European Journal of Nutrition (v.13, #4)

Im Rahmen einer Vergleichsstudie mit Magensaftproben von 25 Patienten, gewonnen vor und nach maximaler Stimulation mit Pentagastrin, wurde ein Verfahren zur qualitativen und quantitativen Definition der Verdaulichkeit von Nahrungsproteinen ausgearbeitet.Es wurde gezeigt, daß die parallele Untersuchung alkoholextrahierbarer Spaltprodukte mit Hilfe zweier klassischer Eiweißbestimmungsverfahren wertvolle Aussagen über die Zusammensetzung dieser Eiweißfragmente liefert und eine Klassifizierung der Nahrungseiweißkörper entsprechend ihrer Verdaulichkeit ermöglicht.Die Methode der Untersuchung, das Ergebnis und seine Bedeutung für die Klinik werden diskutiert.Using gastric juice samples obtained from 25 patients before and after pentagastrin stimulation a method was prepared to define digestibility of food proteins.A parallel investigation of alcohol-extractable proteolysis products by aid of two quantitative methods for protein measurement gives a view about the composition of that soluble part of protein after gastric digestion and allows a classification of the food proteins in response to their digestibility.Method of investigation, results and their importance for further studies are discussed.

Der Verlauf der Cholesterin-7α-Hydroxylase-Aktivität wurde während 14 Tagen an 3 Gruppen fettreich (20%) ernährter Ratten beobachtet (Messungen jeweils um 9.00 und 23.00 Uhr), wobei die einzelnen Diäten sich in der Fettsäurenzusammensetzung unterschieden. Während die Werte der Kontrollgruppe den Circadianrhythmus des untersuchten Enzyms bestätigten, führt Ernährung mit gesättigten Fettsäuren zu einem Absinken der 7α-Hydroxylierung des Cholesterins in der Dunkelphase. Dagegen weisen die Diäten mit polyungesättigten Fettsäuren (13% bzw. 56% des Fettsäurengehaltes) in der Dunkelphase unveränderte, in der Hellphase eher erhöhte Cholesterin-7α-Hydroxylase-Aktivität auf.The course of cholesterol-7α-hydroxylase activity was observed for 14 days in 3 groups of rats on 20% fat diets which were of different fatty acid compositions. Determinations were done at 09.00 and 23.00 hr. In the controls the circadian variations of the enzyme were confirmed. Feeding of saturated fatty acids lead to a reduced 7α-hydroxylation of cholesterol in the dark period, whereas feeding of polyunsaturated fatty acids (13% as well as 56% of total fatty acids) showed an enzyme activity unchanged in the dark period but slightly enhanced in the light period.

In Kakaoprodukten werden regelmäßig größere Mengen an Methylxanthinen gefunden, von denen etwa 80–90% auf Theobromin und 10–20% auf Coffein entfallen. Diese Substanzen haben bei Aufnahme mit den Kakaoprodukten einen fördernden Einfluß auf das Zentralnervensystem, auf die Muskelleistung und die Nierenfunktion. Die Methylxanthine wirken allerdings, in Form der Kakaoprodukte gegeben, erheblich schwächer als die Reinalkaloide, was auf die gleichzeitige Anwesenheit von Gerbstoffen und/oder Fettsubstanzen zurückge-führt wird. Durch gleichzeitige Gabe von Coffein und Theobromin in einem den Kakaoprodukten entsprechenden Verhältnis war im Tierversuch eine Beeinflussung der zentralerregenden Wirkung von Coffein nachweisbar in dem Sinne, daß zunächst eine Abschwächung, später aber eine Verstärkung des Coffeineffektes auftrat. Die Coffeinwirkung soll dabei durch Theobromin in hemmendem Sinne, durch später entstehende Theobrominmetaboliten in förderndem Sinne beeinflußt werden. Kakaoprodukte führen erst in extrem hohen Dosierungen (50 bis 100 g Kakaopulver täglich) zu Nebenwirkungen in Form von Kopfschmerzen, Zittern und Schweißausbrüchen, die im wesentlichen dem Theobromin zugeschrieben werden.Cocoa products generally contain considerable amounts of methylxanthines, 80–90% being theobromine and 10–20% being caffeine. These substances may stimulate the central nervous system, the performance of the striated muscles and the renal function. When giving the methylxanthines in form of cocoa products, the mentioned effects are less pronounced than after application of equally dosed pure alcaloids. This difference may be explained by an impaired absorption of the substances due to the presence of polyhydroxyphenols and/or lipids in the cocoa products. When giving 20 mg/kg caffeine and 80 mg/kg theobromine to the mouse, i. e. in the naturally occurring relation, the stimulating effects of caffeine are enhanced after a transitory decrease when compared with those after caffeine alone. It is assumed that at first the stimulation after caffeine is inhibited by theobromine, but subsequently is enhanced by the later formed theobromine metabolites. Side effects of cocoa products have been observed in man in form to headache, trembling and sweating only after consumption of extremely high doses, e. g. 50–100 g cocoa poudre per day; they are essentially referred to the action of theobromine.

