment, an intercomparison with German food control laboratories is in progress).Irradiated dried fruit can be identified easily, because unirradiated samples give no ESR-spectra, while irradiated fruit show a partially resolved spectrum, which is caused by radiation induced sugar radicals. Interestingly, the structure of the resulting spectra is not identical for all irradiated species of fruit. We found three different types of ESR-spectra for irradiated dried fruit.Irradiated nutshells show an ESR-spectrum which reveals two additional lines (from cellulose-radicals) beside the main signal, while unirradiated samples show only the main signal. An official method for identifying irradiated nuts will be proposed in 1992.Irradiation specific ESR-signals of the cellulose radical were not only found for nutshells but also for fresh fruit and some spices, while most of the irradiated spices and herbs could not be identified by ESR-measurements.
Keywords: ESR; Lebensmittelbestrahlung; Knochen; Früchte; Nüsse; Gewürze; ESR; food irradiation; bones; fruits; nuts; spices

In wäßrigen Modell-Lösungen von L-Alanin, L-Glutaminsäure und L-Prolin läßt sich nach einer halben Stunde Sieden auf der Herdplatte im Vergleich mit einer zeitgleichen Hitzebehandlung im haushaltsüblichen Mikrowellenofen keine Zunahme an D-Enantiomeren nachweisen. Ein spezifischer ‚Mikrowelleneffekt‘ und somit ein spezielles Verbraucherrisiko, wie kürzlich postuliert, ist nicht nachweisbar. In konventionell erhitzten Proben beobachtete Effekte auf die Aminosäuren werden als Auswirkung der höheren Wärmebelastung während der Behandlung dieser Proben interpretiert.Aqueous standard-solutions of L-alanine, L-glutamic acid, and L-proline do not reveal any increase of D-enantiomers after 30 min heating — neither by the conventional method on a hotplate, nor in a standard microwave oven. A specific “microwave effect” and, hence, a special consumer risk is, in contrast to recent assumptions, not detectable. Effects on the amino acids which were observed in conventionally heated samples are explained by higher heat-exposure during the treatment of these samples.
Keywords: D-Aminosäuren; Isomerisierung; Mikrowellen; konventionelles Erhitzen; D-amino acids; isomerization; microwaves; conventionalheating