European Journal of Nutrition (v.1, #2)

Zur Beantwortung der Frage nach dem Stoffwechselverhalten langkettiger ungesättigter Fettsäuren beim Menschen, wurde zwei und fünf Stunden nach ihrer oralen Verabreichung das Verhalten der Ketonkörper (KK) im Blut und der Gesamtfette im Serum bestimmt. Aus dem Verlauf der KK-Werte lassen sich Rüokschlüsse auf die Oxydation der verwendeten Fette ziehen, die Serumfettwerte geben Einblick in die Fähigkeit des Organismus, sie zu resorbieren bzw. sie in die Fettdepots einzulagern. Es zeigte sich eine geringe Oxydierbarkeit des Oliven-, Erdnuß-, Baumwollsaat- und Sonnenblumenöls (erkennbar an dem Absinken des KK-Spiegels im Blut) bei guter Resorption (kenntlich an dem Anstieg der Serumfettwerte). Die Verminderung der KK ist wahrscheinlich durch Fortbestehen ihrer Verbrennung in der Peripherie während der Resorption der Fettsäuren bedingt, wobei die Fettsäure-Oxydation gleichzeitig verlangsamt ist. Die erwähnten Fette werden also vermutlich gleich nach ihrer Resorption in Form von Depotfett im Gewebe abgelagert.Verabreichung von Mais- und Weizenkeimöl dagegen ergaben eine Vermehrung der KK bei guter Resorption (nachweisbar an der auftretenden Hyperlipämie). Für das Ansteigen der KK-Werte trotz des langsamen Abbaus dieser Fettsäuren (geschlossen aus der bekannten hohen biologischen Halbwertzeit) wird das Fortbestehen des morgendlichen Hungerzustandes verantwortlich gemacht, wobei wenig Kohlehydrate abgebaut werden und TPN-H-Mangel besteht. Möglicherweise kommt es gleichzeitig zu einer Verbrennung von leichter oxydierbaren Fettsäuren aus den Depots, was ebenfalls die KK-Werte in die Höhe treiben würde. Dieses besondere Stoffwechselverhalten bestimmter Keimöle könnte eine der Ursachen sein, die die vermindernde Wirkung dieser Öle auf den Blut-Cholesterin-Spiegel erklären.

Le travailleur et son alimentation en collectivité by G. Verdonk; A. Van der Schueren; A. Moreau; A. de Ruyter (74-110).

Hähnchen wird während 36 Wochen eine halbsynthetische, cholesterinfreie Kost mit einem Fettzusata von 10, 15 und 20% zugeführt. Signifikante Steigerungen des Serumcholesterins wurden bei den Tieren, die Butter und Kokosnußfett, nicht abor bei denen, die Maisfett erhielten, festgestellt. Bei keiner der Versuchsgruppen wurden makroskopische atheromatöse Gefäßveränderungen beobachtet.

Histopathological changes in rats and pigs fed rapeseed oil by Paavo Roine; Erkki Uksila; H. Teir; J. Rapola (118-124).
Rats were fed diets in which rapeseed oil provided 0, 15, 30, 50 or 70 per cent of the calories. The controls were rats whose diet contained 30 or 70 cal. per cent of soybean oil. The diet containing 50 and especially that containing 70 per cent of rapeseed oil clearly retarded the growth of the animals. These groups also showed interstitial inflammatory changes in the myocardium. Similar changes were not found when 30 cal. per cent or less rapeseed oil was given. The histological changes were evidently produced by the rapeseed oil, since soybean oil even at the level of 70 cal. per cent produced no changes.In the pig experiments no histological difference was seen between the animals given 28 cal. per cent of rapeseed oil and the same amount of soybean oil. However, the pigs appeared to be in general more sensitive than rats to the high fat content of the diet, for all the examined pigs showed histological evidence of thyroid hyperfunction, interstitial myocarditis, and inflammatory reaction in the gastric mucosa.

Buchbesprechungen by K. Lang (124-124).