European Journal of Nutrition (v.13, #1-2)

Mittelkettige Triglyceride by D. Sailer; G. Berg (6-17).
Mittelkettige Triglyceride unterscheiden sich auf Grund ihrer biochemischen und physikalischen Eigenschaften von den üblichen Nahrungsfetten. Durch die weitgehende Unabhängigkeit von der Pankreaslipase und den Gallensäuren, durch ihre rasche Resorption und durch die schnelle Energiebereitstellung stehen die mittelkettigen Triglyceride in der modernen Ernährung als wertvolles Diätetikum bei allen denjenigen Erkrankungen zur Verfügung, die mit Fettmalabsorption und Lymphabflußstörungen einhergehen. Auch der Einsatz bei der fettinduzierten Hyperlipidämie und bei der Hypercholesterinämie ist erfolgreich. In der vorliegenden Arbeit wird die klinische Wertigkeit dieser Fette sowie die verschiedensten Stoffwechselwirkungen diskutiert.

Es wurde versucht, die Folgen der alimentär bedingten Verfettung und Abmagerung auf die Hypophyse, die Schilddrüse und die Nebenniere der Ratte zu ergründen.Junge männliche Ratten wurden unter schonenden Bedingungen gemästet und wieder abgemagert.Durch Zuchtwahl konnte in drei Generationen ein Rattenstamm isoliert werden, der schneller verfettet und langsamer abmagert als der ursprüngliche Stamm. In zwei folgenden Generationen wurde diese Eigentümlichkeit durch Zuchtwahl weiter verstärkt.Die Hypophyse zeigt bei Tieren des Ausgangsstammes Ruhebilder während der Verfettung und Anregungsbilder während der Abmagerung. Bei Tieren des ausgewählten Stammes zeigen sich infolge langfristiger Mast Degenereszenzbilder in einzelnen Zellen der Hypophyse.Die Schilddrüse und die Nebenniere scheinen bei Tieren des ausgewählten Stammes weniger aktiv als bei Tieren des Ausgangsstammes. Die Mast hat signifikante zusätzliche Verminderung der Aktivität der Schilddrüse und der Nebennieren zur Folge.Eventuelle prädisponierende Einflüsse der endokrinen Drüsen auf die Verfettung werden erwogen. It was attempted to investigate the consequences of obesity and slimming on the adenohypophyse, the thyroid and the adrenal cortex in rats.Young male rats were fattened and slimmed down again under the least traumatizing conditions.By selection a strain of rats could be isolated more easy to be fattened and more difficult to be slimmed down. This was already obtained in three generations and still more enhanced in two further generations.During fattening the adenohypophyse of rats of the original strain showed a histological picture suggestive of a resting condition. During slimming the thyreotropic and the corticotropic cells seemed stimulated. In animals of the selected strain degenerative changes of these cells were observed in consequence of a long-lasting fattening.The thyroid and the adrenal cortex of rats of the selected strain appeared less active than those of animals of the original strain. Fattening is followed by a decreased activity of the thyroid and the adrenal cortex. This was more conspicuous in rats of the selected strain than in those of the original strain.Possible predisposing influence of these changes of the endocrines on obesity are discussed.

The size of the bile acid pool in hamsters under different dietary conditions was determined with a wash-out technique. Hamsters fed a gallstone-inducing diet had a somewhat larger pool than control animals fed chow. This difference was largely due to the smaller chenodeoxycholic acid pool in the controls. After cholecystectomy there was a significant decrease of the bile acid pool size both in hamsters fed a lithogenic diet and in chow-fed controls.Bei Hamstern unter verschiedenen Diätverhältnissen wurde die Größe des Gallensäurepools mittels einer Auswaschtechnik bestimmt. Hamster, die mit einer gallensteinfördernden Diät gefüttert wurden, hatten einen gegenüber den mit Normalnahrung behandelten Kontrolltieren leicht erhöhten Pool. Der Unterschied war hauptsächlich durch den kleineren Chenodeoxycholsäurepool der Kontrolltiere bedingt. Nach Cholezystektomie fand sich eine signifikante Verminderung des Gallensäurepools sowohl bei den mit gallensteinfördernden Diät gefütterten Hamstern wie auch bei den mit Normalkost gefütterten Kontrolltieren.

An einem Kollektiv von 38 Patienten, akute Hepatitis n=16, chronische Hepatitis n=10 und Leberzirrhose n=12, wurde die Wirkung von 0,5 g Coffein natrium bencoicum — entsprechend 250 mg Coffein — geprüft.Nach diätetischer Vorbereitung und Unterlassung jeglicher medikamentöser Therapie wurden Leer-Tagesprofile (über 8 Stunden) von freien Fettsäuren (FFS), Triglyceriden (TG) und Cholesterin (Chol) erhoben und den entsprechenden Meßgrößen nach Coffeinapplikation gegenübergestellt. Dabei ergaben sich keine — die biologischen Stimulatoren überspielende — Veränderungen des Lypolysesystems.Therapeutische und diätetische Rückschlüsse auf den Kaffeegenuß (bzw. Coffeingabe) können nicht abgeleitet werden.In a group of 38 patients was examined the effect of 0.5 g caffeine natrium bencoicum equivalent 250 mg pure caffeine.After getting a special diet without any medicaments profile-levels of the day were taken of free fatty acids, triglyceride and cholesterin. They were compared with the equivalent values, which were found at the same time the day later after the application of caffeine. There no exorbitant changes of the biological stimulators of the lipolysesystem were discovered.No therapeutical and dietetical consequences concerning the coffee or application of caffeine can be derived.

über 49 Wochen wurden in 5 Altenheimen Erhebungen über die Nährstoffzufuhr und biochemische Untersuchungen des Cholesterinblutstatus an 63 Personen beiderlei Geschlechts durchgeführt. In einem Kollektiv konnte durch Einführung einer linolsäurereichen handelsüblichen Delikateßmargarine der Serumcholesterinspiegel aller Probanden erheblich gesenkt werden. Die Durchschnittswerte sanken um 12% bei der zweiten und um 28% bei der dritten Blutentnahme. Die verabreichte Margarine hatte einen Linolsäuregehalt von 31,8%.Studies on nutrient supply and biochemical investigations on blood cholesterol state have been performed in 63 male and female persons living in five old people's homes. It has been found that a commercial margarine which was rich in linoleic acid lowered the cholesterol levels of all the volunteers by 12% and 28% respectively. The margarine had a content of linoleic acid of 31,8%.

Buchbesprechungen by H. Glatzel; H. D. Belitz; K. Lang (69-72).

Mitteilungen (72-72).