European Journal of Nutrition (v.4, #3-4)

An wachsenden Ratten wird der Einflu von täglich aufgenommenen Vitamin D3 (in drei verschiedenen Dosen: 50, 500, 500 I. E. pro Tier und Tag) auf den Stoffwechsel von90Sr, das mit 1750 pC/g Nahrungscalcium angeboten wird, untersucht.Darm/BlutplasmaBlutplasma/SkeletBlutplasma/Harn Die Vitaminierung verbessert die Diskriminierung bei dem Plasma/Skelet-Übergang. Die Diskriminierungsleistung des Darmepithels bei der Resorption und der Niere bei der Ausscheidung ist verschlechtert.

Zur Speicherung von radioaktivem Strontium by Manfred Fingerhut (178-182).
Die Einwirkung und Speicherung von mit der Nahrung aufgenommenem Sr-90 wird im Tierexperiment an Ratten Über 5 Generationen verfolgt. Die Tiere erhalten Über die gesamte Lebensdauer trägerfreies Sr-90 als Chlorid in konstantem Verhältnis zum Ca in der Nahrung. Die Aufnahme des Sr-90 in das Skelet der heranwachsenden Tiere ist in der ersten Generation durch eine Exponentialfunktion zu beschreiben. Bei den Tieren der folgenden Generationen wird nach 4 Wochen Lebensalter ein erhöhter Sr-90-Gehalt im Skelet gemessen. Beim Heranwachsen fällt die Aktivität exponentiell auf den Maximalwert der ersten Generation ab. Dieser Abfall erfolgt langsamer als der Anstieg in der ersten Generation. Aus den Ergebnissen kann geschlossen werden, da das Diskriminierungsvermögen zwischen Sr-90 und Ca im FrÜhstadium der Wachstunisperiode noch nicht voll entwickelt ist. Die Auswertung der biologischen Daten lie bei Wachstum, Gewichtszunahme und Proteinefficiency sowie bei den einzelnen Paarungen keinen Einflu der Sr-90 Contamination erkennen. Auch in der Lebensdauer der beiden ersten Generationen wurde kein bemerkenswerter Unterschied zwischen der Kontrollgruppe und den beiden Versuchsgruppen festgestellt.

Zur Beurteilung des Ernährungszustandes von Alternden und Alten eignet sich die Röntgenuntersuchung, und zwar am besten in Form von Schirmbilduntersuchungen. Die Verteilung des Fettgewebes verändert sich im Laufe der Biomorphose. Es fängt vom 65. Jahr an allmählich Überall abzunehmen. Die Verminderung der Muskulatur erfolgt regelmäig ohne Veränderung der Verteilung. Die Knochensohatten sollen densitometrisch geprÜft werden, um ihren Mineralstoffgehalt bestimmen zu können. Endokrinologische Faktoren spielen in der Verminderung des Mineralstoffgehaltes eine wesentliche Rolle.