Es wurden Gehaltsveränderungen von Sulfhydrylgruppen in Milch während ihrer Erhitzung beobachtet. Diese Veränderungen wurden mit der Hitzedenaturierung von Molkeneiweiß in Zusammenhang gebracht. Untersucht wurden ferner die Reduktionseigenschaften der Milch unter dem Einfluß von den SH-Gruppen. Auch die Qualität und Haltbarkeit des Vollmilchpulvers, das mit einer größeren Anzahl von SH-Gruppen enthaltenden Verbindungen bereichert worden war, wurden untersucht.In Rohmilch wurden keine freien SH-Gruppen festgestellt, ihr höchster Gehalt wurde jedoch in der Milch nachgewiesen, die während 1 min bei 90° C erhitzt wurde. Es wurde auch festgestellt, daß die intensive Zunahme von SH-Gruppen mit dem Denaturierungsgrad desβ-Laktoglobulin korreliert.Es kam zum Vorschein, daß die freien SH-Gruppen die Zunahme der Reduktionseigenschaften von Milch in bestimmter Weise beeinflussen. Gleichzeitig wurde nachgewiesen, daß die Veränderungen in den Reduktionseigenschaften der Milch, die während der Erhitzung auftreten, durch Entstehung anderer Reduktionsverbindungen verursacht werden.Die Zunahme von SH-Gruppen und Reduktionseigenschaften im Milchpulver, verursacht durch die Zugabe von Verbindungen mit höherem SH-Gruppen-Gehalt, übt eine hemmende Wirkung auf die Oxydationsveränderungen des Milchpulverfettes während der Aufbewahrung aus. Es wurde festgestellt, daß die Hemmung des Fettoxydationsvorganges im Milchpulver durch den Gesamtgehalt an Reduktionsstoffen und nicht nur durch die SH-Gruppen entscheidend beeinflußt wird.

Durch Kombinierung der dritten FormelCowgills und der vonRathbun undPace und eines daraus errechneten Nomogramms ergibt sich ein einfaches Verfahren zur Beurteilung des prozentualen Fettgehaltes des Körpers aus Körpergewicht und Körperhöhe.

Broad bean seeds were germinated for 4 days and the changes occurred in carbohydrate, protein and amino acids of germinated seeds were studied. Proteins showed slight reduction in their content, while variations were observed in the amounts of amino acids. The germination process leads to an increase in most of the essential amino acids needed for human consumption. Starch content was decreased accompanied by an apparent increase in both of reducing and non-reducing sugars.

Spraying wheat plants with a mixture of 2,4-D and dicamba (10-1 v/v) was applied. Chemical analysis of the yielded grains showed a relatively high protein content compared with the controls, accompanied with a considerable reduction in both the starch and sugar reserves. Protein hydrolysates of the grains and the controls revealed the presence of the same amino acids with slight differences in their amounts.

Alimentary production of gallstones in hamsters by Prof. Dr. H. Dam; I. Prange; E. Søndergaard (208-236).

Alimentary production of gallstones in hamsters by E. Søndergaard; I. Prange; Prof. Dr. H. Dam (237-241).
Squalene was treated by addition of dry HCl and subsequent removal of HCl from the addition product. The resulting “isomerized squalene” was compared with natural squalene with respect to the ability to prevent formation of cholesterol containing gallstones in young hamsters reared on a gallstone producing diet. At the 1% dietary level, natural squalene afforded complete protection against formation of cholesterol containing gallstones whereas “isomerized squalene” had almost no protective effect in the female hamsters but largely prevented formation of cholesterol containing gallstones in the male hamsters. Since under the experimental conditions used, protection against cholesterol containing gallstones is much easier to obtain in the male than in the female hamsters, the result may be due to the presence of a small amount of unchanged squalene in the “isomerized squalene”.Squalen wurde durch Anlagerung von trockenem HCl und darauffolgende Abspaltung von HCl behandelt. Das dadurch erhaltene „isomerisierte Squalen“ wurde in bezug auf die Fähigkeit, die Bildung von cholesterinhaltigen Gallensteinen zu verhindern, mit natürlichem Squalen verglichen, indem man beide Substanzen als Zulage in der Höhe von 1 Prozent zu einer Gallensteine hervorrufenden künstlichen Nahrung für junge Hamster prüfte.Unter diesen Umständen verhinderte das natürliche Squalen völlig das Auftreten von cholesterinhaltigen Gallensteinen in Hamstern beider Geschlechter. Das „isomerisierte Squalen“ war fast ohne Schutzwirkung gegen das Auftreten solcher Gallensteine in den weiblichen Hamstern, vermochte aber weitgehend die männlichen Hamster gegen Bildung von cholesterinhaltigen Gallensteinen zu schützen. Unter den benutzten Versuchsbedingungen ist es besonders leicht, die männlichen Hamster gegen Bildung von cholesterinhaltigen Gallensteinen zu schützen. Das Ergebnis ist deswegen wahrscheinlich durch die Anwesenheit einer geringen Menge unveränderten Squalens in dem „isomerisierten Squalen“ bedingt.

Mitteilungen (241-241).