European Journal of Nutrition (v.21, #3)

Recent advances in the pathogenesis and nutritional treatment of chronic uremia by P. Fürst; A. Alvestrand; J. Bergström (175-190).

Degradation of sunflower oil, rapeseed oil, and lard during the frying operation was investigated by studying the loss of essential fatty acids compared to the accumulation of decomposition products. Linoleic and/or linolenic acid concentration was measured by GLC, and for detecting decomposition products determination of polymer content by GPC was chosen. Twelve laboratory experiments with different heating or frying conditions were run aimed at modelling practice and studying the effects of certain factors.The results indicated that loss of essential fatty acids being a parallel process to the accumulation of breakdown products is suitable both for detecting the decrease in nutritive value and for quality assessment of used frying fats. It was also found that the rate of deterioration is considerably affected by the nature of fat and the frying parameters. Study of the relationship between polymer content and the decrease in essential fatty acid concentration (using data from 110 samples) showed that high, linear correlation depending on the nature of fat can be found. Correlation coefficients and equations of regression lines were calculated.Es wurden die Veränderungen von Sonnenblumenöl, Rüböl und Schweinefett während des Fritierprozesses durch Ermittlung der Abnahme an essentiellen Fettsäuren im Vergleich zur Akkumulation der Zersetzungsprodukte untersucht. Der Gehalt an Linol- und Linolensäure wurde durch GLC gernessen, und GPC-Bestimmung der polymeren Triglyceride wurde für die Erfassung der Abbauprodukte angewendet. In 12 Fritierversuchen, deren Zweck die „Modellierung“ der Praxis und die Untersuchung von einigen Fakten war, wurden die Fette unter verschiedenen Bedingungen ohne oder mit Bratgut belastet und die erhaltenen 110 Proben analysiert.Die Abnahme an essentiellen Fettsäuren, die im Einklang mit dem Anstieg der Zersetzungsprodukte steht, ist ein Indikator für die Abnahme des Nahrungswertes sowie für die Verdorbenheit von gebrauchten Fritierfetten. Aus den Ergebnissen ging hervor, da Fettsäurezusammensetzung des Fettes und Fritierbedingungen die mögliche Gebrauchsdauer stark beeinflussen. Es wurde festgestellt, da zwischen dem Gehalt an polymeren Triglyceriden und der Abnahme an essentiellen Fettsäuren von den Fettsorten abhängige, strenge lineare Korrelationen bestehen. Korrelationskoeffizienten und Gleichungen der Regressionsgeraden wurden berechnet.
Keywords: fat deterioration; essential fatty acids; polymeric triglycerides; frying fats; nutritive value

In einem vierwöchigen Bilanzversuch wurde der Einflu von Johannisbrotkernmehl (JBM) in der Nahrung (9,5 g/1000 kcal, 4184 kJ) auf die Resorption von Ca, Fe, Zn und Cu in zwei männlichen und sechs weiblichen gesunden Versuchspersonen im Alter zwischen 19 und 25 Jahren geprüft. Die Versuchsdiät bestand aus einer normalen Mischkost, der während der letzten zwei Wochen der Untersuchung JBM bei der Speisezubereitung zugefügt wurde. Die Resorption der Mineralstoffe und Spurenelemente wurde als Differenz aus Zufuhr mit der Diät und Ausscheidung im Kot berechnet. Die Zufuhr von JBM führte gegenüber der Kontrolldiät zu einer signifikanten Verringerung der Resorption von Ca, Fe und Zn. Die Cu-Resorption blieb unverändert.The effect of carob bean gum (9.5 g/1000 kcal, 4184 kJ) in the daily diet on the absorption of Ca, Fe, Zn und Cu was determined during a 4-week balance study in 2 male and 6 female healthy subjects, aged 19 to 25 years. A normal mixed diet was used, to which carob bean gum was added during food preparation for the last 2 weeks of the study. The absorption of minerals and trace elements was calculated as the difference between dietary intake and fecal excretion. The ingestion of carob bean gum caused a significant reduction in the absorption of Ca, Fe and Zn when compared to the control diet, while the absorption of Cu remained unchanged.
Keywords: Johannisbrotkernmehl; Resorption; Mineralstoffe; Spurenelemente; Bilanzversuch

