European Journal of Nutrition (v.10, #4)

Johann Kuprianoff 1904–1971 by J. F. Diehl (277-279).

Wirkung noch nicht identifizierter Vitamine auf Wachstum und Fortpflanzung by J. Bernášek; E. Janu; J. Kühnau (280-284).
In Rattenversuchen wurden die biologischen Funktionen der noch nicht identifizierten Nahrungsfaktoren weiter präzisiert. Die von der Darm-Mikroflora synthetisierten Faktoren üben im höheren Tierorganismus ausschließlich Wachstumsfunktionen aus, wogegen die nur in höheren Pflanzen enthaltenen Faktoren außerdem auch für die Fortpflanzung sowie für die Entwicklung und Funktionstüchtigkeit mehrerer Organe notwendig sind.

Für die etwa 5500 einbezogenen Haushalte wird der Verbrauch an Lebensmitteln, die Zufuhr an Calorien und Nährstoffen sowie die Höhe der Bedarfsdeckung an wichtigen Nährstoffen nach Bundesland, Betriebsgröße, AK-Besatz, Erzeugungsrichtung dargestellt.Im Mittel wird die wünschenswerte Höhe der Nährstoffzufuhr nach allen Kriterien erreicht. Einzelwerte geben jedoch unzureichende Zufuhren, im wesentlichen an Protein, Calcium, Thiamin, andererseits aber auch überreichliche Zufuhren, vornehmlich an Reinfett, Protein tierischer Herkunft, Niacin zu erkennen.About 5500 farm households are described in food consumption as well as the caloric and nutrient intake, the recommended dietary allowances of calories and nutrients and the influence of regional and local conditions, the extent of farm area, the capacity of farmworkers and the directions of production.In average in all criteria the recommended dietary allowances are fulfilled. 20% of the households have an intake, which is not satisfactory in protein, calcium, thiamin. Numerous households have an superabundant intake in fat, animal protein, and niacin too.

Alimentary production of gallstones in hamsters by I. Prange; H. Dam (303-307).
A basal diet having rice starch as the carbohydrate component and containing no added fat.The basal diet modified by incorporation of 10% hydrogenated palm oil at the expense of the same weight of rice starch.The basal diet modified by incorporation of 10% of a mixture of 4 parts of hydrogenated palm oil and 6 parts of sunflower seed oil at the expense of the same weight of rice starch. At the end of the feeding period the molar ratio between lipid-soluble phosphorus and cholesterol in the bladder bile was lowest with diet no. 1, slightly but not significantly higher with diet no. 2, and considerably and significantly higher with diet no. 3.The gain in weight of the animals was almost the same with diet no. 2 as with diet no. 3, and significantly greater than with diet no. 1.Eine Basal-Nahrung mit Reisstärke als Kohlenhydrat- Komponente, ohne Zulage von Fett.Nahrung Nr. 1 durch Austausch von 10% Reisstärke gegen 10% gehärtetes Palmöl modifiziert.Nahrung Nr. 1 durch Austausch von 10% Reisstärke gegen 4% gehärtetes Palmöl und 6% Sonnenblumenöl modifiziert. Am Ende der Fütterungsperiode wurde das molare Verhältnis zwischen lipid-löslichem Phosphor und Cholesterin in der Blasengalle bestimmt.Dieses Verhältnis (P/C) war am niedrigsten für die mit Nahrung Nr. 1 gefütterten Hamster, etwas, aber nicht signifikant höher für die mit Nahrung Nr. 2 gefütterten Hamster, und beträchtlich und signifikant höher für die mit Nahrung Nr. 3 gefütterten Hamster.Die Gewichtszunahme während der Fütterung war fast genau dieselbe für die mit Nahrung Nr. 2 gefütterten wie für die mit Nahrung Nr. 3 gefütterten Hamster, und signifikant größer als die Gewichtszunahme der mit Nahrung Nr. 1 gefütterten Hamster.

