European Journal of Nutrition (v.10, #2)

Untersuchungen über die Verträglichkeit von 5-Hydroxymethylfurfural (HMF) by K. Lang; W. Kieckebusch; K. H. Bässler; W. Griem; G. Czok (97-101).
Männliche Sprague-Dawley Ratten erhielten 250 mg/kg 5-Hydroxymethylfurfural (HMF) 40 Wochen hindurch verfüttert. Bezügl. Gewichtszunahme, Futterverzehr, Futter-Efficiency und erreichtem Endgewicht der Tiere ergaben sich keine signifikanten Unterschiede gegenüber Kontrolltieren, die kein HMF erhalten hatten. Auch die histologische Untersuchung von Leber, Nieren, Herz, Milz und Testes ergab keine Unterschiede zwischen den beiden Gruppen.Nach Verfütterung von 1 g HMF an Kaninchen wurden im Mittel 12 mg unverändertes HMF im Harn ausgeschieden. Eine Ausscheidung von Hydroxymethylbrenzschleimsäure wurde nicht festgestellt.Leberhomogenate, isolierte Mitochondrien und Überstehendes oxydieren kein zugesetztes HMF. HMF stört die Veratmung von Succinat und Glutamat durch isolierte Lebermitochondrein nicht.Male Sprague Dawley rats were fed 0 or 250 mg/kg 5-hydroxymethylfurfural in their diet for 40 weeks. Weight gain, food consumption, and food efficiency were not influenced by HMF. The histological examination of liver, kidneys, heart, spleen and testes showed no abnormalities.After administration of 1 gr HMF to rabbits 12 mg of HMF were excreted in the urine. No metabolite could be detected in the urine.HMF was not oxidized by liver homogenates, mitochondria or supernatent. The oxidation of succinate and glutamate by liver mitochondria was not influenced by added HMF.

In tierexperimentellen Untersuchungen wurde 5-Hydroxymethylfurfural (HMF) hinsichtlich seiner pharmakologischen Wirksamkeit geprüft, wobei die folgenden Ergebnisse erhalten wurden:Die an Mäusen festgestellten LD 50 von HMF betrug nach i. v. Injektion 0,751 g/kg, nach i. p. Injektion 0,842 g/kg. Per os zugeführte HMF hatte dagegen bis zu einer Menge von 2 g/kg keine letale Wirkung.Durch orale Gaben von 50, 100 und 200 mg/kg HMF war eine dosisabhängige Steigerung der Spontanaktivität und Darmmotorik von Mäusen sowie eine Zunahme der Galleausscheidung von Ratten zu erzielen. Oral verabreichtes HMF war innerhalb kurzer Zeit aus dem Magendarmkanal verschwunden. Dabei konnte HMF im Blut und Harn höchsteng in Spuren nachgewiesen werden. Aufgrund dieser Befunde wird vermutet, daß HMF bereits im Magendarmkanal in andere biologisch wirksame Substanzen umgewandelt wird, die dann nach Resorption die festgestellten Organwirkungen entfalten.Some pharmacological effects were studied with HMF in a series of animal experiments.The LD 50 in mice was 0,751 g/kg body weight after i. v. administration and 0,842 g/kg after i. p. administration. No letal effects were seen however on oral administration up to 2 g/kg. 50, 100 and 200 mg/kg HMF given orally caused a dosage dependent vise in the spontanous activity and in the intestinal motility of mice as well as an increase in the bile flow of rats. HMF disappeared very quickly from the intestinal tract.In spite of this only traces could be recovered from the blood and urines. This seems to indicate that HMF is converted into biological active substances before absorption and that these substances are responsible for the biological effects.

Die vorliegende Substanz wird in geringem Umfang, maximal zu 10–20%, im wäßrigen Medium gespalten.Im Organismus der Ratte wird rd. 1/3 der14C-Aktivität der Substanz resorbiert.Die Ausscheidung der14C-Aktivität erfolgt zu 12–20% via Lunge, zu 8–13 % via Niere, während der im Körper verbleibende Anteil nur 2% ausmacht. In aqueous phosphate buffer diacetyl tartaric acid monoglyceride is hydrolyzed to glyceride and tartaric acid.Orally administered14C-labeled emulsifier to rats is absorbed to 26–31% of the activity given.21–20% are oxidized to14CO2, 8–13% are excreted in the urine, 2% are retained in the carcass.

Verluste an Thioaminosäuren unter dem Einfluß der thermischen Milchbehandlung by J. Kisza; Z. Żbikowski; P. Przybyłowski (115-122).
Die im Schrifttum angeführten Ergebnisse über die Beurteilung des Nährwertes der Milchproteine weisen darauf hin, daß mit der stufenweisen Vergrößerung des Temperaturregimes wesentliche Veränderungen im Bereich biologisch aktiver Verbindungen eintreten. In dieser Arbeit wurde der Einfluß einer verschiedenartiger Milcherhitzung (75–90–105 °C/ 1–5–15 Min.) auf die Verluste an Thioaminosäuren und Gesamtschwefel untersucht. Im Zusammenhang damit wurden auch die Veränderungen von 3 verschiedenen chemischen Indices zur Beurteilung des Nährwertes der Milchproteine verfolgt. Überdies wurden die Veränderungen der Thioaminosäuren und der chemischen Indices während der Herstellung von Trockenmilch untersucht.Es wurde nachgewiesen, daß mit der stufenweisen Vergrößerung der Temperatur und der Erhitzungsdauer die Verluste an Aminosäuren sowie Gesamtschwefel rapide anwachsen. In extremen Fällen (105 °C/15 Min.) betragen die Verluste für Methionin 31,4%, Cystin 10,2% und für Gesamtschwefel 34,3 %. Sehr schnell mindern sich auch einzelne Indices, z. B. Met/N ×500 von 104 auf 71,2; S/N−1000 von 92,5 auf 60,6; Sam/N×1000 von 73,1 auf 58,9.Beträchtliche Verluste erlitten auch Methionin (32,3%), Cystin (20%) und Gesamtschwefel (38,1 %) während der Herstellung von Trockenmilch. Die chemischen Indices minderten sich wie folgt: Met/N×500 auf 69,1; S/N×1000 auf 54,4 und Sam/N×1000 auf 51,9. Die erzielten Ergebnisse bestätigen, daß während der Milcherhitzung und während der Herstellung von Trockenmilch eine differenzierte Zersetzung der Thioaminosäuren und die Minderung des Nährwertes der Milchproteine einsetzten. Folgerichtig hat dies eine wesentliche Bedeutung für die Ernährung der Menschen, vor allem aber der Kinder.

