European Journal of Nutrition (v.6, #1)

Mit Sulfit versetzte Blutproben wurden spektralphotometrisch untersucht. In verdünnten und gepufferten Blutlösungen trat eine Reduktion des Oxyhämoglobins bei 4 mg SO2 ein, die bei 30 mg SO2 vollständig war. Eindeutige spektrale Veränderungen, die auf eine Ligandenbindung des Sulfits an das Fe-Zentralatom hinweisen, konnten nicht festgestellt werden.Es konnte mit groer Sicherheit gezeigt werden, da die Alkohol-Dehydrogenasen aus Pferdeleber und Hefe durch Sulfit nicht hemmbar sind. Die Alkoholdehydrierung war nicht hemmbar. Die Aldehydhydrierung wurde erst durch Sulfitmeugen gehemmt, die im Bereich der Aldehydkonzentration lagen. Es wird daher angenommen, da das Sulfit mit dem Substrat die Aldehydbisulfitverbindung eingeht und so das Substrat dem Reaktionsablauf entzieht und damit eine Hemmung verursacht.Im Gegensatz dazu wurde der Hemmungsverlauf bei der Lactat-Dehydrogenase gezeigt, der vom Substrat unabhängig ist und sehr geringe SO2-Mengen benötigt.

über den Einflu der Wärmebehandlung auf die Eiweistoffe der Milch, mit besonderer Berücksichtigung der bei der Uperisation® angewandten Thermik by H. Hostettler; K. Lang; G. Czok; A. Fricker; W. Griem; K. Imhof; W. Kieckebusch; E. Krug; W. Pabst; J. Stein (25-35).
Untersuchungen über die N-Verteilung in flüssiger Rohmagermilch, pasteurisierter, sterilisierter und uperisierter Magermilch, die jeweils aus derselben Ausgangsmilch stammten, ergaben, da durch die Hitzeeinwirkung eine Zunahme des bei pH 4,6 fällbaren Caseins eintritt, die bei der sterilisierten Milch am stärksten war. Dieser Anstieg war proportional der Abnahme an Molkenprotein, was auf eine Komplexbildung zwischen diesen Eiweistoffen zurückzuführen ist. Nach Lyophilisierung und anschlieender Rekonstitution der Milch ergaben sich analoge Werte. Bei der elektronen-optischen Untersuchung der Caseinpartikelchen zeigte sich mit steigender thermischer Belastung eine Umgestaltung in der Caseinverteilung. Die freie Elektrophorese ergab einen Rückgang des freiwandernden Molkenproteins mit zunehmender Wärmebelastung, der prozentuale Anteil desα-Caseins nahm zu. DerΒ-Casein-Anteil blieb bei Pasteurisierung und Uperisierung unverändert, bei der Sterilisierung wurde er gesenkt.Im Tierversuch mit Ratten wurde gefunden, da durch eine Uperisation die biologische Wertigkeit der Milch nicht beeinträchtigt wird, da bezüglich Wachstum, Futteraufnahme und Proteinefficiency keine Unterschiede zwischen mit lyophilisierter Rohmagermilch, pasteurisierter und uperisierter Magermilch gefütterten Tieren gefunden wurden. Die Proteinefficiency war bei mit uperisierter Milch gefütterten Tieren gegenüber im Autoklaven sterilisierter Milch signifikant besser. Die Zusammensetzung der Blutserumproteine erfuhr keine Veränderung. Eine histologische Untersuchung der Tierorgane (Leber, Niere, Nebenniere, Milz, Herz, Hoden) ergab ebenfalls keinen Hinweis auf eine ungünstige Wirkung der uperisierten Milch; die Leberfunktionsprüfung wurde durch keines der eingesetzten Milchpulver beeinflu .

