European Journal of Nutrition (v.9, #2-3)

Vergleichende tierexperimentelle Untersuchungen mit Kaffee und Tee by Priv.-Doz. Dr. G. Czok; B. Schmidt; Prof. Dr. Dr. K. Lang (103-108).
14C-Coffein wurde an Ratten als Coffeinlösung bzw. als Bestandteil eines Kaffee-oder Tee-Infuses per os verabreicht. Die Resorption von Coffein erfolgte nach Verabreichung von Coffeinlösung und Kaffee-Infus verhältnismäßg schnell, nach Verabreichung von Tee-Infus dagegen mit einer gewissen Verzögerung. Die14C-Aktivitätswerte im Serum und im Rattenkörper fielen nach Erreichung ihres Maximums nach Gabe von Coffein und Kaffee sehr schnell, nach Gabe von Tee dagegen sehr langsam ab. Die14C-Ausscheidung im Harn war nach Verabreichung von Tee deutlich geringer als nach Coffein oder Kaffee.Die Spontanaktivität von Mäusen wurde durch Kaffee und Tee etwa in gleichem Maße angeregt. Diese Wirkung war deutlich stärker als die von Coffein in entsprechender Dosierung.

Verteilung von 8-14C-Coffein im Organismus der Ratte by Priv.-Doz. Dr. G. Czok; B. Schmidt; Prof. Dr. Dr. K. Lang (109-117).
In Untersuchungen über die Verteilung von14C-Coffein im Organismus der Ratte wurden die folgenden Befunde erhoben: 14C-Coffein wird nach alleiniger Verabreichung sehr schnell resorbiert. Die im Serum und Carcass enthaltene14C-Aktivität fällt anschließend rasch ab und ist bereits nach Ablauf von 5 Stunden zum größten Teil durch den Harn ausgeschieden.Nach Gabe von14C-Coffein in Kaffee-Infus erfolgt die Coffein-Resorption mit einer gewissen Verzögerung. Die14C-Aktivitätswerte im Serum erreichen daher erst später ihr Maximum und zeigen anschließend einen verzögerten Abfall, was zu einer verminderten Ausscheidung der14C-Aktivität im Harn führt.Noch stärkere Änderungen in der Verteilung von Coffein geben sich nach gleichzeitiger Gabe von14C-Coffein und Chlorogensäure. Die Resorption von Coffein ist hierbei deutlich beschleunigt und führt zu einem schnelleren und höheren Anstieg der14C-Aktivitätswerte im Serum. Die14C-Aktivitätswerte im Serum sinken dann deutlich langsamer ab als nach Kaffee-oder Coffeingabe, so daß die14C-Ausscheidung im Harn sich entsprechend verringert. Die Serum-Coffeinwerte fallen dagegen unter diesen Versuchsbedingungen verhältnismäßg schneller und führen zu einer vermehrten Coffeinausscheidung im Harn. Nach diesen Befunden kommt es nach gleichzeitiger Gabe von Coffein und Chlorogensäure offenbar zu einem Anstieg der Coffeinmetaboliten im Serum einerseits und ihrer verminderten Ausscheidung durch die Niere andererseits.Das Körpergewicht der Ratte hatte keinen nachweisbaren Einfluß auf die Coffeinresorption. Die Coffeinretention im Serum und auch im Carcass nimmt dagegen mit steigendem Körpergewicht deutlich zu, so daß die Eliminierung des Coffeins und seiner Metaboliten stark verzögert wird. Diese Wirkungen werden mit der bei steigendem Körpergewicht zu beobachtenden Zunahme des Fettdepots in Zusammenhang gebracht, das dann als zusätzlicher Lösungsraum für Coffein zur Verfügung steht.

