European Journal of Nutrition (v.2, #3)

Ein überblick über die Verfrachtungsbedingungen von Spaltprodukten bei Kernwaffenversuchen zeigt die sich daraus ergebenden Kontaminationsverhältnisse (Kontaminationsgrad und Fallout-Rate) speziell in der Bundesrepublik Deutschland. Diese beiden Faktoren sind ausschlaggebend für den Kontaminationsgrad landwirtschaftlich genutzter Pflanzen. Ebenso werden Hinweise über die Kontaminationsveränderung bei verschiedenen Nahrungsmittelketten gegeben.Die Ergebnisse der Lebensmittelüberwachung im Hinblick auf eine radioaktive Verseuchung werden zusammengefaßt als „mittlere tägliche Zufuhr“ pro Kopf der Gesamtbevölkerung und verglichen mit einer „maximal zulässigen Zufuhr“ pro Kopf der Bevölkerung, die z. Zt. die beste Möglichkeit zur Abschätzung einer Gefährdung des Menschen durch Aufnahme radioaktiver Substanzen darstellt.

Verträglichkeit bestrahlter Fette by Konrad Lang (141-146).
Chronische Fütterungsversuche an Ratten mit bestrahltem Sojaöl haben ergeben, daß das öl ab einer Strahlendosis von 10 Mrad toxische Eigenschaften annimmt, die sich in einer hohen Letalität der Tiere äußert. Mit fallender Strahlendosis wird die Latenzzeit bis zum Auftreten der Symptome immer länger.Die Todesursache der Tiere konnt noch nicht geklärt werden. Jedoch konnten an ihnen einige auffallende Symtome festgestellt werden: Ablagerung eines braunen, Eisen enthaltenden Pigments in der Leber und in der Milz, Funktionsstörungen der Leber, Veränderungen der Plasmaproteine, Ihaktivierung der Schilddrüse, Abnahme der Körpertemperatur, Senkung des Grundumsatzes, Bradykardie, Linksverschiebung der Zellkerngröße in der Nebennierenrinde. Die histologische Untersuchung der anderen Organe ergab keine auffallenden Befunde, insbesondere auch nicht des zentralen Nervensystems. Am Verdauungstrakt wurden nur ganz geringfügige Veränderungen gefunden. Die Ausnutzung des bestrahlten öls ist verschlechtert.

Studies on the secondary malabsorption syndrome with special reference to the therapeutic effects of festal by Masuke Masuda; Kakugen Kuzuya; Shiro Hosoda; Jiro Nishimura; Keigo Fujita; Yoshibumi Nonomura (147-154).
Modified131I-triolein and131I-oleic acid tests were performed on patients of the malabsorption group.Elevated excretion ratio of131I in stool was observed in the malabsorption group. So, this test has a diagnostic value in the malabsorption group.Festal showed a remarkable effect on the absorption test in malabsorption group as well as in a control group having a sufficient digestion.Symptoms due to deficient digestion, especially meteorism, were much improved by Festal.Digestive condition of the stool was also improved by the administration of Festal.Festal had no side effects. Bei Patienten mit schlechter Absorption wurden modifizierte I131-Triolein- und131I-Oleinsäure-Tests durchgeführt.Eine erhöhte Ausscheidung von131T im Stuhl wurde bei diesen Patienten beobachtet. Insofern hat der Test für diese Gruppe diagnostische Bedeutung.Festal bewirkte einen bemerkenswerten Effekt auf den Absorptions-Test bei dieser Gruppe von Patienten, ebenso bei der Kontrollgruppe von Personen mit ausreichender Verdauung.Symptome, welche zu unzureichender Verdauung führen (insbesondere Meteorismus) konnten durch Festal gebessert werden.Die Stuhlzusammensetzung wurde durch die Anwendung von Festal ebenfalls verbessert.Festal zeigte keine Nebeneffekte.

