European Journal of Nutrition (v.3, #3-4)

Über den Einfluß des Mangans auf die Aktivität der alkalischen Milchphosphatase by Friedrich Kiermeier; Herbert Johannsmann (135-140).
In einem Fütterungsversuch wurde der Mangangehalt der Milch nur geringfügig durch Zusätze von MnSO4 zum Futter beeinflußt.Zwischen dem Mangangehalt der Milch und der Aktivität der alkalischen Milchphosphatase besteht ein statistisch gesicherter Zusammenhang.

The effect of thiocyanate in nutrition on the iodine content of cow's milk by Eino Piironen; Artturi I. Virtanen (140-147).
When cows are continuously fed amounts of potassium thiocyanate corresponding to the quantity formed from 15–30 kg of the marrow kale or rutabaga per day (1.5 and 3.0 g of SCN, respectively), the thiocyanate concentration in the milk rises and the iodine content of the milk decreases. When the feeding of thiocyanate is discontinued, the iodine content of the milk rises much above the initial level during a few days. The results suggest that this is due to a mechanism that regulates the uptake of iodide by the mammary gland.Wenn die Kühe kontinuierlich mit solchen Mengen von Kaliumrhodanid gefüttert werden (resp. 1,5 und 3,0 g SCN), welche der aus 15–30 kg Markstammkohl oder Kohlrübe pro Tag entstehenden Quantität entsprechen, steigt die Konzentration von Rhodanid in der Milch unter gleichzeitiger Senkung des Jodgehalts. Wenn die Fütterung von Rhodanid nicht mehr fortgesetzt wird, steigt der Jodgehalt stark über das Anfangsniveau während ein paar Tagen. Die Resultate weisen darauf hin, daß dies auf einen Mechanismus zurückzuführen sei, der die Jodidaufnahme der Milchdrüse regelt.

Erhitzen von Erdnußöl auf 205° während 18 Stunden führte zu keinen merklichen Veränderungen der Fettsäurezusammensetzung. Wiederholte Kartoffelzubereitung in auf 180° erhitztem Erdnußöl bewirkte einen deutlichen Rückgang des Linolsäuregehaltes. In 80tägigen Fütterungsversuchen ließen solche Ölgaben im Ausmaß von 10 und 20% einer normalen Diät zugefügt bei wachsenden Ratten keine signifikanten Veränderungen der Gewichtszunahmen erkennen.

Biological value and chemical score by H. Henderickx (158-163).
Basing on the amount of essential amino acids needed by the growing rat and on recent analytical figures, the chemical score of 36 proteins was recalculated. A regression equation was calculated: Biological value = 5,3+0,93. Chemical Score withr=+0,975. Two facts were demonstrated: 1. for determining the chemical score, the best reference figures result from the need of essential amino acids; 2. it is possible, on the basis of analytical figures, to calculate the biological value of a protein.Auf Grund des Bedarfs an essentiellen Aminosäuren bei wachsenden Ratten und an Hand rezenter Analysezahlen wurde die Chemical Score für 36 Proteine neu berechnet. Wir berechneten ebenfalls eine Regressionsgleichung: Biologische Wertigkeit =5,3 +0,93. Chemical ScoreR=+0,975.Zwei Tatsachen wurden dargelegt: 1. die besten Referenzzahlen zum Bestimmen der Chemical Score ergeben sich aus dem Bedarf an essentiellen Aminosäuren; 2. an Hand der Analysezahlen ist es möglich, die Biologische Wertigkeit eines Proteins zu berechnen.

Es wurde mit 2,5; 10 und 50 Mrad bestrahltes Sojaöl 3 Wochen lang zu 20% im Futter an erwachsene weibliche Ratten verfüttert und anschließend der Lipidgehalt des Serums untersucht.Bei denjenigen Tieren, die mit 10 Mrad bestrahltes Sojaöl erhalten hatten, fand sich eine Abnahme des Gesamtcholesterins von 43,1 auf 35,6 mg% und eine Erhöhung des Gesamtlipids von 240 auf 300 mg% sowie eine Erhöhung des Lipid-P von 3,85 auf 4,14 mg%.Diejenigen Ratten, die mit 50 Mrad bestrahltes Sojaöl erhalten hatten, zeigten keine Veränderung des Lipidgehaltes im Serum. Dies wird auf eine verminderte Resorption des höher bestrahlten Öles zurückgeführt.

Verfasser haben ein Verfahren zur Bestimmung der fluoreszierenden Stoffe des Tabakrauchs im Blut ausgearbeitet. Sie haben nachgewiesen, daß die fluoreszierenden Stoffe des Tabaks im Blut erscheinen. Fünf Minuten nach Rauchen einer Zigarette erreicht die Konzentration der fluoreszierenden Stoffe des Tabaks im Blut ihr Maximum. Dann nimmt die Konzentration dieser Stoffe stufenweise ab und in ungefähr 40–60 Min. verschwinden sie restlos aus dem Blute. Verfasser haben die Menge sämtlicher fluoreszierenden Stoffe des Tabaks mit Hilfe einer Coumarin-Eichkurve in Coumarinγ% ausgedrückt.Verfasser machen darauf aufmerksam, daß die fluoreszierenden Stoffe des Tabaks die Bestimmung der Katecholamine beeinträchtigen können, und das um so mehr, da — laut ihrer Versuche — der Tabak selbst eine beträchtliche Steigerung der Blutkatecholamm-Konzentration verursacht.

Die Spaltung von bei 180° geblasenen, epoxydierten, hydroxylierten und bestrahltem Sojaöl durch hochgereinigte Präparate von Pankreaslipase und Leberesterase in vitro ist geringfügig vermindert. Dieser Befund gibt keine Erklärung für die verschlechterte Resorption der autoxydierten und bestrahlten Öle.

Buchbesprechungen by W. Wirths; K. Bernhard; R. Ammon (175-177).