Alimentary production of gallstones in hamsters by I. Prange; F. Christensen; H. Dam (118-122).
Esterified and unesterified cholesterol were determined in the livers from groups of young female hamsters reared for 56–58 days on three different diets, viz.: 1. a cholesterol-gallstone producing diet containing no added fat and having glucose as the major carbohydrate; 2. a diet likewise containing no added fat but having rice starch as the only carbohydrate, a type of diet with which the tendency to production of gallstones is very low; and 3. a diet of a more complicated composition containing 10% lard and no sugar, a type of diet previously found capable of bringing already formed cholesterol gallstones into solution.Compared with the animals on diets 1 and 2, the animals on diet 3 had lower contents of esterified and unesterified cholesterol per g liver.No significant difference could be found between the animals on diet 1 and the animals on diet 2 with respect to the content of unesterified cholesterol per g liver. The amount of esterified cholesterol per g liver was somewhat higher for the animals on diet 2 than for the animals on diet 1, but the difference was of low significance. Thus, the marked difference between diet 1 and diet 2 with respect to production of gallstones is not dependent upon differences in the content of cholesterol in the liver.Gruppen von jungen weiblichen Hamstern wurden während 56–58 Tage mit drei verschiedenen künstlichen Nahrungen gefüttert. Die Nahrungen waren: 1. eine Cholesterin-Gallensteine in reichlicher Menge hervorrufende Nahrung ohne Fettzusatz und mit Glucose als hauptsächlichste Kohlenhydratkomponente; 2. eine Nahrung, gleichfalls ohne Fettzusatz, aber mit Reisstärke als einzigstes Kohlenhydrat, ein Nahrungstypus, bei welchem die Neigung zu Gallensteinbildung nur ganz gering ist; und 3. eine etwas komplizierter zusammengesetzte Nahrung, welche 10% Schweineschmalz und keinen Zucker enthielt, ein Nahrungstypus, welcher früher zur Auflösung schon gebildeter Cholesterin-Gallensteine benutzt worden ist.Nach Ablauf der Fütterungsperiode wurde der Gehalt der Leber an verestertem und unverestertem Cholesterin bestimmt.Die Tiere, welche mit der Nahrung 3 gofüttert worden waren, hatten weniger esterifiziertes und unesterifiziertes Cholesterin pro Gramm Leber als die Tiere, welche die Nahrungen 1, bzw. 2 erhalten hatten.Zwischen den mit Nahrung 1 gefütterten Tieren auf der einen Seite und den mit Nahrung 2 gefütterten Tieren auf der anderen Seite, konnte kein signifikanter Unterschied in bezug auf unesterifiziertes Cholesterin pro Gramm Leber festgestellt werden. Die mit Nahrung 2 gefütterten Tiere hatten einen etwas höheren Gehalt an esterifiziertem Cholesterin pro Gramm Leber als die mit Nahrung 1 gefütterten Tiere. Dieser Unterschied war aber von niedriger Signifikanz. Der markierte Unterschied zwischen den Nahrungen 1 und 2 in bezug auf Gallensteinbildung kann somit nicht auf Verschiedenheiten in bezug auf den Cholesteringehalt der Leber zurückgeführt werden.

Verbindungen des Kaffeearomas by W. Walter; H. -L. Weidemann (123-147).

Die befragten rund 5500 Haushalte wurden nach der Größe der bewirtschafteten landwirtschaftlichen Nutzfläche (LN) geordnet. Dabei wurden folgende Gruppen gebildet: unter 5 ha LN, 5–10 ha LN, 10–15 ha LN, 15–20 ha LN, 20–25 ha LN, 25–30 ha LN, 30–40 ha LN, 40–50 ha LN, 50–100 ha LN, über 100 ha LN. Der vorliegende Teil der Gesamtuntersuchung bildet zugleich die Prämisse für die auf der Betriebsgrößenstruktur aufbauenden ernährungsphysiologischen Auswertungen des Lebensmittelverbrauchs dieser spezifischen Konsumentengruppe.Während sich gegensätzlich zu den landsmannschaftlichen Verzehrsgewohnheiten beim Betriebsgrößenvergleich einige Antwortreihen nivellierend verhalten, ergeben sich bei anderen Befragungen um so differenziertere Resultate. Ein Einfluß seitens der Betriebsgröße auf die Fragestellung der Untersuchung ist unverkennbar. Die allgemeine Fiktion wird damit authentisch bestätigt. Art und Anzahl der täglichen Mahlzeiten, Art der verbrauchten Getränke zu den einzelnen Mahlzeiten, jahreszeitlicher Verbrauch wichtiger Lebensmittelgruppen, Abhängigkeit von Arbeitsspitzen, Art und Häufigkeit der verwendeten tisch- und kochfertigen Produkte nebst Bestimmungsgründen, Beachtung chemischer Zusätze beim Einkauf von Nahrungsmitteln sollen hier als Beispiel genannt werden, um einen deutlichen Überblick des Inhalts dieses Teiles der Abhandlung zu vermitteln.

