European Journal of Nutrition (v.9, #1)

Die Hydrolyse von Carbäthoxyverbindungen von Aminosäuren, Peptiden und Anthoxanthinen mit Hilfe von Enzymen aus Schweineorganen wurde untersucht. Es wurde gefunden, daß die Aminosäurederivate zum Teil sehr glatt, zum Teil relativ langsam zu den Aminosäuren gespalten werden, wobei dann Sekundärreaktionen beobachtet werden. Carbäthoxypeptide werden ebenfalls hydrolysiert. Sehr rasch und vollständig wurden auch die O-Carbäthoxygruppen des Hesperidins, Naringins und Rutina abgespalten.Die benötigten Carbäthoxyverbindungen wurden durch Einwirkung von Pyrokohlensäurediäthylester auf Aminosäuren, Peptide und Anthoxanthine erhalten.

Für eine regionale Aufgliederung der Auswertungen der Erhebungen und um landsmannschaftliche Ernährungsgewohnheiten zu ermitteln sowie diese in den noch ausstehenden ernährungsphysiologischen Auswertungen begründen zu können, wurden die befragten 5500 Haushalte nach Lage ihres geographischen Standortes (Bundesländer) eingeordnet.Es zeigen sich in mehrfacher Beziehung sehr differenzierte landsmannschaftliche Konsumgewohnheiten. Einige Beispiele sind: Art und Anzahl der Mahlzeitenfolge nach Jahreszeiten und nach Zeiten von Arbeitsspitzen, Art der verbrauchten Getränke zu den einzelnen Mahlzeiten, Verwendung von Suppen, von Nachtisch sowie andere Nahrungsmittel und Speisen sind in Fragestellungen geordnet, die in direktem Einfluß zu den Mahlzeiten stehen. Sie werden wiedergegeben und regional verglichen. Der jahreszeitliche Verbrauch verschiedener wichtiger Lebensmittelgruppen wird außerdem nachgewiesen. Der Einfluß von Tiefkühleinrichtungen auf den Nahrungsverbrauch insgesamt sowie in Abwägung einzelner Motivationen wird beschrieben, Art und Häufigkeit der verwendeten koch- und tischfertigen Produkte und ihre Bestimmungsgründe; schließlich werden einige Einblicke in die Zubereitungsarten von wichtigen Nahrungsmitteln und haushaltstechnische Belange in vergleichender Betrachtung vermittelt.

Alimentary production of gallstones in hamsters by Henrik Dam; Inge Prange; Ebbe Søndergaard (43-48).
Groups of young hamsters (27–33 males, 21–38 females in each group) were reared for approximately 6 weeks on diets consisting of casein, 20%; glucose, 52.3%; rice starch, 12%; fat, 10%; plus salts, choline chloride and vitamins.When the fat wasbutterfat, the incidence of cholesterol gallstones was rather high (59% among the males, 43% among the females), whereas the incidence of amorphous pigmented gallstones was low or moderate (14% among the males, 24% among the females).Addition of 1% cholesterol to the diet with 10% butterfatlowered the incidence of cholesterol gallstones significantly among both sexes (to 9% among the males and to 0% among the females), andincreased the incidence of amorphous pigmented gallstones among the females (to 76%), whereas the incidence of amorphous pigmented gallstones among the males was not significantly changed (decreased to 6%).When the fat was that of adietary margarine with a high content of linoleic acid, the incidence of cholesterol gallstones was zero among both sexes, whereas the incidence of amorphous pigmented gallstones was moderate (22% among the males, 32% among the females).Addition of 1% cholesterol to the diet with 10% margarine fat did not cause any significant change of the incidence of cholesterol gallstones (increase to 4% among the males, no change among the females), butincreased the incidence of amorphous pigmented gallstones among the females (to 85%). The incidence of amorphous pigmented gallstones among the males was not significantly changed by addition of cholesterol (decreased to 10%).Gruppen von jungen Hamstern (27–33 Männchen, 21–38 Weibchen in jeder Gruppe) erhielten während 42–46 Tagen eine Nahrung von Casein, 20%; Glucose, 52,3%; Reisstärke, 12%; Fett, 10%; plus Salze, Cholinchlorid und Vitamine.Wenn das Fett ausButterfett bestand, war die Inzidenz von Cholesterin-Gallensteinen recht hoch (59% unter den Männchen, 43% unter den Weibchen), während die Inzidenz von amorphen, pigmentierten Gallensteinen niedrig oder moderat war (14% unter den Männchen, 24% unter den Weibchen).Zulage von 1% Cholesterin zu der Butterfett-Nahrungerniedrigte die Inzidenz von Cholesterin-Gallensteinen signifikant (zu 9% unter den Männchen und zu 0% unter den Weibchen) underhöhte die Inzidenz von amorphen pigmentierten Gallensteinen signifikant unter den Weibchen (zu 76%), während die Inzidenz von amorphen pigmentierten Gallensteinen unter den Männchen durch die Cholesterin-Zulage nicht signifikant geändert wurde (Erniedrigung zu 6%).Wenn das Fett aus der Fettkomponente einerlinolsäurereichen Margarine bestand, war die Inzidenz von Cholesterin-Gallensteinen gleich 0 bei den beiden Geschlechtern, während die Inzidenz von amorphen pigmentierten Gallensteinen moderat war (22% unter den Männchen, 32% unter den Weibchen).Zulage von 1% Cholesterin zu der Margarinefett-Nahrung brachte keine signifikante Änderung der Inzidenz von Cholesterin-Gallensteinen hervor (Erhöhung zu 4% unter den Männchen, keine Änderung unter den Weibchen), wogegendie Inzidenz von amorphen pigmentierten Gallensteinen unter den Weibchen signifikant (zu 85%)erhöht wurde. Die Inzidenz von amorphen pigmentierten Gallensteinen unter den Männchen wurde durch die Cholesterin-Zulage nicht signifikant beeinflußt (Abnahme zu 10%).