44 magenchirurgische Patienten und 28 gallenchirurgische Patienten wurden je vier Kollektiven zugeteilt und diese mit unterschiedlichen Energieträgern und Kalorien-Stickstoff-Quotienten parenteral ernährt. Dabei sollte der Einflu unterschiedlicher intravenöser Ernährungsregime auf den Acetacetat- und Β-Hydroxybutyratspiegel in der prä- und postoperativen Phase studiert werden. Bei den Patienten mit einer Magenresektion konnte gezeigt werden, da die Zufuhr von Glucose in einer Dosierung von 0,36 g/kg KG x Stunde zusammen mit 1,14 g l-kristalline Aminosäuren/kg KG x Tag zu den niedrigsten postoperativen Ketonkörperspiegeln führte. Eine Kohlenhydratkombinationslösung, bestehend aus Glucose, Fructose und Xylit im Verhältnis 1∶1∶1 in einer Dosierung von 0,36 g/kg KG x-Stunde, führte zu signifikant höheren Ketonkörperspiegeln. Beim Vergleich von Glucose mit Xylit in hypokalorischer Dosierung von 0,11 g/kg KG x Stunde war die Ausbildung einer physiologischen Ketose beim Xylit-Kollektiv vom 2. postoperativen Tag an signifikant höher.Bei den Patienten mit einer Cholezystektomie wiesen die Patienten mit ausschlielicher intravenöser Zufuhr von Aminosäuren in einer Dosierung von 1,14 g/ kg KG x Tag die höchsten Werte vom Operationstag an auf. Patienten mit einer Polyol-Mischlösung, Xylit-Sorbit im Verhältnis 1∶1, in einer Dosierung von 4,2 g/kg KG x Tag, wiesen die niedrigsten Ketonkörperspiegel auf. Die Zufuhr einer Polyol-Mischlösung in einer Dosierung von 2 g/kg KG x Tag ermöglichte die Ausbildung einer physiologischen Ketose. In dieser Untersuchung konnte gezeigt werden, da während der hypokalorischen Zufuhr von Xylit oder einer Polyol-Mischlösung in einer Dosierung von 2–3 g/kg KG x Tag während der postoperativen intravenösen Substratzufuhr die Ausbildung einer physiologischen Ketose gewährleistet ist.44 patients who had to undergo gastric resection and 28 patients who had to undergo cholecystectomy were divided into 4 groups each. Each group received parenterally a different energy source and calorie-nitrogen ratio. We intended to investigate the influence of different intravenous regimens on pre- and postoperative acetoacetate and Β-hydroxybutyrate levels. Patients undergoing gastric resection who received 0.36 g glucose/kg BW x h together with 1.14 g/kg BW x day l-crystalline amino acids had the lowest postoperative ketone body concentration. A comparable group who received 0.36 g/kg BW x day of a carbohydrate-mixture solution consisting of glucose-fructose and xylitol in a proportion of 1∶1∶1 had significantly higher ketone bodies. The comparison of glucose with xylitol in a hypocaloric dosis of 0.11 g/kg BW x h led to a physiologic ketosis only in the group with xylitol as energy source from postoperative day 2 on.In patients undergoing cholecystectomy, the sole infusion of amino acids in a dosage of 1.14 g/kg BW x h led to the highest ketone bodies from the operation day on. The intravenous infusion of a polyol-mixture solution containing xylitol and sorbitol in a relation of 1∶1 in a dosage of 4.2 g/kg BW x day led to the lowest ketone body production. The infusion of a polyol-mixture solution in a dosage of 2 g/kg BW x day enabled the development of a physiologic ketosis.In this study we could demonstrate that the infusion of xylitol or a polyol-mixture solution in a dosage of 2–3 g/kg BW x day after elective surgery enables the development of physiologic ketosis.
Keywords: elektive Operation; Ketonkörper; Glucose; Kohlenhydratkom-binationslösung; Xylit; hyper- und hypokalorische TPN

