European Journal of Nutrition (v.5, #2)

The activities of the acetates of d-, d, l- and l-α-tocopherols against encephalomalacia in chicks reared on a diet with 30% lard as the main source of linoleic acid and 31.53% corn starch as source of carbohydrate were found to be 168 for the d-form, 100 for the d,l-form, and 44 for the l-form (the activity of d, l-α-tocopherol acetate arbitrarily being set at 100). The accuracy of the determinations is not very great. It could be increased by using more chicks for the doses giving an incidence of encephalomalacia of about 50%, and smaller intervals between the doses.Full protection against encephalomalacia was obtained with 1.19 mg% of the d-form, 2.00 mg% of the d,l-form, and 4.52 mg% of the l-form, all as the acetates.Assuming that the free tocopherols have the same activity as their acetates on a molar basis, full protection would be reached with 1.08 mg% of the d-form, 1.82 mg% of the d, l-form, and 4.12 mg% of the l-form, all as the free tocopherols.Analysis of the lard and corn starch used in the experiments showed that the diet with 30% lard contained 1.57% linoleic acid, viz. 1.50% from lard and 0.07% from corn starch. Further, the diet contained 0.17 mg% d-α-tocopherol originating from lard. The content of d-α-tocopherol originating from corn starch was negligible.From the above mentioned data it can be calculated that a total amount of 1.25 mg d-α-tocopherol was required for compensation of the encephalomalacia producing effect of 1.57 g of linoleic acid under the conditions of the experiment.Die Schutzwirkungen der Acetate von d-, d, l- und l-α-tocopherol gegen Encephalomalacie in jungen Küken wurden untersucht.Die Encephalomalacie hervorrufende Nahrung enthielt 30% Schweineschmalz als Hauptquelle von Linolsäure, und 31.35% Maisstärke als Kohlenhydrat-Quelle.Wenn die Aktivität des d, l-α-tocopherol-acetats willkürlich auf 100 gesetzt wird, wurde die Aktivität des d-α-tocopherol-acetats auf 168, und die des l-α-tocopherol-acetats auf 44 gefunden. Die Genauigkeit der Bestimmungen ist nicht sehr gro. Gröere Genauigkeit würde mehrere Küken und kleinere Differenzen zwischen den gewählten Dosen erfordern.Volle Schutzwirkung gegen Encephalomalacie wurde mit 1.19 mg% des d-α-tocopherolacetats, 2.00 mg des d, l-α-tocopherol-acetats und 4.52 mg% des l-α-tocopherol-acetats erreicht.Unter der Voraussetzung, da die freien Tocopherole dieselbe Schutzwirkung pro Mol. haben wie die entsprechenden Acetate, lä es sich berechnen, da volle Schutzwirkung mit 1.08 mg% der d-Form, 1.82 mg% der d, l-Form und 4.12 mg% der l-Form des freienα-tocopherols erreicht wird.Analysen des verwendeten Schweineschmalzes und der verwendeten Maisstärke zeigten, da die 30% Schweineschmalz enthaltende Nahrung 1.57% Linolsäure enthielt, nämlich 1.50% von Schweineschmalz und 0.07% von Maisstärke herrührend. Die Nahrung enthielt 0.17 mg% d-α-tocopherol vom Schweineschmalz herrührend, während die von der Maisstärke herrührende Menge von d-α-tocopherol vernachlässigt werden konnte.Es lä sich somit berechnen, da voller Schutz gegen die Encephalomalacie-hervorrufende Wirkung von 1.57 g Linolsäure unter den vorliegenden Versuchsbedingungen eine Gesamtmenge von 1.25 mg d-α-tocopherol erfordert hat.

Physiologische Wirkungen und Stoffwechsel dimerer Fettsäuren by G. Czok; W. Griem; W. Kieckebusch; K. H. Bässler; K. Lang (80-89).
Die langfristige Verfütterung von 5% dimeren Fettsäuren entspr. rund 1,5 g/kg Körpergewicht (bezogen auf das Endgewicht) ergab toxische Wirkungen: Wachstumsverzögerungen, verschlechterte Futterefficiency, Verschlechterung des Grundumsatzes, Senkung der Körpertemperatur, Störung der Leberfunktion und Ablagerung eines abnormen Pigments im RES und in Organzellen.Auf Grund dieser Befunde wird geschlossen, da ein für die Ernährung des Menschen geeignetes Nahrungsfett erheblich weniger als 1% Dimere enthalten sollte.