Übersicht: Cholesterinstoffwechsel by A. Weizel (123-136).
Praktisch alle Gewebe der Säugetiere sind in der Lage, Cholesterin zu synthetisieren, die größte synthetische Aktivität findet sich in der Leber und im Magen-Darm-Trakt. Die tägliche Cholesterin-Synthese liegt zwischen 400 und 1100 mg, der tägliche Umsatz wird auf 1000 bis 1500 mg geschätzt. die Ausscheidung (hauptsächlich über den Darm) liegt zwischen 500 und 1000 mg/die. Die tägliche Cholesterinzufuhr mit der Nahrung beträgt etwa 750 mg/die, das Nahrungscholesterin hat einen beschränkten Einfluß auf die Höhe des Plasmacholesterinspiegels. Cholesterin ist der obligate Vorläufer der Gallensäuren, jeder Eingriff in den enterohepatischen Gallensäurenkreislauf zieht eine Störung des Gleichgewichtes des Cholesterinstoffwechsels nach sich. Unter den Faktoren, die den Cholesterinstoffwechsel regeln und für eine relative Konstanz der Plasmaspiegel sorgen, ist die begrenzte Resorptionsfähigkeit für Cholesterin am wichtigsten.Virtually every mammalian tissue is capable of cholesterol synthesis, the highest synthetic activity is found in such tissues as liver and intestine. The daily cholesterol synthesis amounts to about 400–1100 mg, the daily turnover is 1000–1500 mg, the daily excretion 500–1000 mg. The daily dietary cholesterol exerts a limited influence on plasma cholesterol levels. Cholesterol is the precursor of bile acids, interruption of the enterohepatic circulation of bile acids will cause a disturbance of cholesterol metabolism. The most important of the factors regulating cholesterol metabolism so that relatively constant plasma levels are achieved is the limited absorption of cholesterol from the intestine.

80 Sprague-Dawley-Ratten erhielten über 4 Wochen eine Diät mit 20% Rotbarschöl, in der 5. (Woche anstelle des Rotbarschöles 10% Cocosfett und von der 6. bis zur 27. Woche 20% Cocosfett. Die Kontrollgruppe von 20 Ratten erhielt eine Standarddiät mit 4% Fett (Altromin).Normales Depotfett enthält keine Polyenfettsäuren der Linolensäure-Familie. Nach vierwöchiger Rotbarschölfütterung waren im Depotfettgewebe 2,1–2,8% Hexaensäuren (C22∶6) vorhanden. Der Pentaensäuregehalt (C20∶5, C22∶5) betrug 2,4–2,8% der Gesamtfettsäuren. Der Tetraensäuregehalt erreichte 2,1 %, wovon 0,4% auf Arachidonsäure entfielen. Die Diensäuren lagen zwischen 4,7 und 8,7 %.Nach Umstellung der Polyenfettsäurediät auf Cocosfett verminderten sich die Polyenfettsäuren im Depotfettgewebe. Nach 2 Wochen Cocosfettfütterung waren 50% der Hexa-, Penta- und Tetraenfettsäuren aus dem Fettgewebe verschwunden. Arachidonsäure war schon nach einer Woche auf 50% abgesunken. Nach 11 Wochen Cocosfett waren Hexa- und Pentaensäuren im Fettgewebe nicht mehr nachweisbar. Der Linolsäuregehalt des perirenalen Fettgewebes lag zwischen 2,2 und 5,7%.Entsprechend dem höheren Gehalt des Cocosfettes an gesättigten Fettsäuren vermehrten sich diese im Depotfettgewebe. Laurinsäure stieg von 0,6% auf 30,9% nach 11 Wochen Cocosfett.Unter der Cocosfettdiät vermehrte sich das perirenale Depotfettgewebe signifikant.

The cytotoxicity of 5-hydroxymethyl furfural (HMF) was tested in vitro using cultures of chick embryo fibroblasts. Cellular dammage was observed at a concentration of 0,5 mg HMF/ml of medium, growth arrest at 1 mg/ml.

Mitteilungen by Prof. Dr. G. Berg (156-159).
Es werden die Phosphatide im menschlichen Darmsaft vor und nach der Gabe von MCT bestimmt. Die Methodik wird beschrieben. Die einzelnen Fettsäuren werden gaschromatographisch bestimmt und ihre prozentuale Verteilung angegeben. Die Rolle der Phosphatide bei der Resorption von Fett und MCT wird diskutiert.