European Journal of Nutrition (v.5, #1)

Free and total cholesterol contents of milk and a number of dairy products were determined. 5–10% of the total cholesterol was found present in the ester form in Cheddar cheese, butter and butterfat, and there is no evidence that this ratio was different from one dairy product to another. The results of these analyses were confirmed by thin layer chromatography.

Adeqate allowance for vitamin C by Julius Sigurjonsson (4-7).
Observations on C-vitamin nutrition in Iceland do not lend support to the assumption that a state of near-saturation is required for full benefit to be attained from this vitamin. Here a great part of the population rarely exceed 30 mg./day and values of about 20 mg. and less are frequent. Yet, the standard of health is in the highest range.In general, these observations are in concord with the results of the well known Sheffield experiments.It is maintained that it remains to be shown conclusively that an increased intake above 20–30 mg. per day is of any benefit under otherwise normal conditions. The apparent increase of catabolism of ascorbic acid at the higher intake levels might, as the increased urinary excretion, be interpreted as a means to deal with surplus intake.According to present knowledge, therefore, it is found that there is no need to recommend a higher allowance for vitamin C than the standard of 30 mg./day for the adult adopted by the Technical Commission on Nutrition of the League of Nations.

Zur Frage der Vitaminversorgung durch die Darmflora by B. Gassmann; H. Haenel; H. -A. Ketz; M. Zobel (7-15).
In Untersuchungen über die Resorptionskapazität verschiedener Darmabschnitte der Ratte für in Colibakterien gebundenes und wäßrig gelöstes35S-Thiamin gleicher Menge und Radioaktivität wird an der Leber- und Niereninkorporation gezeigt, daß in Colibakterien gebundenes Thiamin im Dünndarm weitgehend resorbiert wird. Im Caecum und Colon hingegen wird das Bakterienthiamin in wesentlich geringerem Maße verwertet als das in wäßriger Lösung vorliegende.Nach intracaecaler Verabfolgung von Na2 35S oder Na235SO4 ist bei 12 von 16 koprophagie-gehinderten Ratten im Blinddarminhalt und nur bei 2 in der Leber biosynthetisiertes35S-Thiamin nachgewiesen worden. Bei ähnlich behandelten insgesamt 36, eine Woche alten Rattensäuglingen ist in keinem Fall eine Resorption von35S-Thiamin festgestellt worden.In einem 27 Tage dauernden Ernährungsversuch haben 5 Männer und eine Frau mittleren Alters eine in der Zusammensetzung gleichbleibende adäquate Mischkost mit zeitweiligen Zellulosezulagen erhalten. Von 5 untersuchten B-Vitaminen sind unter dem Einfluß des zusätzlichen Zelluloseverzehrs, insgesamt gesehen, signifikante Änderungen der täglichen renalen Ausscheidung nicht beobachtet worden.Aus den Versuchsergebnissen und den im Schrifttum vorliegenden Befunden anderer Autoren wird geschlossen, daß die Ausnutzbarkeit enteral synthetisierter Vitamine im allgemeinen zu gering ist, als daß sie für die Versorgung des Makroorganismus eine Rolle spielen könnten. Die Wirksamkeit von Kahrungszusätzen, die den mikrobiellen Stoffwechsel im Darm in Hinsicht auf eine bessere Vitaminversorgung des Makroorganismus beeinflussen sollen, ist nicht gewährleistet.

Aromatische Crackprodukte von Sterinen (III) by K. Hoffelner; H. Libert; L. Schmid (16-21).
Bei der Hitzezersetzung des Ergosterins konnten drei aromatische Kohlenwasserstoffe und zwei Phenole erhalten und charakterisiert werden.

Metabolic studies on scorbutic guinea pigs by R. Guchhait; B. C. Guha; N. C. Ganguli (21-30).
The tissue weight and fatty acid concentration were observed to be higher in the case of scorbutic guinea pigs compared to the pair-fed control animals. Amongst the tissues analysed, maximum increase in fatty acid level was found with the liver tissue.Fatty acid synthesis by the scorbutic tissuein vitro was diminished. Both tissue homogenates and slices had less capacity to convert acetate-1-14C to labeled fatty acids. The specific activities of the synthesised fatty acids by tissues of scorbutic guinea pigs were appreciably less than that synthesised by the corresponding tissue preparations from the pairfed animals. Incorporation by tissue from normal animal fed ‘ad libitum’ was more compared to the tissue from pair-fed one.Hepatic oxidation of acetate-1-14C to14CO2 by slices was depressed in scurvy.Mitochondria prepared from scorbutic liver tissue exhibited a lower oxidation of octanoate-1-14C to14CO2. Addition of essential cofactors like ATP and Mg++ in the system did not improve the depressed oxidation.Thein vitro oxidation of terminally labeled higher fatty acids like lauric, myristic and stearic to 14CO2 by the mitochondrial tissue preparation from scorbutic guinea pigs was appreciably depressed as a result of this disease. ATP and Mg++ could fortify considerably this defect.The significance of these findings in relation to lipid metabolism in scurvy is discussed.