Ernährungsphysiologische Eigenschaften von Rotbarschöl by A. Fricker; B. Schmidt; K. Lang (90-100).
Nach einleitender Besprechung der chemischen und ernährungsphysiologischen Eigenschaften von Fischölen wird über Untersuchungen über die scheinbare Ausnützung von Sojaöl, unverändertem und anoxydiertem Rotbarschöl (POZ ∼ 50) berichtet, die ergaben, da das unveränderte Fischöl eine niedrigere scheinbare Ausnützung aufweist. Die Höhe der Ausnützung ändert sich mit der Versuchsdauer.Bei der erstmaligen Verabreichung von 1-14C-markierter Palmitinsäure im Gemisch mit den 3 ölsorten besteht eine weitgehende übereinstimmung der Aktivitätsverteilung im Stoffwechsel. Lediglich eine Tendenz zur vermehrten Resorption und Oxydation der Palmitinsäure scheint sich darzutun, wenn man sie mit anoxydiertem Rotbarschöl verabreicht gegenüber der Zuführung mit nativem öl.

Ernährungsphysiologische Eigenschaften von Rotbarschöl by A. Fricker; G. Czok; E. Schäffner; K. Lang (100-105).
Es wird über die Bestimmung der Resorptionsgeschwindigkeit von Sojaöl, unbehandeltem und anoxydiertem Rotbarschöl (POZ etwa 50) berichtet. Die beiden Fischöle werden etwas schneller resorbiert als das Sojaöl. Die Ergebnisse werden mit früheren Versuchen sowie mit Angaben vonThomasson verglichen und die festgestellten Unterschiede diskutiert.

Im langfristigen Fütterungsversuch mit Ratten, der sich über 3 Generationen erstreckte, konnte festgestellt werden, da Rotbarschöl, insbesondere bei Ergänzung mit Tokopherol, eine noch stärker blutcholesterinsenkende Wirkung entfaltet als Sojaöl. Eine leichte Anoxydation ändert daran nichts. Im Gesamt-Lipid- und im Gesamt-Lipid-Phosphor-Gehalt des Blutserums ergaben sich keine eindeutigen Unterschiede zwischen Ratten, die 20% Sojaöl, und solchen, die 20% frisches bzw. anoxydiertes Rotbarschöl erhielten. Dasselbe traf für die Verhältnisse: Gesamt-Lipid zu Gesamt-Lipid-P sowie Cholesteringehalt zu Gesamt-Lipid-P zu.

Toxikologische Untersuchungen an Saugferkeln bei Verfütterung Aldrin-behandelter Möhren (Daucus carota) by J. Brüggemann; Ch. Zentz; K. Drepper; J. Tiews; K. -H. Niesar (112-123).
In Fütterungsversuchen an Ferkeln wurde der Einflu des Insektizids Aldrin auf Allgemeinbefinden, Gewichtszunahme, Futterverwertung, Vitamin-A-Gehalt im Blutplasma und Leber, sowie die Rückstandsbildung an Aldrin und Dieldrin in verschiedenen Organen geprüft. Gestaffelte Aldrinzusätze (25–100 ppm) zu einem Milchersatzfutter führten bei 3 Tieren der höchsten Dosierungsstufe (= 3,7 mg Aldrin/kg Körpergewicht täglich) in der 1.–2. Versuchswoche vorübergehend zu nervösen Ausfallserscheinungen: Motorische Unruhe, Muskelzittern, klonische Krämpfe, Dyspnoc, Pupillenstarre, Sehstörungen. Unterschiede im Vitamin-A-Plasmawert zwischen Kontroll- und Versuchsgruppen wurden nicht festgestellt. Aldrin- und Dieldrinrückstände im Gewebe, besonders im Unterhautfettgewebe stiegen mit der Aldrinkonzentration im Futter an. 3 mg Aldrin bzw. 1,5 mg Dieldrin per os beeinflu e die Vitamine -A-Speicherung in der Leber von Ratten nachhohe Vitamin-A-Dosierung nicht.

Es wird eine spezifische Methode zur Bestimmung von Vitamin B1 in Nahrungsmitteln und Harn gegeben in der Gröenordnung von 0,1–1,0Μg. Die Genauigkeit der Methode beträgt ±8%.

Es wird eine kombinierte papierchromatographische und fluorometrische Methode zur Bestimmung von Ascorbinsäure und Dehydroascorbinsäure angegeben. Die Methode arbeitet in einem Bereich von 2,5–25Μg mit einer Genauigkeit von ±8%.

Buchbesprechungen by H. W. Bansi; Bramstedt; K. Lang; W. Wirths; E. ühlein; G. Lehmann (142-146).

Mitteilungen (148-148).