European Journal of Nutrition (v.18, #3)

An Ratten wurden Versuche zur Klärung der Frage nach dem Ort der Maltosespaltung durchgeführt. Die in Organhomogenaten gemessenen Maltaseaktivitäten waren relativ und absolut am höchsten in der Niere, gefolgt von Leber und Vollblut. In Fettgewebe, Muskel und Gehirn findet man nur eine geringe Maltaseaktivität. Das pH-Optimum der Nierenmaltase liegt bei pH=6,0, ihre Michaelis-Menten-Konstante für Maltose beträgt 15,6×10−3 Mol/l.Bei Abbauversuchen in Ratten war eine Sättigung des abbauenden Systems auch mit einer Dosis von 200 mg Maltose/100 g Ratte nicht zu erreichen. Nephrektomie reduziert den Maltoseabbau um 55% in der ersten Stunde. Die Ausscheidung von Maltose über die Galle ist mit 0,2% der injizierten Dosis unbedeutend.Aufgrund der erhobenen Befunde wird folgender hauptsächlicher Abbauweg der Maltose vorgeschlagen: glomeruläre Filtration der Maltose, Spaltung der Maltose zu Glukose durch membranständige Maltasen des Bürstensaumepithels, Resorption der Glukose, Oxidation der Glukose zu CO2 Zusätzlich wird ein extrarenales Maltasesystem in der Leber angenommen. Der Trehaloseabbau beträgt nur ca. 10% des Maltoseabbaues.The major maltase activity was found in the kidneys, followed by liver, muscle and blood. Only low maltase activity has been found in adipose tissue, muscle, and brain. The pH-optimum of kidney maltase was at pH=6.0, the Michaelis-Menten Constant was measured to be 15.6×10−3 mol/l.Even with a dose of 200 mg maltose/100 g body weight saturation of the hydrolysing system could not be attained in living rats. In nephrectomized rats the maltose oxidation was reduced to 55%. Only 0.2% of the applied maltose is excreted into the bile. According to our results the following main pathway of metabolism of maltose is suggested: glomerular filtration of maltose, hydrolysis of maltose to glucose by maltases which are localized in the membrane of the kidney brush borders, absorption of glucose, oxidation of glucose to CO2. In addition an extrarenal maltase activity is considered in the liver.The metabolism of injected trehalose was only 10% when compared with the metabolism of maltose.