Es wird über chemisch-analytische Untersuchungen von je 5 zu verschiedenen Jahreszeiten gewonnenen Chargen Rotbarsch-Körperöl, Sojaöl sowie von leicht anoxydiertem Rotbarschöl berichtet. In diesen Ölen wurden ermittelt: Jodzahl, Peroxydzahl, Neutralisationszahl, Hydroxylzahl, Verseifungszahl, Gehalt an Unverseifbarem, an freiem und an Gesamt-Sterin, an gesättigten Säuren und an Polyensäuren. Die Gesamt-Fettsäurezusam-mensetzung sowie die Zusammensetzung der gesättigten Fettsäuren wurden gaschromato-graphisch bestimmt. Durch Alkali-Isomerisierung mit nachfolgender spektralphotometrischer Messung wurden die Gehalte der Öle an Dien-, Trien-, Tetraen-, Pentaen- und Hexaensäuren ermittelt.

Die lineare Programmierung (LP) ist eine Methode, die zur Untersuchung mathematischer Modelle bei wirtschaftlichen Vorgängen angewendet wird. Das Grundproblem der LP ist, den Wert einer linearen Zielfunktion, deren Variable vorgegebenen Gleichungen und Ungleichungen genügen, zu maximieren oder zu minimieren. Die LP bietet ein Verfahren zur Lösung von Optimierungsaufgaben, wobei theoretisch beliebig viele Komponenten so kombiniert werden, daß unter gegenseitiger Kompensation die geringstmöglichen Kosten entstehen oder der höchstmögliche Gewinn erzielt wird.In vorliegender Arbeit wurde ein Versuch gemacht, die LP der menschlichen Ernährung nutzbar zu machen. Für die Berechnung der Minimalkostenlösung wurden benutzt a) „gewogene“ Nahrungsmittelpreise nach Preisen des Statistischen Bundesamtes; b) Nährstoffanalysen nach der „Kiemen Nährwerttabelle der Deutschen Gesellschaft für Ernährung“; c) „Restriktionen“, die aus derTabelle über die wünschenswerte Höhe der Nahrungszufuhr des Ausschusses für Nahrungsbedarf der Deutschen Gesellschaft für Ernährung ermittelt werden.Es werden mehrere Beispiele von preislich günstigen Rationen für Tagesverpflegungen und für Mittagsmahlzeiten in Großküchen berechnet. Ihre Vor- und Nachteile bzw. ihre Eignung für die Küchenpraxis wird diskutiert. Die LP für die menschliche Ernährung könnte auf weitere Beispiele von Warenkörben, die auf minimalen Kosten basieren, angewendet werden (Speisenpläne für Krankendiäten und Schonkostformen für Sozialempfänger, Speisenpläne für Großküchen, Nahrungszusammenstellungen unter besonderen Aspekten für die Bevölkerung von Entwicklungsländern).

Physiologische Wirkungen und Stoffwechsel dimerer Fettsäuren by A. Fricker; E. Schäffner; K. Lang (57-63).
Die Fütterung von Methylestern dimerer Fettsäuren an Ratten führt zwar nur zu relativ geringfügigen Gehaltsveränderungen des Blutserums bezüglich der Gesamt-Lipide, des Cholesterins und des Gesamt-Lipid-Phosphors. Der Gehalt der Tiere an Gesamt-Fett wird aber deutlich erniedrigt und die Fettsäurezusammensetzung des Körperfettes ändert sich in erheblichem Umfang. Auch wird ein geringer Teil der dimeren Säuren in das Körperfett eingebaut. Dieser Anteil ist jedoch so niedrig, daß ein Abbau der Säuren im Körper angenommen werden muß.

Die Existenz noch unidentifizierter Vitaminfaktoren, die wichtige Funktionen in Wachstums- und Entwicklungsprozessen ausüben, wurde unter den die Naturfette begleitenden Stoffen nachgewiesen. Eine suboptimale Zufuhr dieser Faktoren verursacht eine Verminderung des Wachstums mit Verlangsamung der Entwicklung, bei völligem Mangel dieser Faktoren sterben neugeborene Tiere infolge Entwicklungsstörungen im Nervensystem.

Buchbesprechungen by H. Netter; K. H. Bässler; C. H. Mellinghoff; Schallock; W. Wirths; Schormüller; E. Ühlein; H. Richter (66-72).

Mitteilungen (72-72).