Bei 10 Stichproben betrugen die Verluste an Gesamt-Vitamin C in Kartoffeln 40–70% des Rohwertes. Diese Werte treffen aber nur für 60% der Fälle zu; 10% liegen oberhalb eines Verlustwertes von 70%, 30% liegen unterhalb des Wertes von 40%.Die Vitamin-C-Verluste in Kohlarten lagen zwischen 66 und 89% des Rohwertes.Alle Kartoffeln und alles Gemüse wurden gleichartig und routinemäig in einer Groküche mit einem Transferautomaten gedämpft. Die Angaben erfolgten in mg% Feuchtgewicht. Die absoluten Vitamin-C-Gehalte werden ebenfalls aufgeführt.Die Ursachen der Schwankungen der Vitamin-C-Verluste in Kartoffeln werden untersucht. Aus den Ergebnissen und der Literatur wird geschlossen, da diese Schwankungen vorwiegend auf Unterschiede der Qualität und damit auch des Vitamin-C-Gehaltes der rohen Kartoffelknolle zurückgeführt werden mu.Weitere Nährwertbestimmungen in efertigen Speisen müssen durchgeführt werden, da auf diesem Gebiet noch wenig gearbeitet worden ist. Es soll die Schwankungsbreite der Vitamin-C-Werte in den fertigen Speisen verschiedener Groküchen kontrolliert werden. Die Nährwertberechnung mit Tabellen könnte damit wieder auf eine wissenschaftliche Grundlage gebracht werden.Auf den ernährungsphysiologischen Vorteil des Transferautomaten bei der Vitamin-C-Erhaltung wird kurz eingegangen.

Zur Frage der Aktivierbarkeit des mütterlichen und kindlichen Lipoprotein-Lipase-Systems in der Puerperalperiode by W. Auerswald; W. Doleschel; Astrid von Lützow; W. Müller-Hartburg (49-53).
Bei 6 klinisch gesunden Frauen wurde die Aktivierbarkeit des Lipoprotein-Lipase-Systems durch Heparin unmittelbar ante partum und etwa 1, 4 und 7 Tage post partum untersucht. Die vor der Geburt mit 0,0095Μ äq./ml/min. (s=±0,0016) gegenüber den Normalwerten sowohl des Erwachsenen wie auch des Neugeborenen erniedrigten Werte sinken am 2. Tag post partum auf den Tiefpunkt mit 0,0067Μ äq./ml/min. (s=±0,020) ab und zeigten von da an wieder ansteigende Tendenz, die am 8. Tag über die Auagangswerte hinausführte. Der Unterschied in der Aktivierbarkeit des Lipoprotein-Lipase-Systems bei Gebärenden und Neugeborenen wird zur Interpretation des früher beschriebenen Unterschiedes zwischen deren Lipoproteinspektren herangezogen.

Nach wiederholter intracaecaler Injektion von Cocarboxylase bei Ratten mit Thiaminmangel kommt es als Zeichen einer Resorption im Dickdarm zu einem Gewichtsanstieg. Kontrollgruppen, denen die gleiche Thiaminmenge in Form von Thiaminhydrochlorid injiziert wird, zeigen den gleichen Gewichtsanstieg, so da das Resorptionsvermögen des Dickdarms für beide Substanzen als gleich angesehen werden mu.Riboflavin, in Form von Riboflavin-5′-phosphat-Natrium intracaecal B2-Mangeltieren injiziert, führt als Zeichen einer Resorption zu einem Gewichtsanstieg.Vitamin-A-Palmitat wird von der Ratte nach intracaecaler und nach rektaler Verabreichung, gemessen an der Leberspeicherung, resorbiert. Beim Menschen konnte nach intracaecaler und nach rektaler Applikation von Vitamin A kein Anstieg des Vitamin A im Serum nachgewiesen werden. Ob die Ursache des fehlenden Anstiegs von Vitamin A im Serum dadurch bedingt ist, da die Resorptionsgeschwindigkeit im Dickdarm geringer ist als die Eliminationsgeschwindigkeit des Vitamins aus dem Blut oder ob der menschliche Dickdarm kein Vitamin A resorbieren kann, konnte nicht entschieden werden.

Die Untersuchungen im Eiertest über die Verträglichkeit von Cafestol in Olivenöl gelöst, haben bei einer intravitellären Beimpfung der Bruteier am 6. Bebrütungstage eine durchschnittliche LD50 von 2,92 mg Cafestol/kg-Ei (−2,53 mg/kg-Ei; +3,38 mg/kg-Ei) ergeben. Nach Abzug der schädigenden Wirkung des Olivenöles errechnete sich für das Cafestol allein eine durchschnittliche LD50 vpn 4,15 mg/kg-Ei (−3,60 mg/kg-Ei; +4,77 mg/ kg-Ei). Das im Versuch verwendete Olivenöl wies eine. LD50 von 9,94 ml bzw. 9,11 g/kg-Ei auf.

Buchbesprechungen by K. H. Bässler; R. Wenger; K. Lang; R. Frey; L. Jaenicke; W. Schuphan; J. Gutschmidt; J. Kuprianoff; E. ühlein (70-76).

Mitteilungen (76-76).