80 männliche Sprague-Dawley-Ratten erhielten über 4 Wochen eine Diät mit 20% Rotbarschöl. In der 5. Woche wurde anstelle des Rotbarschöles 10% Cocosfett und von der 6. Woche bis zur 27. Woche 20% Cocosfett gegeben. Die Kontrollgruppe erhielt eine Standarddiät mit 4% Fett (Altromin).Nach 4 Wochen Rotbarschöl entfielen in den Herzmuskellipiden 7,9% der Gesamtfettsäuren auf Docosahexaensäure, 3,9% auf Pentaensäuren, 7,65% auf Tetraensäuren und 6,7% auf Diensäuren.Nach Umstellung der Diät von Rotbarschöl auf Cocosfett stieg die Linolsäure von 6,4% bis auf 24,3% nach 4 Wochen Cocosfett an. Bis zur 11. Woche Cocosfett blieb der Linolsäuregehalt des Myokards bei 19% und sank bis zum Versuchsende auf 9,4–12,6% ab. Gleichzeitig vermehrte sich Arachidonsäure von 7,6 auf 14,3%.Die Halbwertszeit der Docosahexaensäure beträgt 6–7 Wochen. Die Docosapentaensäure Ω 3 stieg auf 1,6% (C 2, C 3) an und sank bis Versuchende auf 0,4% ab. Ihre Halbwertszeit betrug 7 Wochen.Die Docosapentaensäure Ω 6 stieg von 0,1% (R 4) bis auf 1,4% bei Versuchsende.Die Halbwertszeiten der Eicosapentaensäuren waren bei unserer Versuchsanordnung nicht exakt bestimmbar.Die gesättigten Fettsäuren vermehrten sich im Myokard nicht wesentlich. Entsprechend der Abnahme der Polyenfettsäuren stiegen unter Cocosfütterung Palmitoleinr und Olsäure an.

80 männliche Sprague-Dawley-Ratten erhielten über 4 Wochen eine Diät mit 20% Rotbarschöl. In der 5. Woche wurde anstelle des Rotbarchöles eine Diät mit 10% Cocosfett und von der 6. Woche an mit 20% Cocosfett bis zur 27. Woche gegeben. Die Kontrollgruppe erhielt eine Diät mit 4% Fett (Altromin).Nach 4 Wochen Rotbarschöl entfielen in den Nierenlipiden 2,4% der Gesamtfettsäuren auf Docosahexaensäure, 8,2% auf Pentaensäuren, 9,8% auf Tetraensäuren und 8,3% auf Diensäuren.Nach Umstellung der Diät von Rotbarschöl auf Cocosfett vermehrte sich die Linolsäure von 6,7 auf 13,5% nach einer Woche Cocosfett, stieg auf 14,4% nach 11 Wochen Cocosfett und sank schließlich auf 5,8–7,8% bei Versuchsende.Die Arachidonsäure stieg von 9,3 auf 11,1% nach 1 Woche Cocosfett und erhöhte sich auf 18–20,9% am Ende der Cocosperiode.Die Halbwertszeit der Docosahexaensäure beträgt im Nierengewebe etwa 10 Wochen. Die beiden Docosapentaensäuren Ω 3 und Ω 6 fielen von 0,3 bzw. 0,8% bis zum Versuchsende auf 0,1% ab. Ihre Halbwertszeiten betrugen 22 Wochen (Ω 6) und 6 Wochen (Ω 3).Die Halbwertszeit Eicosapentaensäure Ω 6 betrug 1 1/2 Wochen und die der isomeren Ω 3-Säure 4 1/2 Wochen.Die ölsäure vermehrte sich von 23,7 auf 30,1–32,9% bei Versuchsende. Laurin- und Myristinsäure stiegen leicht an, Palmitin- und Stearinsäure verminderten sich im Laufe des Versuches.

Es werden allgemeine Faktoren für die Berechnung des Caloriengehaltes gemischter Nahrung aus dem Gehalt an Fett, Protein und Kohlenhydraten aufgestellt. Die Grundlage bilden die speziellen Faktoren nach demAtwater-System und die gegenwärtige Zusammensetzung der Nährstoffversorgung in der Bunderepublik Deutschland. Die Voraussetzungen für eine sachgemäße Anwendung dieser Faktoren werden dargestellt.Average factors for the calculation of the caloric value of mixed diets out of the contents of fat, protein and carbohydrates are determined. The factors are based on theAtwater-system and the present pattern of food consumption in the Federal Republic of Germany. The conditions for correct application of the factors are set out.

Die Bestimmung des Caloriengehaltes von Nahrung by C. Schlage; Helga Stolley (357-363).
Berechnung mit NährstofftabellenCalorimetrische BestimmungenBerechnungen aus der chemischen AnalysenachAtwater nachRubner nach einer vereinfachten Formel, basierend auf demAtwater-System. Die Berechnung der physiologischen Verbrennungswärme ergibt nach allen Methoden ähnliche Werte, nachAtwater die höchsten, aus Nährstofftabellen die niedrigsten. Diese Unterschiede werden im Blick auf die Berechnungsgrundlagen diskutiert.Bezogen auf den Durchschnittswert für die physiologische Verbrennungswärme liegt die calorimetrisch bestimmte physikalische Verbrennungswärme etwa 3% höher, die verfügbare Verbrennungswärme etwa 5% niedriger.Mit einer vereinfachten Formel: δH′=Fett × 9,4 + (0,95 x Trockensubstanz—Fett) x 4,2 läßt sich die physiologische Verbrennungswärme einer gemischten Nahrung des europäischnordamerikanischen Grundmusters für praktische Zwecke hinreichend genau berechnen.Obwohl die Grundlagen zur Calorienberechnung überwiegend auf Untersuchungen mit Erwachsenen beruhen, stimmen die Resultate langfristiger Bilanzversuche mit Kindern (Macy) gut damit überein.based on food composition tablesby calorimetric determinationsby calculations from the chemical compositionaccording to theAtwater-systemaccording toRubner using a simplified formula based on theAtwater-system. The physiological fuel value as calculated by the different methods is the highest according toAtwater, the lowest by use of the food composition tables. However, they are all rather similar. The differences are discussed in view of the basic concepts of the different methods.Regarding the averages, the heat of combustion (‚'physical fuel value“) as determined in the calorimetric bomb is about 3% higher, the available fuel value (‚'per total nutrient intake“) about 5% lower than the physiological fuel value (‚'per available nutrient intake“).A simplified formula: δH′=fat x 9,4 + (0,95 x dry matter—fat) x 4,2 allows a fairly accurate calculation of the physiological fuel value (per abailable nutrient intake) of a mixed diet within the European-North American pattern of food consumption.Although the factors for the calculation of the calorific value of diets are mainly based on experiments with adults, the results are comparable to those of long term balance studies with children (Macy).

