European Journal of Nutrition (v.14, #1)

Studies of human bile by Prof. Dr. H. Dam; I. Prange; M. Krogh Jensen; B. Stilling; A. Bremmelgaard (1-17).
Healthy youg females volunteers received diets with low fat through periods of maximally 10 weeks.Total dietary fat varied from 11.7 to 19.8 g, linoleic acid from 3.00 to 9.7 g, cholesterol from 114 to 302 mg per 2000 kcal. of the experimental diets.The main results were:Mean values in mM/l declined from 5.70 before the dietary regimen to 4.76 at about 6 weeks of low-fat regimen (12 experiments with 11 volunteers) and to 4.83 at 10 weeks of low-fat regimen (4 experiments with 4 volunteers).Mean values of the molar ratios of total bile acids to cholesterol (TBA/C) and of phospholipid to cholesterol (P/C) increased from TBA/C=9.47, P/C=2.78 before the dietary regimen to TBA/C=12.52, P/C=2.98 at about 6 weeks of dietary regimen (11 experiments with 10 volunteers). In 3 experiments with 3 volunteers the mean values were: TBA/C=7.15, P/C=3.16 before the dietary regimen; TBA/C=8.69, P/C=3.05 at 6 weeks, and TBA/C=9.53, P/C=2.44 at 10 weeks of low-fat diet.All mean the ratios correspond to moderate supersaturation with cholesterol when compared with the limits for solubility of cholesterol in aqueous solutions of bile salts and lecithin established in recent years.Gesunde junge weibliche Versuchspersonen erhielten Nahrungen mit niedrigem Fettgehalt während Versuchsperioden von maximal 10 Wochen.Pro 2000 kcal enthielten die Nahrungen: 11,7–19,8 g Gesamt-Fett, 3,00–9,7 g Linolsäure und 114–302 mg Cholesterin.Die Hauptergebnisse waren:Die Mittelwerte in mM/l nahmen ab von 5,70 vor dem Versuchsbeginn bis 4,76 nach ungefähr 6 Wochen fettarmer Ernährung (12 Versuche mit 11 Versuchspersonen) und 4,83 nach 10 Wochen fettarmer Ernährung (4 Versuche mit 4 Versuchspersonen).Die Mittelwerte der molären Verhältnisse von Gesamt-Gallensäuren und Cholesterin (TBA/C) und von Phospholipid zu Cholesterin (P/C) stiegen an von TBA/C=9,47, P/C=2,78 vor Versuchsbeginn zu TBA/C=12,52, P/C=2,98 nach 6 Wochen fettarmer Ernährung (11 Versuche mit 10 Versuchspersonen). In 3 Versuchen mit 3 Versuchspersonen waren die Mittelwerte: TBA/C=7,15, P/C=3,16 vor Versuchsbeginn; TBA/C=8,69, P/C=3,05 nach 6 Wochen und TBA/C=9,53, P/C=2,44 nach 10 Wochen fettarmer Ernährung.Sämtliche Mittelwerte der Verhältnisse entsprechen mäßiger Übersättigung mit Cholesterin, wenn man sie vergleicht mit den in den späteren Jahren ermittelten Grenzen der Löslichkeit des Cholesterins in wässerigen Lösungen von Gallensalzen und Lecithin.

Alimentary production of gallstones in hamsters by I. Prange; E. Søndergaard; Prof. Dr. H. Dam (18-26).
Samples of bladder bile from hamsters on three different diets were analyzed for cholesterol, phospholipid and bile acids.The diets were:Diet 1: a gallstone-producing diet containing 20% casein, 67.3% glucose, 7% palmkernel oil, plus vitamins, salts and 0.05% of a non-absorbable antioxidant.Diet 2: diet 1 with addition of 1% cholesterol.Diet 3: diet 1 with addition of 1% squalene.Graphical plotting of the ratios TBA/C and P/C for each of the samples analyzed, together with the most recently established limit for solubility of cholesterol in aqueous solutions of bile salts and lecithin shows that for diet 1, only two out of eleven samples represent unsaturation, whereas for diet 2, eleven out of fourteen samples, and for diet 3, eleven out of thirteen samples represent unsaturation.These findings are in accordance with the fact that occurrence of cholesterol containing gallstones is frequent with diet 1, and rare with diets 2 and 3.Proben von Blasengalle von Hamstern, die mit drei verschiedenen künstlichen Nahrungen gefüttert waren, wurden in bezug auf Cholesterin, Phospholipid und Gallensäuren analysiert.Die Nahrungen waren:Nahrung 1: Eine Gallensteine hervorrufende Nahrung, die aus 20% Casein, 67,3% Glucose, 7% Palmenkernöl, Vitaminen, Salzen und 0,05% eines nichtresorbierbaren Antioxydans bestand.Nahrung 2: Nahrung 1 mit Zugabe von 1% Cholesterin.Nahrung 3: Nahrung 1 mit Zugabe von 1% Squalen.Graphische Abbildung der Verhältnisse TBA/C und P/C für die einzelnen analysierten Proben zusammen mit der spätestens ermittelten Löslichkeitsgrenze für Cholesterin in wässerigen Lösungen von Gallensalzen und Lezithin zeigte, daß für Nahrung 1 nur zwei von insgesamt elf Proben ungesättigt in bezug auf Cholesterin waren, während für Nahrung 2 elf von insgesamt vierzehn Proben und für Nahrung 3 elf von insgesamt dreizehn Proben ungesättigt waren.Diese Befunde entsprechen der Tatsache, daß das Vorkommen von cholesterinhaltigen Gallensteinen unter den mit Nahrung 1 gefütterten Hamstern häufig und unter den mit den Nahrungen 2 oder 3 gefütterten Hamstern selten ist.