Alimentary production of gallstones in hamsters by E. Søndergaard; I. Prange; H. Dam (174-179).
The influence of the bile acid binding, non-absorbable substance cholestyramine on alimentary production of gallstones in young hamsters was examined by rearing one group of the animals on a diet without added fat containing 74.3% glucose as the carbohydrate component (and twice the usual amount of vitamins A, D3 and E), and another group on the same diet supplement with 3% cholestyramine at the expense of glucose. The animals were killed and autopsied after having received the experimental diets for 42–43 days from the age of 30–32 days.The cholestyramine supplement markedly reduced the production of cholesterol gallstones, but not to the same degree as that obtained in numerous previous experiments by replacing the content of glucose in the basal diet by rice starch.Further, the cholestyramine supplement markedly favored production of amorphous pigmented gallstones, an effect not encountered when cholesterol gallstones are eliminated by replacing the content of glucose in the basal diet by rice starch.The growth of the animals was not significantly retarded by the cholestyramine supplement, and none of the animals showed gross signs of deficiency of fat-soluble vitamins.The amount of vitamin A in the livers was of the order of magnitude of 100 microgram per gram in both groups, but significantly lower in the group receiving cholestyramine than in the group receiving the unsupplemented diet.Der Einfluß der gallensäure-bindenden, nicht resorbierbaren Substanz, Cholestyramin, auf die alimentäre Entwicklung von Gallensteinen in jungen Hamstern wurde untersucht.Eine Gruppe von Hamstern wurde mit einer Cholesterin-Gallensteine hervorrufenden, 74,3% Glucose enthaltenden Nahrung ohne Fettzulage gefüttert. Eine zweite Gruppe erhielt dieselbe Nahrung mit Zusatz von 3% Cholestyramin an Stelle von 3% Glucose. Das Alter der Tiere beim Versuchsbeginn war 30–32 Tage. Die Fütterung dauerte 42–43 Tage.Der Cholestyramin-Zusatz bewirkte eine beträchtliche Minderung der Bildung von Cholesterin-Gallensteinen. Die Schutzwirkung diesem Gallenstein-Typus gegenüber war aber geringer als diejenige, welche man durch Ersatz der Glucose durch Reisstärke erreichen kann.Der Cholestyramin-Zusatz begünstigte die Bildung von amorphen, pigmentierten Gallensteinen beträchtlich, eine Komplikation, welche bei der Elimination der Cholesteringallenstein-Bildung durch Ersatz der Glucose durch Reisstärke nicht auftritt.Die Gewichtszunahme der Tiere wurde durch den Cholestyramin-Zusatz nicht signifikant gehemmt, und Symptome eines Mangels an fettlöslichen Vitaminen wurden nicht beobachtet. (Um eine Hemmung der Resorption der fettlöslichen Vitamine durch die Bindung von Gallensäuren an Cholestyramin entgegenzuwirken, war die Nahrung beider Gruppen von Tieren mit der doppelten der gewöhnlich benutzten Menge der Vitamine A, D3 und E versehen). Unter diesen Umständen war der mittlere Gehalt der Leber an Vitamin A von der Größenordnung 100 Mikrogramm per g in beiden Gruppen, aber signifikant geringer in der mit Cholestyramin-Zusatz als in der ohne Cholestyramin-Zusatz gefütterten Gruppe.