Über biologische Wirkungen von Maiskeimöl nach dem Erhitzen unter küchentechnischen Bedingungen by W. Kieckebusch; Priv.-Doz. Dr. G. Czok; W. Griem; Prof. Dr. Dr. K. Lang (49-66).
An zwei parallel laufenden Versuchsreihen wurden die biologischen Wirkungen von Maiskeimöl nach dem Erhitzen unter küchentechnischen Bedingungen untersucht. Die Versuchsdauer umfaßte den gesamten Lebensablauf der Tiere vom Absetzen bis zum natürlichen Tod. Für die Versuche wurden entwöhnte Sprague-Dawley-Ratten eingesetzt, und zwar je 40 Männchen und Weibchen in der ersten sowie je 20 Männchen und Weibchen in der zweiten Versuchsreihe. Alle Tiere erhielten eine halbsynthetische Kostform, in der nur die Behandlungsart des Fettes wechselte. Der Fettanteil bestand jeweils aus 20% Mazola-Keimöl, und zwar a) aus handelsüblicher Ware; b) aus an 5 aufeinanderfolgenden Tagen in Gegenwart von Backgut jeweils 30 min lang auf 175 bis 200 °C erhitzem Öl; c) aus an 5 aufeinanderfolgenden Tagen ohne Backgut jeweils 30 min lang auf 200 bis 220 °C erhitztem Öl. In der Versuchsreihe 2 enthielt das Futter zusätzlich 0,005% Acetaminofluoren. Die beobachteten Kriterien waren: Futteraufnahme, Wachstum, Protein-Efficiency, Gesamtcholesterin im Serum in der 87. Versuchswoche, Leberfunktionsprobe nach 104 Versuchswochen, Lebensalter, Organgewichte, histologische Untersuchung von Herz, Leber, Milz, Nieren und Testes, chemisch-analytische Kontrolle verschiedener Kennzahlen des benutzten Öles. In allen untersuchten Kriterien konnte kein Unterschied in der biologischen Wirkung zwischen dem unbehandelten Öl einerseits sowie den erhitzten Ölen andererseits festgestellt werden. Die gleichzeitige Verfütterung von 0,005% Acetaminofluoren steigerte die Tumorrate nicht. Eine, auch nur schwache kanzerogene Wirkung des unter den genannten Bedingungen erhitzten Maiskeimöles ist daher auszuschließen.Die chemische Analyse ergab, daß durch die thermische Belastung praktisch keine Veränderungen des Maisöls (Fettsäurespektrum, Kennzahlen) aufgetreten waren.

Buchbesprechungen by K. Lang; H. Netter; J. F. Diehl; H. K. Frank; W. Wundt; W. Wirths; H. Glatzel; F. Bär; K. Heyns; A. Fricker; H. W. Bansi; W. Partmann; J. Schormüller; H. Aebi; F. Scheffer (84-100).

Im Kopf der Tab. 1 muß es in der Rubrik um 1000 richtig heißen pro min um 1000 Bei der Rubrik 900–1000 fällt die Bezeichnung pro min dagegen weg.