The effect of lipids of various origin on basal metabolic rate of rats by L. Marković-Giaja; D. Radoničić; S. Radoniić; D. Petrović (27-33).
The changes of basal metabolic rate were investigated weekly in three groups of albino rats fed with 5.9% diets of animal lipids, vegetable lipids and both lipids of animal and vegetable origin, respectively. The fourth group, controls, was fed with standard laboratory food with 1.7% of lipids. After six weeks the first two groups of rats alternated their diets and were fed in the same way five weeks more. The results have shown the diminution of basal metabolic rate by oil, but augmentation by the animal fat. This influence of the different sorts of lipids on basal metabolic rate became evident after 2–3 weeks of such treatment.Einmal wöchentlich wurden Veränderungen des Grundumsatzes bei vier Gruppen der Albino-Ratten untersucht; eine Gruppe bekam Diät, die pflanzliche Fette enthielt, die Diät der zweiten Gruppe enthielt Schweineschmalz, die dritte Gruppe bekam Futter mit gleichen Teilen der pflanzlichen und tierischen Fette. Insgesamt bekam jede Gruppe 5,9% Fett. Die vierte Gruppe (Kontrollgruppe) wurde mit der für Labortiere üblichen Nahrung gefüttert. Gesamtfettgehalt war 1,7%. Nach sechs Wochen wurde die Ernährung der zwei ersten Gruppen gegenseitig gewechselt und so wurden sie fünf weitere Wochen gefüttert. Die Resultate zeigten Verminderung des Grundumsatzes bei Ernährung mit pflanzlichen Fetten, doch eine Steigerung des Grundumsatzes bei Ernährung mit Schweineschmalz. Der Einfluß verschiedener Arten der Lipide auf den Grundumsatz der Ratten wurde erst nach 2–3 Wochen einer solchen Behandlung offensichtlich.

The protein nutritive value of bouza and its ingredients by S. R. Morcos; S. M. Hegazi; S. El-Damhougy (34-40).
The amino acid pattern ofbouza and its ingredients were determined. On germination of wheat, the values for threoine, isoleucine+leucine, histidine, arginine, valine, lysine, thyrosine and methionine were increased with exception of phenylalanine. Marked increase was also noticed during the first period of fermentation (24 h.).Reduction in most of the amino acids was observed on the second and third days of fermentation. Tryptophan increased markedly during the course of fermentation.The total free amino acids increased during germination of wheat; a progressive increase in the total free amino acids was also observed during fermentation ofbouza.Animal experiments showed that the net protein utilization of a diet of stewed beans and bread, a popular recipe in Egypt, increased from 43 to 52 when supplemented withbouza (first day samples), while the rice and lentils recipe was slightly increased from 48.4 to 50 when supplemented withbouza (third day samples).

In den Bundesländern Nordrhein-Westfalen, Rheinland-Pfalz, Bayern, Hessen, Bremen, Saarland wurden Schülerverpflegungstests in Zusammenarbeit mit der Vereinigung Getreidewirtschaftliche Marktforschung, Bonn-Bad Godesberg, durchgeführt.Dabei wurden Schulfrühstücke innerhalb der täglichen Gesamtnährstoffzufuhr und der Bedarfsdeckung zusammengestellt und insgesamt etwa 10 000 Schülerinnen und Schülern angeboten. Die in den Zwischenmahlzeiten enthaltenen Lebensmittel wurden analytisch aufgearbeitet. In einzelnen Städten zeigten sich beim gleichen Produkt zum Teil erhebliche Unterschiede insbesondere im Gehalt an Fett, Thiamin, Riboflavin, Calcium sowie im Energiewert. Es wäre wünschenswert, wenn der Gehalt an essentiellen Nährstoffen in Lebensmitteln mit gleichen Bezeichnungen nur in engen Schwankungsbreiten voneinander abweichen würde.In different regions of the Federal Republic of Germany school feeding programs with about 10 000 pupils were carried out in connection with Vereinigung Getreidewirtschaftliche Marktforschung, Bonn-Bad Godesberg. School-breakfasts as an adequate part of the whole daily nutrient supply and in the view of the energy and nutrient requirement were offered. Samples of the food in the meals were analysed. In any towns there were large differences in the same called product especially in the amount of fat, thiamine, riboflavine, calcium and in the energy content. A smaller range in the content of essentiel nutrients in school-meals would be desirable.