Alimentary production of gallstones in hamsters by Henrik Dam; Frede Christensen (154-159).
A fat-free diet in which the carbohydrate component consists of glucose is particularly suited for rapid and regular production of cholesterol gallstones in young hamsters.Testing of the ablity of substances to counteract dietary formation of cholesterol gallstones can be carried out under the strictest possible conditions known when the composition of the basal diet fallows the above principle.In a test of this type the addition of 0.1 per cent hyodeoxycholic acid to the basal diet afforded a high degree of protection against cholesterol gallstones, whereas a similar protection could not be demonstrated when cholic, deoxycholic, dehydrocholic or lithocholic acids were given at the same dietary level.In earlier experiments with a basal diet containing sucrose instead of glucose and in addition 2 per cent lard, 0,1 per cent deoxycholic acid protected against cholesterol gallstones, whereas it was less certain that cholic acid at the same level was protective.Eine fettfreie Nahrung mit Glucose als Kohlenhydratkomponente iat besonders geeignet um Cholesterin-Gallenstein-Bildung in jungen Hamstern regelmäßig und in kurzer Zeit zu entwickeln.Die Prüfung von Substanzen auf Schutzwirkung gegen alimentäre Cholesterin-Gallenstein-Bildung ist besonders scharf, wenn die Grundnahrung nach dem oben erwähnten Prinzip zusammengesetzt ist.In einem Versuch von diesem Typ zeigte Hyodesoxycholsäure in einer Menge von 0,1% der Grundnahrung sehr gute Schutzwirkung, während Cholsäure, Desoxycholsäure, Dehydrocholsäure und Lithocholsäure in der Menge von 0,1% der Nahrung keine sichere Schutzwirkung erkennen ließen.In früheren Versuchen, wo die Grundnahrung 2% Schweineschmalz enthielt, und die Kohlenhydratkomponente aus Saccharose bestand, zeigte Desoxycholsäure in einer Menge von 0,1% der Nahrung gute Schutzwirkung, während die mit 0,1% Cholsäure erreichte Schutzwirkung weniger sicher war.

Die Einwirkung einer fettreichen Mahlzeit auf die Gerinnbarkeit des Blutes by K. Wachholder; H. Egli; K. Kesseler; H. Buscha; E. Felderhoff (159-182).
die Außerachtlassung des phasischen Charakters der vegetativen Reaktionen,die Annahme, daß es sich um ein bei allen Menschen gleiches Geschehen handele und daß daher die bei einem bestimmten Personenkreis wie gesunden Soldaten oder älteren Patienten erhaltenen Ergebnisse unbedenklich als für alle Menschen gültig anzusehen seien und schließlichdie Nichtberücksichtigung der noch innerhalb eines hinsichtlich Alter, Gesundheit, Ernährung einheitlichen Personenkollektives bestehenden erheblichen interindividuellen Reaktionsunterschiede. Unter Berücksichtigung alles dessen wurden eigene Untersuchungen durchgeführt über die Einwirkung einer Fettmahlzeit, welche hauptsächlich aus 200 g mit 75 g Butterschmalz gebratenen Kartoffeln bestand und 932 kcal mit einem Fettanteil von 73,6% enthielt. In dieser 1. Mitteilung wird über die Ergebnisse an 31 gesunden Studierenden im Alter von 21–26 Jahren berichtet, von denen sich 15 fettarm und 16 fettreich zu ernähren pflegten.Im Thrombelastogramm sowie im Thrombinbildungstest zeigten sich große individuelle Reaktionsunterschiede von Verkürzungen über Nichtbeeinflussung bis zu Verlängerungen der Gerinnungszeit; doch waren bei unserem Personenkreis und unter unseren Versuchsbedingungen, zumal im Thrombelastogramm, stärkere Verkürzungen weitaus überwiegend. Sie entwickelten sich bei den Fettungewohnten besonders früh, meist noch vor der Lipämie und hielten auch länger an als bei den Fettgewohnten. Die Verkürzungen der Gerinnungszeit gingen zwar mehrfach bis an die untere Grenze des Normbereiches, unterschritten sie jedoch in keinem Falle. Im Hinblick darauf und insbesondere wegen des Ausbleibens einer stärkeren Steigerung der Thrombuselastizität scheint bei gesunden Jugendlichen selbst eine ganz ungewohnte fettreiche Mahlzeit keine zeitweise Hyperkoagulabilität oder Thrombophilie hervorzurufen vermögen.Auch für die untersuchten fördernden Einzelfaktoren (Ptb, V,VII, VIII, IX und X) fanden sich individuell stark unterschiedliche Reaktionen, wobei es zu stärkeren Steigerungen der Aktivitäten weit seltener kam als in unseren früheren Untersuchungen auf anstrengende körperliche Betätigung. Es fanden sich keine festen Beziehungen zwischen den Ausgangswerten der globalen Gerinnungszeiten sowie deren Veränderungen auf die Fettmahlzeit und den Aktivitäten einzelner dieser fördernden Faktoren oder einer Kombination von ihnen.Solche Beziehungen fehlten auch zu den untersuchten Hemmfaktoren (Antithrombin II, Progressiv-Antithrombin III), von denen nur das letztere auf die Fettmahlzeit eine Veränderung erfuhr und zwar im Sinne einer mehr oder minder starken Zunahme der Aktivität, die bei den fettungewohnten Vpn. besonders ausgeprägt war.

Buchbesprechungen by W. Droese; K. Bernhard; Oberdisse; Siebert; R. Nicolaysen; Strohecker; H. Thaler; R. Boller; H. Kraut; J. Gutschmidt; F. Jekat (182-190).

Mitteilungen (191-192).