European Journal of Nutrition (v.7, #2-4)

Production of encephalomalacia in chicks with diets containing vegetable oils by H. Dam; E. SØndergaard; G. HØlmer; E. Leerbeck (50-59).

Alimentary production of gallstones in hamsters by Inge Prange; Frede Christensen; Henrik Dam (59-64).
Young hamsters were reared on an artificial diet with rice starch as carbohydrate and without added fat.Bile fistula was performed under ether anesthesia when the animals had been on the diet for 40–49 days.The content of the gallbladder and the first 20–25 mg of bile flowing out of the catheter were discarded.The following 400–800 mg of bile, designated as sample no. 1, and a similar quantity of bile, designated as sample no. 2, collected after a time interval of 17–21 hours, were weighed and analyzed, whereas the bile collected during the time interval was discarded after being weighed.Total solids, cholesterol, lipid-soluble phosphorus and bile acids were determined in the samples from 9 animals.The prevailing changes from sample no. 1 to sample no. 2 were:Decrease of the concentrations of total solids and of total bile acids, decrease of the ratios between total bile acids and cholesterol, between total bile acids and lipid-soluble phosphorus, between glycine conjugated bile acids and taurine conjugated bile acids, and between dihydroxycholanic acids and trihydroxycholanic acids; increase of the ratio between lipid-soluble phosphorus and cholesterol.Junge Hamster wurden mit einer kÜnstlichen Nahrung ohne Fettzusatz und mit Reisstärke als Kohlenhydrat gefÜttert.Nach 40 bis 49 Tagen wurde, unter äthernarkose, eine Gallenfistel angelegt.Der Inhalt der Gallenblase und die ersten 20–25 mg der aus dem Katheter ausfließenden Galle wurden entfernt aber nicht analysiert. Die darauffolgenden 400–800 mg Galle wurden gesammelt und als Probe Nummer 1 bezeichnet. Nach einem Zeitintervall von 17–21 Stunden wurde eine ähnliche Menge von Galle gesammelt und als Probe Nummer 2 bezeichnet. Beide Gallenproben 1 und 2 wurden gewogen und analysiert, während die in dem Zeitintervall gesammelte Galle nur gewogen wurde.Gesamttrockensubstanz, Cholesterin, lipid-löslicher Phosphor und Gallensäuren wurden in den Gallenproben von 9 Tieren bestimmt.Die vorherrschenden Veränderungen von Probe Nummer 1 zu Probe Nummer 2 waren:Abnahme der Konzentration von Trockensubstanz und von Gesamtgallensäuren, Abnahme der Verhältnisse zwischen Gesamtgallensäuren und Cholesterin, zwischen Gesamtgallensäuren und lipid-löslichem Phosphor, zwischen glycin-konjugierten Gallensäuren und taurin-konjugierten Gallensäuren und zwischen Dihydroxycholansäuren und Trihydroxycholansäuren; Zunahme des Verhältnisses zwischcn lipid-löslichem Phosphor und Cholesterin.

Nach chronischer VerfÜtterung von90Sr in Mengen von 140 und 350 pC/g Ca konnte bei Ratten eine leichte Beeinträchtigung der Ausscheidungsleistung der Leber im Bromsulfonphthalein-Test nachgewiesen werden. Diese Wirkung verstärkte sich mit Erhöhung der zugefÜhrten90Sr-Menge und mit Verlängerung der FÜtterungsdauer. Da der Anstieg der Farbstoffretentionswerte in diesen Versuchen nur ein geringes Ausmaß erreichte, wird somit wahrscheinlich gemacht, daß durch eine sehr lang dauernde FÜtterung von90Sr mit den hier gewählten Dosierungen keine Leberschädigung ausgelöst wird.

Untersuchungen Über die thermische Behandlung von Palmölen by E. Becker; Irmgard Mader; H. E. Rost; P. Vogel (98-108).
Chemische Untersuchungen von thermisch behandelten Palmölen haben ergeben, daß durch Hitzebleichung mit anschließender Entsäuerung, Bleichung und Desodorisierung die Fettsäure-Zusammensetzung kaum verändert wird. Wesentlich ist, daß der Gehalt an Linolsäure in allen Fällen nicht herabgesetzt wurde. Es fand lediglich eine geringfÜgige Bildung (ca. 0,1%) von thermischen Polymeren (diniere Fettsäuren) statt.Tocopherole waren nach Entsäuerung, Bleichung und Desodorisierung noch zu ca. 80%, nach der Hitzebleichung zu 60–70% nachzuweisen, Sterine zu etwa 90%. Squalen und ein höherer Kohlenwasserstoff (C31H64) wurde durch die Behandlung des Palmöls nicht verändert.Untersuchungen Über den pyrolytischen Abbau desΒ-Carotins ergaben im Modellversuch einen flÜchtigen Anteil a) von ca. 20% und einen nichtflÜchtigen Anteil b) von ca. 80%.Die in Fraktion a) nachgewiesenen Komponenten konnten auch in den flÜchtigen Kondensaten bei der technischen Hitzebleichung von Palmöl festgestellt werden. Es handelt sich um Toluol, (m- und p-) Xylol, Ionen und 2,6-Dimethylnaphthalin.Obwohl der nichtflÜchtige Anteil nicht identifiziert werden konnte, war es möglich, ihn chromatographisch in einzelne Fraktionen zu zerlegen. Fraktionen mit sehr ähnlichen Rf-Werten im DÜnnschichtchromatogramm konnten im Unverseifbaren der im technischen Maßstab thermisch behandelten Palmöle nachgewiesen werden.

Untersuchung Über die Verträglichkeit von thermisch behandelten Palmölen an Ratten by K. Lang; J. Henschel; W. Kieckebusch; W. Griem (109-127).
Die im Vorstehenden beschriebenen FÜtterungsversuche und Injektionsversuche erbrachten keinen Hinweis, daß Palmöl, das zwecks Zerstörung des Carotins unter den angegebenen Bedingungen thermisch behandelt wird, gesundheitsschädliche Eigenschaften annimmt. Sogar bei einer extremen, weit Über das fÜr den technischen Zweck notwendige Maß hinausgehenden Belastung (5 Std. auf 220 ‡C erhitzt) wurden keine toxischen Wirkungen beobachtet. Das Ergebnis der Versuche mit dem unter Übertriebenen Bedingungen erhitzten Palmfett zeigt, daß hinsichtlich der Toxizität eine beträchtliche Sicherheitsspanne gegenÜber dem Palmfett, das mit der fÜr den technischen Effekt erforderlichen thermischen Behandlung behandelt wurde, besteht.The feeding and injection experiments described above gave no indication that palm oil treated thermally in order to destroy carotene under the given conditions is injurious to health. No toxic effects were observed, even when the oil was subjected to extreme conditions far exceeding those required for the technical purpose in question (heated for 5 hours to 220 ‡C). There is therefore a considerable safety margin for palm oil which has been subjected to the milder degree of thermal treatment necessary for the technical effect.

Es wird Über die Vitamin A-Quellen in der Nahrung der Bevölkerung von Java berichtet. Es gibt zuwenig Möglichkeiten, Vitamin A aus Produkten tierischer Herkunft aufzunehmen, man ist auf das Carotin der GemÜsepflanzen angewiesen, das allerdings in den javanischen GemÜsen in geringerer Menge vorhanden ist als in den entsprechenden europäischen GemÜsesorten.

Buchbesprechungen by A. F. Lindner; J. F. Reith; H. Netter; A. Rotsch; J. Koch; Liebermeister; E. Ühlein; A. Fricker (133-141).