Nach einstündiger Infusion eines Gemisches aus Lävulose, Glukose und Xylit im Verhältnis 2∶1∶1 in einer Dosierung von 1,5 g/kg/Std. als 20%ige elektrolytfreie Lösung kommt es zu einer Erhöhung der Serumglukose von 80 auf 132 mg/100 ml, gleichzeitig steigt die Insulinkonzentration von 17 auf 78μE/ml. an. Die Volumenexpansion wird deutlich an der Konzentrationsänderung von Hämoglobin und Erythrozytenzahl. Als Ausdruck der raschen Metabolisierung der infundierten Kohlenhydrate steigen die Werte für Laktat und Pyruvat signifikant an.Eine Wirkung der Kombinationslösung war in dieser Dosierung nicht nachweisbar. Auffallend war die langanhaltende Senkung der Neutralfettwerte, während Cholesterin nicht beeinflußt wird. Am Infusionsende sind die Werte für Natrium, Kalzium und Phosphat gegenüber den Ausgangswerten signifikant gesenkt. Die Werte für Chlorid und Kalium ändern sich nicht.Auch die Werte für die alkalische Phosphatase, Bilirubin, LDH und SGOT zeigen keine Konzentrationsänderungen. Die blutgasanalytische Untersuchung erbrachte in Einzelfällen am Infusionsende eine metabolische Azidose. Als Ausdruck der pulmonalen Gegenregulation kommt es zwei Stunden nach Infusionsende sehr einheitlich zu einer respiratorischen Alkalose.Während der Infusionszeit ist die Ausscheidung von Urin mit 4,2 ml/kg gegenüber den Ausscheidungen in der ersten und zweiten Stunde nach Infusionsende signifikant erhöht. Wie zu erwarten, kommt es zu einer geringen Ausscheidung von Xylit, Fruktose und Glukose (insgesamt 5 g Gesamtkohlenhydrate).Auffallend war ein Kaliumverlust von 20 mval in drei Stunden und ein Natriumverlust von 48 mval in drei Stunden.Fructose, glucose and xylitol (2∶1∶1) were infused at a rate of 1.5 g · kg−1 · h−1 as a 20% solution free of electrolytes for one hour.This infusion caused an increase of glucose from 80 to 130 mg/100 ml simultanously with an insulin rise from 17 to 78μU/ml. The rapid metabolism of the infused carbohydrates is responsible for the significant increase of lactate and pyruvate. An action could not be seen, but triglycerides showed a long lasting drop. Sodium, calcium and phosphate were significantly decreased at the end of the infusion, whereas chloride and potassium did not change.An occasional metabolic acidosis was counteracted after two hours into a respiratory alkalosis. Urinary output increased up to 4.2 ml · kg−1 · h−1, with a total carbohydrate loss of 5 g.During three hours 20 mEq of potassium and 48 mEq of sodium were excreted.

Wirkungen einer Kohlenhydratkombinationslösung auf den Stoffwechsel bei Langzeitinfusion by G. Berg; F. Matzkies; H. Heid; M. Fekl; M. Conolly (64-71).
Bei intravenöser Dauerapplikation einer 20%igen Kohlenhydrat-Kombinationslösung in einer Dosierung von 0,5 g/kg und Stunde über einen Zeitraum von 12 Stunden treten bei gesunden Erwachsenen keine klinischen Nebenwirkungen auf. Einzelne klinisch-chemische Parameter ändern sich als Ausdruck des gesteigerten Kohlenhydratumsatzes. Diese Änderungen bleiben jedoch innerhalb der physiologischen Schwankungsbreite. Unter Zufuhr dieser elektrolytfreien Kombinationslösung kommt es zu einer Volumenverdünnung zwischen 5 und 7% bei einer mittleren Flüssigkeitszufuhr von 165 ml pro Stunde. Die prozentuale Verwertung von Glukose beträgt praktisch 100%, die von Fruktose 98,8% und die von Xylit 87,9%. Aufgrund der gefundenen Elektrolytausscheidungen von 2,36 mval Kalium pro Stunde und 10,15 mval Natrium pro Stunde wird ein Bedarf von 14,3 mval Kalium pro Liter und 61,5 mval Natrium pro Liter als Zusatz zu einer 20%igen Kohlenhydratkombinationslösung errechnet, wenn eine Dosierung von 0,5 g/kg und Stunde gewählt wird.A carbohydrate solution containing fructose, glucose and xylitol (2∶1∶1) was infused for 12 hours in 6 healthy adults. The total carbohydrate dose was 0.5 g/kg/h BW. No clinical side effects were observed. Some metabolites of carbohydrate metabolism showed a significant rise as signe of augmented turnover. These changes remain, however, in physiological limits. Infusion of 165 ml solution per hour caused a volume dilution of 5–7%.The utilization of glucose was 100%, that of fructose 98.8%, and that of xylitol 87.9%.Electrolyte loss amounted to 2.36 mval potassium per hour and 10.15 sodium per hour. When 0.5 g/kg/h BW carbohydrate mixture are infused a concentration of 14.3 mval/l potassium and 61.5 mval/l sodium is required.

Buchbesprechungen by D. Sailer; K. Lang (72-72).