Die Aminosäuren der peptischen und peptisch-tryptischen Hydrolysate von 22 ausgewählten Nahrungs- und Futterstoffen dienten als Grundlage zur Bewertung der Eiweißqualität. Hierzu wurde auf das Grundprinzip des Verfahrens vonMitchell undBlock zurückgegriffen. Der Vergleich der errechneten chemical score-Werte erfolgte mit den an wachsenden Ratten ermittelten BW. Als Referenz-AS dienten die vonBender angegebenen, an wachsenden Ratten ermittelten AS-Bedarfszahlen. Die engsten Korrelationen mit der BW wurden erhalten, wenn 1. die nach peptisch-tryptischer Hydrolyse „verfügbaren“ AS berücksichtigt wurden, 2. die limitierenden, „verfügbaren“ AS als Grundlage für die Errechnung des „vereinfachten chemical score“ dienten und 3. wenn der Bezug auf die AS-Bedarfszahlen erfolgte. Dieser „vereinfachte chemical score“ geht aus dem errechneten „,Bedarf-AS-Verhältnis“ (BAV) hervor. Durch Berücksichtigung der limitierenden AS nach Totalhydrolyse wird bei Bezug auf die AS-Bedarfszahlen etwa die Hälfte der untersuchten Nahrungsstoffe zutreffend bewertet. Die Verfügbarkeit der AS darf jedoch in diesen Stoffen nicht beeinträchtigt sein. Der „vereinfachte chemical score“ errechnet sich aus den limitierenden AS Methionin, Cystin und Lysin. Den S-haltigen AS kommt die größte Bedeutung zu.

In Acatenango, Guatemala studies were made of the dietetic intakes and requirements of groups of families, in the following way: 40 families were studied for exactly one day and a different group of 10 families was studied for exactly one week. This paper considers what information can be gotten from the caloric data by removing the “effect of requirement”, points out important differences in the two types of studies, and shows how the “one-week method” was improperly performed, but indicates how this data was able at least partially to be salvaged. In particular, if it is important to see an “effect” of family, then it is not satisfactory to perform the one-day method, and if the seven-day method is used, the intakes must be recorded day-by-day and not just averaged over a week, lest the effects of family and of day be lost.It is demonstrated that the effect of family is extremely important in Acatenango and that the effect of day of the week on caloric consumption is of very little importance.

The relationship between diet and composition of bladder bile in mice by H. Dam; F. Christensen; I. Prange (200-208).
Three groups of young white mice (strain NMRI) were reared on artificial diets without added fat, consisting of casein 20%, carbohydrate 74.3%, salt mixture 5%, vitamin mixture 0.5%, and choline chloride 0.2%. Group 1 received the carbohydrate entirely in the form of glucose, group 2 received the carbohydrate in the form of 62.3% glucose + 12% rice starch, whereas group 3 received the carbohydrate entirely in the form of rice starch.After having received the diets for 42–45 days the mice were killed and their bladder bile analyzed quantitatively with respect to cholesterol, lipid-soluble phosphorus and taurine-conjugated bile acids. The object being to determine whether in mice the diet in which all the carbohydrate is rice starch produces higher ratios between bile acids and cholesterol and between lipid-soluble phosphorus and cholesterol than do the two other diets. No evidence for such an effect of the rice starch diet was found. The average values of the above-mentioned ratios were even slightly lower for the animals in group 3 than for the animals in groups 1 and 2. Therefore, the previously found markedly different effect of the two carbohydrates, rice starch and glucose, on the composition of bladder bile of hamsters does not represent a general principle applying to all species of rodents.Drei Gruppen von jungen Mäusen (Strain NMRI) wurden mit künstlichen Nahrungen ohne Fettzusatz gefüttert. Die Nahrungen bestanden aus Casein 20%, Kohlenhydrat 74,3%, Salzgemisch 5%, Vitamingemisch 0,5% und Cholinchlorid 0,2%. Gruppe 1 erhielt das Kohlenhydrat gänzlich in der Form von Glucose, Gruppe 2 erhielt das Kohlenhydrat in der Form von 62,3% Glucose + 12% Reisstärke, während Gruppe 3 das Kohlenhydrat gänzlich in der Form von Reisstärke erhielt.Nach einer Fütterungszeit von 42 bis 45 Tagen wurden die Mäuse getötet, und ihre Blasengalle auf Cholesterin, lipid-löslichen Phosphor und taurin-konjugierte Gallensäuren quantitativ analysiert, um festzustellen, ob bei dieser Tierart die Nahrung, in welcher das Kohlenhydrat gänzlich aus Reisstärke besteht, höhere Werte der Verhältnisse zwischen Gallensäuren und Cholesterin und zwischen lipid-löslichem Phosphor und Cholesterin herbeiführt, als die beiden anderen Nahrungen. Die Ergebnisse zeigten, daß dies nicht der Fall ist. Die Mittelwerte jedes der erwähnten Verhältnisse waren eher ein wenig niedriger für Gruppe 3 als für Gruppe 1 und Gruppe 2. Die früher gefundene Tatsache, daß bei jungen Hamstern, die Nahrung, in welcher das Kohlenhydrat gänzlich aus Reisstärke besteht, zu höheren Werten der erwähnten Verhältnisse führt als die Nahrung, in welcher das Kohlenhydrat aus Glucose besteht, ist somit nicht als ein für alle Arten von Nagern allgemein geltendes Prinzip aufzufassen.