Alimentary production of gallstones in hamsters by F. Christensen; I. Prange; H. Dam (186-192).
Five groups of young hamsters were fed a “fat-free≓ basal diet containing 20% casein, 62.3% glucose and 12% rice starch as protein and carbohydrate components. Six other groups received the same basal diet in which 3% glucose was replaced by cod liver oil, filtrol-treated cod liver oil, distilled ethyl esters of the fatty acids from menhaden body oil, soybean oil, or soybean oil and 0.1% cholesterol, respectively. One of the groups fed the fat-free basal diet received an addition of 6.5 mg CuSO4, 5 H2O, 19.7 mg MnSO4, H2O, and 0.65 mg KI per 100 g diet.Among the animals surviving the first 42 days of the feeding period, those receiving the fat-free basal diet had a very high incidence of cholesterol gallstones and a very low or moderate incidence of amorphous pigmented gallstones or “mixed stones≓ (i.e. stones containing both cholesterol and amorphous material in considerable amounts). The surviving animals in the groups receiving the unsaturated fats had no cholesterol gall-stones but a much more pronounced tendency to formation of amorphous pigmented gallstones than the survivors in the corresponding groups fed the fat-free diet. The incidence of amorphous pigmented gallstones was higher in the group receiving untreated cod liver oil than in the groups receiving filtrol-treated cod liver oil or distilled ethyl esters of fatty acids from menhaden oil. The addition of 0.1% cholesterol to the soybean oil diet did not alter the incidence of gallstones. In the groups fed the fat-containing diets, the incidence of amorphous pigmented gallstones was (with one exception) higher among the females than among the males.Supplementation of the fat-free diet with copper, manganese and iodide did not alter the incidence of gallstones significally.FÜnf Gruppen von jungen Hamstern erhielten eine fett-freie Basal-Nahrung, deren Protein- und Kohlenhydratenkomponenten aus 20% Casein, 62,3% Glucose und 12% Reisstärke bestanden. Sechs andere Gruppen erhielten dieselbe Basal-Nahrung, in welcher 3% Glucose durch Dorschlebertran, bzw. Filtrol-behandelten Dorschlebertran, distillierte Methylester der Fettsäuren von Menhaden-Körperöl, Sojabohnenöl, und Sojabohnenöl plus 0,1% Cholesterol ersetzt worden waren. In einer der fettfrei ernährten Gruppen wurde die Nahrung mit 6,5 mg CuSO4, 5 H2O, 19,7 mg MnSO4, H2O und 0,65 mg KI supplementiert.Unter den Tieren, welche die ersten 42 Tage der FÜtterungsperiode Überlebten, war das Vorkommen von Gallensteinen wie unten angegeben:In den mit der fettfreien Basal-Nahrung gefÜtterten Gruppen war die Incidenz von Cholesterin-Gallensteinen sehr hoch, während die Incidenz von amorphen pigmentierten oder gemischten Gallensteinen (d. h. Gallensteinen, die aus Cholesterin und amorpher Substanz in reichlicher Menge bestanden) sehr niedrig oder nur moderat war.Die Tiere, welche die Zulage von 3% der ungesättigten öle erhielten, hatten keine Cholesterin-Gallensteine, dagegen war die Neigung zur Bildung von amorphen pigmentierten Gallensteinen viel gröer als in den entsprechenden fettfrei ernährten Gruppen. Die Incidenz von amorphen pigmentierten Gallensteinen war höher in den Gruppen, welche mit dem unbehandelten Dorschlebertran gefÜttert wurden, als in denjenigen, welche Filtrol-behandelten Dorschlebertran oder äthylester von Fettsäuren aus Menhaden-öl erhielten. Zulage von 0,1% Cholesterin zu der Sojabohnenöl-Nahrung hatte keinen Einflu auf die Entwicklung von Gallensteinen. Das Vorkommen von amorphen pigmentierten Gallensteinen in den mit fetthaltiger Nahrung gefÜtterten Gruppen war (mit einer Ausnahme) häufiger bei den Weibchen als bei den Männchen.Zulage von Kupfer, Mangan und Iod zur fettfreien Basal-Nahrung hatte keinen sicheren Einflu auf das Vorkommen von Gallensteinen.

Alimentary production of gallstones in hamsters by I. Prange; F. Christensen; H. Dam (193-207).

Des directives sont absolument nécessaires en matière d'alimentation, pour les économes et le personnel de cuisine des instituts. Une bonne alimentation est trop considerée comme «une alimentation luxueuse».Il est urgent de donner une information alimentaire progressive aux élèves afin de les familiariser avec les connaissances alimentaires et les exigences de leur âge. Nous pensons qu'en assurant une bonne alimentation à notre jeunesse nous touchons au problème capital d'améliorer la santé générale de notre population. Pour corriger et redresser les habitudes alimentaires, cette ambition doit pouvoir permettre de conjuguer les bonnes volontés et les efforts de tous.

In langfristigen Untersuchungen an vier Versuchspersonen wurden die Auswirkungen des Fettgehaltes der Kost — 5% bzw. 35 bzw. 60% Fettkalorien in Gestalt von Fett mit Überwiegend gesättigten Fettsäuren — auf das Plasma-Cholesterin untersucht. Bei fettarmer Ernährung liegen freies und gesamtes Cholesterin im Plasma tiefer als bei gemischter Normalkost, bei fettreicher Ernährung im Serum gleich hoch oder nur vorÜbergehend höher als bei Normalkost.Es wird dargelegt, da das hier festgestellte Fehlen eines regelhaften Cholesterinanstiegs nach Verdoppelung der Zufuhr von Nahrungsfetten mit hohem Gehalt an gesättigten Fettsäuren einer verbreiteten Meinung widerspricht, da es aber in Übereinstimmung steht mit Beobachtungen anderer Autoren, die weithin unbeachtet geblieben sind.The research concerns the effects of the content of fat in food on the plasma cholesterol (5 resp. 35 resz. 60% of the total fat calories consisted in fats which contain mostly saturated fatty acids). It had been continued over a long period on four subjects.Using nutrition poor on fat the free and the total cholesterol in the plasma is more reduced than in normal mixed food. Nutrition rich on fats proves the plasma cholesterol in the serum as high or only transitorily higher than in normal food.The lack of a regulable increase of cholesterol after doubling the supply of nutritional fats with high content of saturated fatty acids is contradictory to a common opinion, but the result of the above research corresponds with the experience of other authors to whom the proper attention was not paid.