Das Stickstoffbilanzniveau wurde durch die fehlende bzw. parallele Zufuhr von Dicarbonsäuren nicht beeinflu .Summarische Zufuhren von mehr als 2,5 mmol Glycin plus Serin/kg Körpergewicht und Tag bedingen statistisch signifikant erhöhte Serumkonzentrationen von Glycin und/oder Serin.Fehlende Zufuhren vonl-Asparaginsäure undl-Glutaminsäure verursachen parallel statistisch signifikant erniedrigte Serumkonzentrationen von Asparaginsäure und Asparagin sowie homöostatische Serumkonzentrationen von Glutaminsäure und Glutamin. Ausschlielich unter der Dicarbonsäure-freien Infusionsernährung wurden trotz nur 15–20% höherer Zufuhr von Prolin, Alanin und Arginin, ansonsten identischer Zufuhr aller Bau- und Betriebsstoffe statistisch signifikant sehr deutlich erhöhte Serumkonzentrationen von Prolin, Alanin, Arginin und Methionin sowie statistisch signifikant sehr deutlich erniedrigte Serumkonzentrationen von Taurin gemessen. Unter der Dicarbonsäure-haltigen Infusionsernährung waren die Serumkonzentrationen dieser Aminosäuren ebenso wie von Asparaginsäure und Glutaminsäure ausschlielich im Normbereich gelegen.Eine direkte bzw. indirekte Einwirkung der exogenen Zufuhr von Asparaginsäure und/oder Glutaminsäure auf die Homöostase von Asparaginsäure und Asparagin, den endogenen Umsatz von Prolin und Alanin sowie den physíologischen Ablauf des Krebs-Henseleit-Zyklus und des „transsulfuration-pathway“ mu diskutiert werden.Da die in Serie 2 gewählten Zufuhren vonl-Asparaginsäure plusl-Glutaminsäure bei kontinuierlicher Zufuhr über jeweils 24 Stunden nachweislich keine Aminosäurehomöostase-Störung bedingten, sind diese Zufuhren unter den gegebenen Ernährungsbedingungen gesichert innerhalb des jeweils zugeordneten physiologischen Regelungsbereiches gelegen und damit atoxisch. The nitrogen balance level was not affected by the absent or parallel intake of the dicarbonic acids.Intravenous intakes of glycine plusl-serine, which are higher than 2.5 mmol per kg body weight and day, caused statistically significant increased serum concentrations of glycine andl-serine. Such intakes are obviously above the physiologic regulation range.The absent intake ofl-aspartic acid andl-glutamic acid resulted in parallel, statistically significant reduced serum concentrations of aspartic acid and asparagine as well as in homeostatic serum concentrations of glutamic acid and glutamine. Despite the only 15–20% higher intake of proline, alanine and arginine under the infusion regimen lacking dicarbonic acids, there was a parallel, statistically significant marked increase in the serum concentrations of proline, alanine, arginine and methionine as well as a statistically significant marked decrease in those of taurine. Under the infusion regimen containing dicarbonic acids exclusively, constant homeostatic serum concentrations of these amino acids as well as of aspartic acid and glutamic acid were measured.A direct or indirect effect of the exogenous supply ofl-aspartic acid and/orl-glutamic acid on the homeostasis of aspartic acid and asparagine, on the endogenous turnover ofl-alanine andl-proline as well as on the physiologic course of the Krebs-Henseleit cycle and of the “transsulfuration pathway” must be discussed.Since the supply rates ofl-aspartic acid plusl-glutamic acid chosen in series 2 (when continuously administered during 24-hour periods) apparently do not cause any disturbance in amino-acid homeostasis, it is established that under the nutritional conditions given this intake lies within the respective physiologic regulation range and therefore is atoxic.
Keywords: totale parenterale Ernährung; Frühgeborene; Dicarbonsäuren; Transsulfuration-pathway; Krebs-Henseleit-Zyklus

Es wird über das Auftreten von coliformen Bakterien und Bakterien der Streptokokkengruppe auf der Haut (32 Proben), den Kiemen (32 Proben), im Verdauungstrakt (4 Proben) sowie im frischen Fischfleisch (4 Proben) vonTilapia nilotica Linn., einem Frischwasserfisch aus dem Nassersee in Aswan berichtet.Streptokokken wurden in 13 Proben der Fischoberfläche, 12 Proben der Kiemenabstriche sowie in allen Darmproben und den Proben aus rohem Fischfleisch gefunden. Coliforme Organismen befanden sich in fast 43% der Haut- und Kiemenproben sowie in allen Proben des Darmtraktes und des rohen Fischfleisches.A study was made for the occurrence of coliform and streptococcal groups on the skin surface (32 samples), gills (32 samples), intestinal tract (4 samples) and raw fish flesh (4 samples) and raw fish flesh (4 samples) of Boulti fish (Tilapia nilotica Linn.), a fresh water fish caught from Nasser's Lake in Aswan.Streptococcus group was detected in 13 samples taken from fish surface, 12 samples out of 32 swabs from gills. All intestine samples and raw fish flesh were positive for the streptococcus group.Coliform organisms were detected at nearly 43 % of skin or gill samples, 100 % of intestine and raw fish flesh samples.
Keywords: coliforme Bakterien; Streptococcus; Kiemen; Indikatoren; coliform; streptococcus; gills; indicators

Buchbesprechungen by Fricker; D. Senczek (254-256).