Über Selengehalte pflanzlicher, tierischer und anderer Stoffe by W. Oelschläger; K. H. Menke (208-215).
In der Arbeit werden Normal-Selengehalte in Grün- und Rauhfuttermitteln, Knollen- und Wurzelfrüchten, Getreideschroten und Müllereierzeugnissen, Nebenerzeugnissen der Ölgewinnung, in sonstigen und mineralischen Futtermitteln aufgezeigt. Die Futterpflanzen nehmen unter normalen Verhältnissen sehr wenig Selen auf. Etwas höher liegen die Selengehalte in Getreideschroten und Nebenerzeugnissen der Ölgewinnung. Relativ hoch sind die Selengehalte in Fischmehl und in einem für die Fütterung z. T. angewandten fluorarmen Rohphosphat. Zur Klärung fragwürdiger Ursachen von Tiererkrankungen, besonders bei Kälbern, Schweinen und Geflügel, sollte man auch in Deutschland die Futterration evtl. auf deren Gehalt an Selen überprüfen. Ferner wird über Selenanalytik, Selen als toxisches und essentielles Spurenelement, sowie über Selenbedarf der landwirtschaftlichen Nutztiere berichtet.In this publication are shown normal selenium contents of green forages and roughage of tuber crops, ground grains and milling products, by-products of the oil manufacture further in other and mineral feedstuffs. At normal conditions the absorption of selenium by forage plants is very little. A little higher are the selenium contents in ground grains and by-products of the oil manufacture. Relatively high are the selenium contents in fish meal and in one for to some extent utilized rock phosphate, phosphate for feeding, which is relatively poor in its fluorine content. For the clearing-up of questionable causes of diseases at animals, especially at calves, pigs and poultry, it would be advantageous to examine the feeding ration to the content of selenium. In the publication is moreover reported of the analysis of selenium, of selenium as a toxic and essential trace element, as well as of the requirement of selenium at agricultural productive animals.