Unterschiede im postoperativen Stoffwechselverhalten bei prä- und postoperativem Beginn der totalen parenteralen Ernährung by M. Georgieff; R. Kattermann; K. Geiger; L. W. Storz; U. Bethke; H. Lutz (160-183).
Anhand zweier Patientenkollektive — Patienten mit einer Magenoperation -, bei denen prä- (Kollektiv 1) bzw. postoperativ (Kollektiv 2) mit der totalen parenteralen Ernährung begonnen wurde, sollte der postoperative Stoffwechsel unter verschiedenen Bedingungen untersucht werden. Ein drittes vergleichbares Kollektiv erhielt bis etwa 3 Stunden nach der Operation weder Kohlenhydrate noch Aminosäuren. Die hohen Blutglukosespiegel und die hohen Glukoseverluste im 24-h-Urin am Operationstag bei den ersten beiden Kollektiven weisen darauf hin, daß in der frühen postoperativen Phase nur der Basisbedarf an Glukose (150–250 g/24 h) gedeckt werden sollte. Die vergleichsweise niedrigen Blutzuckerwerte bei K 3 und die hohen Laktatwerte bei K 2 unterstreichen die obige Aussage. Bei K 1 konnte im Vergleich zu K 2 durch die kontinuierliche prä-, intra- und postoperative Ernährung der freie Fettsäurespiegel niedrig, auf etwa 250 μval/1, gehalten werden. Während des posttraumatisch katabolen Stoffwechsels scheinen die FFS jedoch nicht die insulinantagonistische Bedeutung zu haben wie unter Normalbedingungen. Der Cholesterinabfall nach dem operativen Eingriff erreichte sein Maximum nach etwa 12–15 h und betrug bei K 1 und 2 etwa 40 mg%. Bei K 1 und 2 fiel die Albumin- und Gesamteiweißkonzentration während der Beobachtungszeit ab. Die elektrophoretische Auftrennung bei K 1 ergab ein Anstieg von α1- und α2-Globulinen auf teilweise das Doppelte des Ausgangswertes, das β-Globulin veränderte sich nur geringfügig, die γ-Globuline fielen bis zum 4. postoperativen Tag nur leicht ab. Als Zeichen einer gesteigerten Katabolie stieg postoperativ die Serumharnstoffkonzentration an. Bei K 1 und 2 werden günstige Stickstoffbilanzen erreicht. Durch den präoperativen Infusionsbeginn bei K 1 kann der postoperative Bilirubinspiegelanstieg im Vergleich zu K 2 niedrig gehalten werden.We investigated the postoperative metabolism of patients undergoing gastric resection by beginning total parenteral nutrition pre-(group 1) and postoperatively (group 2). A third group remained fasting until 3 h after the surgical intervention. Because of the high serum glucose concentrations and the high glucose losses in the 24-h urine on the operation day in group 1 and 2 only the base glucose requirement (150–250 g/24 h) should be given in the early postoperative period. The low blood glucose concentration in group 3 and the elevated lactate values in group 2 underline this recommandation. Compared with group 2 und 3, group 1 had low free fatty acid concentrations of 250 μVal/l because of the continuous pre-, intra-, and postoperative infusion. Compared with normal metabolic conditions, the free fatty acids do not seam to have the same insulin-antagonizing effect in the posttraumatic state. The fall of cholesterol after the surgical trauma reached its maximum after 12–15 h and amounted to about 40 mg% in the first two groups. Albumin and total protein fell continuously in group 1 and 2. The electrophoresis in group 1 showed a rise of α1- and α2-globulin to more than double the initial value, the β-globulin showed only slight changes, the γ-globulin dropped only slightly up to the 4th postoperative day. As a sign of an augmented catabolism the serum urea concentration rose during the postoperative state. Group 1 and 2 had a favourable nitrogen balance. The postoperative bilirubin rise could be held lower in group 1 compared to group 2.

Hepatic metabolism in ethanol-treated young rats by M. Antal; Ö. Gaál; A. Gergely; K. Nagy; J. Szépvölgyi (184-190).
Dams of a Wistar-derived OETI strain were offered a 15% aqueous ethanol solution as drinking-fluid immediately after delivery until weanling. Their offsprings also received the same drinking-fluid from weanling (Group A). Another group of rats received the 15% aqueous ethanol solution only after weanling (Group B). In response to ethanol treatment the retardation of growth was the most marked in Group A, but the growth of rats in Group B was also decreased significantly as compared to that of controls.Hepatic glycogen content was diminished in all of the ethanol-treated groups. Triglyceride content was increased in the livers of female rats in Group A.By comparing earlier results with the present findings the authors point to the importance of strain and sex in experiments when parameters for hepatic metabolism are studied in response to ethanol.Die OÉTI-Ratten vom Stamm Wistar haben Wasser mit einem Alkoholgehalt von 15% entweder von der Geburt an, schon mit der Muttermilch (Gruppe A) oder von der Milchentwöhnung an (Gruppe B) verbraucht. Der Zuwachs der Ratten der Gruppe A wurde durch den Alkohol am entschiedensten gehemmt sowie das Wachstum der Gruppe B, welches aber sehr bedeutend hinter dem der Kontrollgruppe zurückgeblieben ist.Der Alkohol hat in allen Gruppen den Glykogengehalt der Leber verringert und hat den Triglyzeringehalt der Leber der zur Gruppe A gehörenden Weibchenratten erhöht.Die Ergebnisse ihrer früheren Untersuchungen mit den Ergebnissen gegenwärtiger Untersuchungen vergleichend, betonen die Verfasser die Bedeutung des geprüften Stammes und des Geschlechts dann, wenn sie die Wirkung des Alkohols auf die einzelnen Parameter des Leberstoffwechsels untersuchen.

Untersuchungen zur Haltbarkeit von hartgekochten Eiern by W. Partmann; A. Wedler (191-208).

Vitamin C content of vegetables and fruits available in Saudi Arabia by Hassan A. Abd El-Karim; A. M. S. Bamheer (213-216).

Buchbesprechungen by H. Glatzel; Fricker; K. H. Bäßler; G. Berg; K. Lang (217-220).