Ribonucleinsäure wurde trocken, in wä iger Lösung und zusammen mit Glukose erhitzt. Die chemischen Veränderungen bestehen erstens in der Spaltung der N-glykosidischen Bindung, vorwiegend der Purinbasen, und zweitens im Abbau des MakromolekÜls durch Spaltung der Phosphoresterbindung.Die akute Toxizität der Ribonucleinsäure ist sehr gering. Sie nimmt bei den erhitzten RNS-Präparaten zu. Die täglich durch die Nahrung aufgenommene Ribonucleinsäuremenge liegt jedoch weit unter der kritischen Grenze. Vom ernährungsphysiologischen Standpunkt aus können sowohl die Ribonucleinsäure als auch die erhitzten Ribonucleinsäuren als unbedenklich angesehen werden.

Bedarf an Vitamin E in Abhängigkeit von der Zufuhr an Linolsäure by F. Weber; H. Weiser; O. Wiss (245-253).
Linolsäure vermindert die Aufnahme von dl-α-Tokopherol aus dem Darm. Auf Grund der vorliegenden Versuchsresultate kann jedoch nicht entschieden werden, ob ein Einflu auf die Resorption oder eine Zersetzung des dl-α-Tokopherols im Magendarmkanal dafÜr verantwortlich ist.Linolsäure erhöht aber auch den Bedarf an dl-α-Tokopherol unter Bedingungen, die eine Beeinflussung der Aufnahme des Vitamins E aus dem Darm ausschlieen. Dieser Mehrbedarf beträgt bei der Ratte ca. 0,5 mg dl-α-Tokopherol-acetat pro g Linolsäure. L'acide linoléÏque diminue l'absorption du di-α-tocophérol à partir de l'intestin. On ne peut cependant pas distinguer si cette action résulte d'une résporption ou d'une décomposition du-α-tocophérol dans le tractus gastro-intestinal.L'acide linoléÏque augmente également les besoins en di-α-tocophérol dans des conditions qui excluent toute action de l'absorption de vitamine E à partir de l'intestin. Cet accroissement des besoins atteint chez le rat environ 0,5 mg d'acétate de di-α-tocophérol par g. d'acide linoléÏque. Linoleic acid reduces the uptake of dl-α-tocopherol from the intestine. The design of the experiments, however, does not allow to decide whether linoleic acid influences the absorption of dl-α-tocopherol or decreases the uptake by destruction of the vitamin in the intestine.Linoleic acid, however, also increases the requirement for dl-α-tocopherol under conditions which exclude any influence of linoleic acid on the uptake of vitamin E from the intestine. This increase of the vitamin E requirement in the rat amounts to about 0.5 mg of dl-α-tocopheryl acetate per gram of linoleic acid.

Elektronenmikroskopisch schon nach der geringsten Dosis (0,5 mg Pyramin/100 g K.g.) eine Schwellung der Leberzellen (Mitochondrion und endoplasmatisches Retikulum) und ein Schwund von Ribosomen, wie bei akuten Hypoxydosen. Diese Veränderungen sind innerhalb von 24 Stunden reversibel.In Leber und Herzmuskel eine Glykogenvermehrung, nur nach hohen Dosen Pyramin eine Verminderung.Der Mitoseindex ist nach 2- und 4 facher Injektion kleinerer Dosen in der Regel erhöht, nach 6–10 facher Injektion dagegen in der Regel nicht oder gering erhöht. Das letztere gilt auch fÜr die Gruppen, bei denen 2 bis 4 mal hohe Dosen injiziert worden sind. 24 Stunden nach einmaliger Injektion in der Regel keine Mitosen.Alle Veränderungen sind reversibel und Folge einer akuten Hypoxydose. Die Glykogenvermehrung wird als Ausdruck einer Stapelung gedeutet, verursacht durch eine Verwertungsstörung der Kohlenhydrate im Gefolge des Enzym- (Cocaboxylase-)Blocks. Der erhöhte Mitoseindex ist Anzeichen einer gesteigerten Regeneration.

Untersuchungen Über den Nährwert von Dehydro-GemÜsen by Waldtraud Kieckebusch; Konrad Lang (262-271).
Bei Trockenkarotten wurde eine gute Erhaltung von Carotin und den B-Vitaminen festgestellt.Die biologische Wertigkeit des Proteins von Trockenbohnen wurde relativ zu Casein zu 43% bestimmt. Ein direkter Vergleich zu frischen grÜnen Bohnen ist wegen des zu niederen Proteingehaltes derselben nicht möglich. Die festgestellte biologische Wertigkeit der Trockenbohnen erscheint aber so hoch, da mit einer weitestgehenden Erhaltung beim Trocknungsproze und der Lagerung gerechnet werden kann. Die Erhaltung der Ascorbinsäure beträgt 35–60%.Versuche mit getrocknetem Spinat stieen auf groe technische Schwierigkeiten wegen der aus organoleptischen GrÜnden bedingten Futterverweigerung der Tiere. Die untersuchten DehydrogemÜse zeigten somit gÜnstige ernährungsphysiologische Eigenschaften.

Buchbesprechungen by C. H. Mellinghoff; K. Lang; R. Frey; M. J. L. Dols; W. Schuphan; H. Richter; Spiess (272-278).