Bei männlichen Jugendlichen zwischen 6–16 Lebensjahren, die sportlich tätig waren, wurden mittels der anthropometrischen Methode, die Hautfaltengrößenbestimmung, nach der Methode der WHO (J. B.Jeliffe), der Röntgenhistometrie und mit dem Ultraschallecholotverfahren vergleichend der Fettgehalt und das Magergewicht — welches mit der Muskulatur in engem Zusammenhange steht — bestimmt. Die verschiedenen Methoden können zur gegenseitigen Kontrolle der Ergebnisse verwendet werden.

With the method described it is possible to record thespontaneous food-intake in man simultaneously and quantitatively. The experimental situation is suitable for longterm-studies and is relatively free of socio-cultural cues, habits, attitudes, and stereotypes. The subject cannot control his food-intake optically.Having adapted to the experimental setting, Ss with normal weight have a consistent food-intake.Interindividual differences are recorded and analysed with regard (a) to the estimate of absolute quantity, (b) to the estimate of relative quantity.The data recorded have average predictive validity-coefficients.The effects of the independent variables can be accounted for quantitatively and qualitatively.Individually consistent, but interindividually different types of cumulative food-intake curves are described, but cannot be fully interpreted yet. Die hier dargestellte Methodik erlaubte es, dasspontane Appetitverhalten des Menschen simultan und quantifiziert zu registrieren. Die Untersuchungssituation eignet sich für Langzeitversuche und ist relativ frei von sozio-kulturellen Einflüssen, Gewohnheiten, Einstellungen und Stereotypen. Der Essende kann die aufgenommene Nahrungsmenge optisch nicht kontrollieren.Normalgewichtige Vpn zeigen nach erfolgter Adaptation an die Situation konsistentes Appetitverhalten.Interindividuelle Unterschiede werden erfaßt und analysiert (a) hinsichtlich absoluter Mengenschätzung und (b) relativer Mengenschätzung.Die registrierten Daten besitzen im Vergleich zu Außenkriterien eine gewisse Validität.Einflüsse kontrollierbarer Experimentalvariablen können qualitativ und quantitativ abgesichert werden.Ein individuell konsistentes, interindividuell aber differentes Phänomen hinsichtlich der zeitlichen Verlaufsgestalt der Nahrungsaufnahme wird beschrieben, für das eine inhaltliche Deutung noch aussteht.

Following the oral intake of 50 gm fructose, sorbitol or xylitol, an increase in the Concentration of serum uric acid from 0.5 to 2.5 mg% was observed. Xylitol proved to be the most effective substance. Sorbitol had the least effect. Galactose and glucose had no effect even in considerably higher dosage (up to 200 gm by mouth). Saccharose, however, in very high dosage (200 gm by mouth) resulted in an increase in the concentration of serum uric acid.The increase in serum uric after fructose, sorbitol and xylitol was due to uric acid synthesis as the uric acid loss during the experiments was increased. A small measurable increase in blood lactate concentration was found only after the ingestion of fructose.Die Untersuchungen wurden mit Unterstützung der Jacques Pfrimmer-Gedächtnisstiftung durchgeführt.

Buchbesprechungen by K. Lang; H. Glatzel; K. H. Bässler; R. Beckmann; G. Berg; H. Wagner; R. Frey; L. Wilken; E. Lehnartz; W. Partmann; F. Matzkies; R. Ammon; W. Heimann; J. Schormüller; J. F. Reith; H. K. Frank; W. Fekl; W. Droese; E. ühlein; K. Paulus; H. Schulze; J. Brüggemann; J. Tiews (397-424).

Mitteilungen by Professor Dr. M. Demole (425-425).