Über Selengehalte pflanzlicher, tierischer und anderer Stoffe by W. Oelschläger; K. H. Menke (216-222).
In der vorliegenden Arbeit werden Selen- und Schwefelgehalte in pflanzlichen Nahrungsmitteln wie Salate, Gemüse, Obst, Kartoffeln, Hülsenfrüchten und sonstigen aufgezeigt. Ferner wurden Nahrungsmittel tierischer Herkunft, und zwar vom Kalb, Rind und Schwein, sowie von See- und Süßwasserfischen auf jene beiden Elemente untersucht. Während pflanzliche Nahrungsmittel Selengehalte von 0,07–1,01 mg/kg TS (Mittel 0,16 mg/kg TS) aufwiesen, wurden in Nahrungsmitteln tierischer Herkunft (Rind und Schwein) folgende durchschnittliche Se-Gehalte/kg TS ermittelt: Fleisch 0,27, Leber 0,44, Herz 0,64, Lunge 0,27, Milz 0,33. Die höchsten Se-Mengen fanden wir in Nieren: Kalb 2,60, Rind 4,86, Schwein 8,88 mg/kg TS. In See- und Süßwasserfischen waren die durchschnittlichen Se-Gehalte 1,54 und 1,48 mg/kg TS; im Vollmilch- und Volleipulver 0,14 und 1,01 mg/kg TS. Die Se-Gehalte im Stuttgarter Leitungswasser und einigen Mineralwässern waren 1,6 und 5,3μg/Liter.Die S-Gehalte der pflanzlichen Nahrungsmittel (Ausnahme Cruziferen) sind erheblich niedriger als die der tierischen, besonders Seefische.In this publication are shown selenium- and sulfur contents of vegetable foodstuffs as salads, vegetables, fruits, potatoes, pulse and others. Furthermore we determined the selenium- and sulfur contents of animal foodstuffs of the calve, cattle and pig, moreover of fishes of the sea and fresh water. In vegetable foodstuffs the selenium content is 0,07 to 1,01 mg/kg TS (average value 0,16 mg/kg TS). In animal foodstuffs (cattle and pig) we found average values of Se/kg TS: meat 0,27; liver 0,44; heart 0,64; lung 0,27; milt 0,33. The highest selenium contents we found in kidneys: calve 2,60; cattle 4,86; pig 8,88 mg Se/kg TS. In fishes of the sea and fresh water we found average Selenium contents of 1,54 and 1,48 mg/kg TS; in milk and dried whole eggs 0,14 and 1,01 mg Se/kgTS. The selenium contents in tap water of Stuttgart and in several mineral waters have been determined with 1,6 and 5,3 μg/Liter.The sulfur contents of the vegetable foodstuffs (except cruziferes) are very much lower as those of the animal foodstuffs, especially sea fishes.

Untersuchungen über den Einfluß einer kohlenhydratarmen Langzeitdiät auf die Arteriosklerose des Huhnes by Dr. med. habil. W. Lutz; G. Andresen; Prof. Dr. E. Buddecke (222-232).
Dreijährige Fütterung 6 Wochen alter Haushühner (Rhodeländer) mit einer kohlenhydratarmen (24–50%), aber protein- und fettreichen (39–53%) Diät führt zu geringerer Arteriosklerose der Aorta, als Fütterung mit einer kohlenhydratreichen (72%), aber fett- und proteinarmen (26%) Diät, Der arteriosklerose-protektive Effekt der kohlenhydratarmen Diät zeigt sich auch in einer Senkung des Gehaltes an Gesamtlipiden, an Gesamtcholesterin und an Phospholipiden in der Aorta bis zu 30% (bezogen auf das Frischgewicht) im Vergleich zu den Versuchstieren, die eine kohlenhydratreiche Diät erhielten. Wechsel nach einem Jahr von kohlenhydratarmer auf kohlenhydratreiche Diät bzw. umgekehrt führt zu höherem bzw. niedrigerem Lipidgehalt der Arterien bei Versuchsende. Ein Übergang auf kohlenhydratarme Ernährung noch nach dem ersten Lebensdrittel hat einen ausgeprägten protektiven Effekt. Die Ergebnisse der Lipidanalysen sind z. T. statistisch gesichert.

Buchbesprechungen by E. Wildhirt; J. Baltes; J. Brüggemann; W. Hoffmeister; K. H. Bässler; J. F. Reith; W. Walter; G. Pfeiffer; H. K. Frank; H. Glatzel; J. Schormüller; R. Beckmann; K. Lang; H. Kraut; W. Partmann; E. Becker (232-247).

Mitteilung (248-248).